... sondern beides zusammen». Also ein «Deutsch in zwei Gestalten». Dass dennoch auch Schweizer im Hochdeutschen mit wunderbarer stilistischer Eleganz formulieren können, stellt der 1937 in Luzern geborene begnadete Erzähler immer wieder mit Leichtigkeit unter Beweis.Zu Von Matts großen Verdiensten gehört, dass er Schweizern wie Deutschen in ungezählten Kritiken und Betrachtungen mit viel Witz die Schönheit und den Reichtum deutschsprachiger Literatur nahe gebracht hat. Herrlich sind zum...
... echter Klabautermann von der Küste stammte und Pumuckl über Jahrzehnte seinen stimmlichen - und hochdeutschen - Charakter gab. Den gutmütigen bayerischen Meister Eder verkörperte in zahlreichen Hörspielen Alfred Pongratz und im Fernsehen Gustl Bayrhammer.Pumuckl blieb aber nicht lange ein bayerisches Phänomen. Generationen in ganz Deutschland wurden mit «Meister Eder und sein Pumuckl» groß. In der Schweiz spricht Pumuckl Schweizerdeutsch, und auch in anderen europäischen Ländern...
... Überraschend gut. Etwas zu gut für einen eigentlich grummeligen Biobauern, der des Hochdeutschen nur bedingt fähig ist. Da kommt ihm wohl seine Vergangenheit als Wiener Ermittler Richard Moser und Herrchen von Kommissar Rex zugute. Moretti spielt seine Rolle jedenfalls überzeugend. So dass man schon mal die Digitalkamera verzeiht, die Gruber plötzlich wie selbstverständlich aus der Jackentasche zieht. Oder dass es manchmal zu leicht zu durchschauen ist, wer in die...
... Schreiben allerdings müssen wir uns alle zügeln. Zur überregionalen Verständigung sind wir dem Hochdeutschen verpflichtet - ohne Eigenheiten, ohne Charme. Schade eigentlich. Doch wer auch beim Schreiben sein geliebtes Berlinerisch, Sächsisch oder Bayerisch pflegen will, der kann tricksen. Dialekttastaturen helfen dabei. Wer zur sächsischen Variante greift, der bekommt statt eines «Y» ein Ybbselonn, statt «D» gibt es Diddschen und statt «6» gibt es ne...
... er den Schweizer nicht verleugnen. Sein Akzent verrät ihn. «Ich mag diese Distanz, die ich zum Hochdeutschen habe», sagt einer, der das einzelne Wort auskostet und es damit kostbar...
... Sabine Thiesler und Karl-Heinz Scherfling beraten die Redaktion und übersetzen Artikel aus dem Hochdeutschen. Einfach wird die Lektüre der B.Z. aber nicht. Wer sich trotzdem nicht abschrecken lässt, dem empfiehlt Chefredakteur Huth, die Artikel laut vorzulesen, denn «det is aba eijentlich wat füa de...
Ganz Friesland ist vom Hochdeutschen besetzt. Nein - ein kleines Eckchen am nordwestlichen Rand Schleswig-Holsteins leistet nach wie vor Widerstand. 10.000 Menschen sprechen dort noch Nordfriesisch. So auch Erk Hassold von der Insel Föhr.
... sind erstmals eigene Texte mit drauf, so etwas fällt mir auf Plattdeutsch irgendwie leichter. Im Hochdeutschen bin ich da immer unzufrieden mit mir. Vor allem haben Sie sich bekannte Pop-Songs ausgesucht, Titel von R. Kelly etwa oder das One-Hit-Wonder Lemontree. Müller: Wobei ich Lemontree bereits in den 1990ern, als der Titel im Radio lief, erstmals als Zitronenboom gesungen habe. Das war die Zeit, als ich von Sylt nach Hamburg gezogen bin und ich mich gefragt habe, ob ich in der...
... auch sehr schön. Lesen kann man das Sächsisch allerdings sehr schwer, während ich jeden hochdeutschen Text sofort simultan Sächsisch lesen kann. Gibt oder gab es in Sachsen auch mal Tendenzen wie in Spanien, wo Katalanisch oder Baskisch zweite Amtssprachen neben dem Hochspanisch sind? Böhnke: Dort ist es viel politischer, weil es auch um Völker geht und um Unterdrückung, das hat andere Dimensionen. Gut, bei der Armee gab es auch mal Schlägereien zwischen Preußen und Sachsen,...
... Darin sind erstmals verschiedene Varianten der deutschen Gebärdensprache zu einer hochdeutschen zusammenführt. «Wir wollen damit natürlich nicht die Dialekte abschaffen», sagt Günther-Wick. Vielmehr soll das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte digitale Wörterbuch mit seinen 18.000 Videos einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Standardisierung und Dokumentation der Deutschen Gebärdensprache darstellen, heißt es in einer...
... man bei einem Sachsen «mit großer Wahrscheinlichkeit» davon ausgehen, dass er einen hochdeutschen Straßennamen auch nicht richtig aussprechen könne. Außerdem leuchtet Rademacher nicht ein, was etwa an dem Namen «Timmermannsring» so schwierig auszusprechen ist. Dann müsse man ja als Konsequenz auch historische Ortsnamen wie «Upleward» umbenennen. Der Aktivist im Kampf für die Friesen-Kultur hofft nun, dass der «Unsinn» aus Großefehn...