... den Niederlanden mit deutschem Sitz im mittelhessischen Schwalmstadt hat die ersten Module in der Blindenschrift Braille entwickelt. Ein solches Modul könne man sich wie eine Computertastatur vorstellen, «nur nicht mit Buchstabenknöpfen, sondern Punktschriftfeldern, aus denen dann zum Abtasten Stäbchen hochgedrückt werden». Auf der Messe stellt die Firma eine neue elektronische Handlupe vor, «die einzige, die anderthalb- bis 18-fach vergrößern kann», betont Alter. Die meisten...
... bis Ende «eigenhändig», also mit der Hand, geschrieben sein. PC-Ausdrucke, Schreibmaschine oder Blindenschrift erkennen Gerichte Finn Zwißler zufolge nicht an. Sicherheitshalber stehen «Testament» oder «Mein letzter Wille» sowie Datum, Ort, vollständiger Name des Erblassers und Seitenzahlen auf dem Papier. Am Ende muss der Text unterschrieben werden.Vor der Niederschrift in einer Kanzlei erläutert der Notar die rechtlichen Vorschriften und Tücken der Erbschaftssteuer. Außerdem...
... Punkte? Der Weltkongress «Braille21» der Welt-Blindenunion lotet in Leipzig die Zukunft der Blindenschrift aus.Das Vorbild ist Japan: Dort gibt es auf Verpackungen und Fahrkartenautomaten auch Informationen in Brailleschrift. Die Zeichen aus erfühlbaren Punkten für Blinde sind in Deutschland selten zu sehen, etwa auf Medikamentenschachteln. «Wir wollen, dass die Brailleschrift in der Gesellschaft sichtbarer wird», sagt Thomas Kahlisch, Leiter der Deutschen Zentralbücherei für...
... in Leipzig am Dienstag mit. Die Sehnerven unterstützen demnach das schnelle Lesen der Blindenschrift.Ein Forscherteam um den Neurophysiker Robert Trampel fand heraus, dass sich auch bei geburtsblinden Menschen der sogenannte Gennari- Streifen bildet. In diesem Hirnbereich werden visuelle Wahrnehmungen weiterverarbeitet. Dieses etwa 0,3 Millimeter dicke Nervenfaserband sei bei Blinden genauso stark ausgeprägt wie bei sehenden Menschen.Bisher sei nie genauer erforscht worden, warum...
... Displays eine Braille-Zeile aus beweglichen Drahtstiften besitzt. Diese bilden die Buchstaben der Blindenschrift ab.Auf der MMF-Seite wird auch Software vorgestellt, die Kurznachrichten vorliest und Gesprochenes in SMS umwandeln kann. Ebenfalls für Blinde ist eine Software gedacht, die eine Handykamera einbindet und Textinformationen im Kamerabild erfassen und vorlesen kann. Damit ein Blinder die Kamera richtig auf die Zeitung, das Schild oder die Speisekarte ausrichtet, gibt die Software...
... Marco Zehe eine zusätzliche Software, die ihm die Bildschirminhalte vorliest und die Websites in Blindenschrift übersetzt. Die Sprachausgabe gibt ihm grundlegende Informationen: Das ist eine Überschrift, hier ist ein Link. Und genau hier gibt bei sehr vielen Websites grobe Mängel, kritisiert Marco Zehe: «Damit den blinden Internet-Nutzern all diese Informationen richtig mitgeteilt werden können, ist ein gewisser Standard an Webprogrammierung nötig. Doch die Umsetzung dieses...
... es für die Lebensqualität außerdem wichtig, dass die Kinder frühzeitig mit dem Erlernen der Blindenschrift anfangen. Noch viel wichtiger aber ist, dass sich Eltern, Lehrer und andere Bezugspersonen richtig auf die NCL-Kinder einstellen, den Abbau ihrer geistigen Fähigkeiten akzeptieren und nicht zu viel Druck aufbauen. «Dass das richtig wehtut, ist keine Frage. Immer wieder zu sehen, wie sich andere Kinder entwickeln, wenn er an diesen ganz normalen Dingen scheitert», sagt...
