Unter dem Eindruck der Euro-Schuldenkrise hat die deutsche Stahlindustrie ihre Prognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Für 2011 werde die bislang erwartete Rohstahlproduktion von 45,5 Millionen Tonnen nicht erreicht.
... zweite Quartal fanden Lob am Markt. Generell wurden die Aktien der konjunktursensiblen Auto- und Stahlbranche gemieden: Die Papiere der BMW-Konkurrenten Daimler und Volkswagen (VW) verloren noch stärker als die der Münchener, und im MDax büßten die Titel des Autozulieferers Leoni 9,33 Prozent auf 35,365 Euro ein. Auch dessen Rivalen Continental und ElringKlinger erlitten deutliche Kursverluste. Im Stahlsektor sackten ThyssenKrupp um 5,22 Prozent auf 28,54 Euro ab. Am Dax-Ende verloren...
... etwas weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen beurteilte die Job-Perspektiven in der Stahlbranche dennoch als gut. Wegen der schwankenden Preise blieben viele Kunden zwar vorsichtig. Der Markt dürfte sich auf diesem Weg aber auch stabilisieren, schätzt der Konzern. Für das Gesamtjahr peilt Salzgitter 150 Millionen Euro Gewinn vor Steuern an. Eine genauere Prognose sei noch nicht...
... dürfte in diesem Jahr um 10 Prozent zulegen», sagte ZVEI-Präsident Friedhelm Loh. Die deutsche Stahlbranche sieht sich gestützt von hohen Investitionen in der Industrie wieder auf Wachstumspfad. Obwohl es neue Risiken gebe, werde sich der Aufschwung 2011 fortsetzen - sogar noch schneller als zur Jahreswende erwartet worden sei, berichtete die Wirtschaftsvereinigung Stahl in Hannover.Sowohl der BDI als auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) forderten eine offene...
... und Bremen bekommen von Oktober an 3,6 Prozent mehr. Brüderle sagte: «Der Abschluss in der Stahlbranche hat gezeigt, dass ein fairer Ausgleich möglich ist, an dem sich vielleicht andere Branchen orientieren könnten.» Hundt kritisierte Brüderles Einlassung: «Das Tarifergebnis für die Stahlindustrie kann auf keinen Fall Maßstab für andere Bereiche sein. Darin sind wir uns mit den Gewerkschaften einig.» Trotz des erfreulichen wirtschaftlichen Aufschwungs seien...
... und müsse dringend wieder «ein bisschen Substanz» sammeln. Tatsächlich litt die Stahlbranche im Krisenjahr 2009 wie kaum eine andere unter der weltweiten Konjunkturflaute. Umsatzeinbrüche bis zu 50 Prozent führten dazu, dass zahlreiche Hochöfen abgeschaltet wurden. Deutschlands größter Stahlproduzent ThyssenKrupp wies mit einem Verlust von 1,9 Milliarden Euro das schlechteste Ergebnis der Unternehmens-Geschichte aus. Auch der Branchenzweite Salzgitter schrieb tiefrote...
die kleine Stahlbranche soll nach dem Willen der IG Metall im Zeichen des Booms zur tarifpolitischen Speerspitze werden. Mit der Forderung nach sechs Prozent mehr Geld für die rund 85.000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sorgte die Gewerkschaft für einen Paukenschlag. IG-Metall-Verhandlungsführer Oliver Burkhard hatte die Gespräche bereits zur «ersten Tarifrunde der Nachkrisenzeit» ausgerufen. An langen Ritualen sei der...
Die IG Metall will in der kommenden Tarifrunde erstmals gleiche Löhne für Zeitarbeiter und Stammbeschäftigte durchsetzen. In der Stahlbranche sieht sich die Gewerkschaft stark genug für dieses Ziel, das auch als Signal für andere Branchen dienen soll.
... noch nicht, dass er irgendwann einmal im kalten Europa ein Stahlwerk kaufen würde. Dass er in der Stahlbranche arbeiten würde, zeichnete sich aber bereits früh ab. Sein Vater Mohan betrieb bereits in den 1950er Jahren ein kleines Stahlwerk in der indischen Provinz Rajastan. Als er für 1,5 Millionen Dollar in Kalkutta ein größeres Werk übernahm, zog die Familie in diese riesige Metropole. Damit sein Sohn Lakshmi schnell lernte, ließ ihn sein Vater kurz nach dem Studium einen maroden...
... Dehoga warnt deshalb mit Recht vor 80.000 zusätzlichen Arbeitslosen. Verglichen mit der Stahlbranche ist das deutsche Gastgewerbe natürlich weniger von der Krise betroffen. Doch die exportabhängige Stahlbranche zu stützen, wäre nur mit teuren Subventionen möglich, während die Regierung bei dem Gastgewerbe nur an der Steuerschraube drehen müsste. Nur? Ja, nur! Denn das dürfte ein Nullsummenspiel werden. Ob nun die Gäste wegbleiben und der Staat gar keine Mehrwertsteuer...
Die Stahlbranche ist von der Wirtschaftskrise besonders betroffen. Nachdem bereits Branchenriese Arcelor Mittal umfangreiche Jobkürzungen verkündet hat, will auch ThyssenKrupp nach einem Medienbericht 3000 Arbeitsplätze streichen.
... sind voll - hohe Energiekosten und ein schwächeres Wachstum in China erhöhen den Druck auf die Stahlbranche zusätzlich. Schon passen die führenden Stahlkonzerne ihre Produktion den rückläufigen Bestellungen an, um die Preise stabil zu halten. Nach Branchenprimus Arcelor Mittal hat auch Corus entsprechende Schritte angekündigt. «Wir ergreifen Maßnahmen, um unsere Produktion den neuen Realitäten anzupassen», sagte ein Corus-Sprecher. Das zu Indiens Tata Steel gehörende...