... vom Bildschirm erkennt er Bewegungen. Im Kino setzt sich Miro in eine der ersten Reihen. Keine Blindenschrift, keine Armbinde Die Brailleschrift mit den erhabenen Pünktchen werde er aber nicht mehr lernen und auch keine gelbe Armbinde tragen, sagt Miro. Denn beides sei «out». «Jüngere Menschen können mit neuerer Technologie umgehen, das macht die Blindenschrift überflüssig.» Er hat sich mit der Sehschwäche arrangiert. «Ich habe gelernt, besser...
... dreimal jährlich erscheinende Magazin bestellen – kostenfrei. Den Kalender gibt es auch in Blindenschrift, dafür aber nicht im Buchhandel. Bisher kann er unter anderem unter www.anderezeiten.de bestellt werden, und wer für dieses Jahr kein Exemplar mehr bekommt, wird dort dennoch fündig. Seit gestern gibt es unter anderezeiten.de ein Internetforum, in dem sich Menschen austauschen können, die einen anderen Advent erleben wollen. Für eine hellere, gerechtere und friedlichere...
... Eye Institute. «Die Idee des BrainPorts ist es, defekte Sinne zu ersetzen.» Bei der Blindenschrift Braille etwa, gelangen Zeichen durch den Zeigefinger ins Hirn. «Das Hirn ist formbar und es lernt, auch über Umwege an Informationen zu kommen. Und ein Organ, das sich wegen seiner extremen Sensitivität dazu eignet, ist die Zunge.» Wie sich das anfühlt, hat Weihenmayer als erste Testperson vor fünf Jahren erfahren. «Die Ärzte kullerten mir einen Tennisball...
... und Zeitungen. Bislang waren Sie darauf angewiesen, so lange zu warten, bis die Texte entweder in Blindenschrift, als Hörbuch oder in Blindenbibliotheken auf CD oder Kassette vorlagen - falls dies überhaupt geschah. Viele Bücher werden Blinden und Sehbehinderten nie zugänglich: Wenn kein Hörbuch produziert wird oder sich niemand findet, der die Texte für Blindenbibliotheken einliest, sind sie auf ihren Bekanntenkreis angewiesen. Dann muss jemand Seite für Seite die Bücher einscannen,...
... die Zentralbibliothek zum Beispiel Da Capo entwickelt, ein System, das automatisch Musiknoten in Blindenschrift überträgt. Auch barrierefreies Internet ist eins von Kahlischs Themen. Denn was für Sehende ein bewegtes Element ist, kann bei Blinden das ganze System abstürzen...
... vor 200 Jahren am 4. Januar 1809 in der Nähe von Paris geboren wurde, wird für die Erfindung der Blindenschrift nicht nur in Frankreich als Held geehrt. Die 1829 veröffentlichte Methode verschafft heute noch Millionen von Blinden weltweit den Zugang zu Bildung und Berufstätigkeit - auch wenn es heutzutage hoch entwickelte Sprachcomputer gibt. Keine andere Blindenschrift hat sich auf der ganzen Welt so durchsetzen können: Die Braille-Schrift ist nicht nur relativ leicht zu erlernen,...
Als Blindenschrift bezeichnet man eine Schrift, die von Blinden gelesen werden kann. Das Lesen erfolgt dabei mit dem Tastsinn der Finger. Es existieren verschiedene Schriftsysteme, z. B. das Moonalphabet. Die heute am weitesten verbreitete Blindenschrift ist die Brailleschrift, die im Jahr 1825 von Louis Braille entwickelt wurde. Viele Schriftsysteme für Blinde waren gut durchdacht, hatten aber den entscheidenden Nachteil, dass sie von Sehenden ohne Rücksicht auf die Blinden entwickelt wurden. Nicht so bei der Brailleschrift. Louis Braille selbst war blind und konnte so eine für blinde Menschen praktikable Schrift ermitteln.