... im Jahr 1994 zum Sprachrohr und Einpeitscher fanatisierter Hutus gemacht, die rund eine Million Tutsi ermordeten. Aus Mitschnitten spielten ruandische Schauspieler eine der Sendungen nach. In Videoaufnahmen erzählten Zeitzeugen von den Grausamkeiten. Ein erschütternder Abend.Großes Schauspieler-Theater bot Alvis Hermanis' knapp fünfstündige Version von Tschechows «Platonov». Martin Wuttke in der Titelrolle sowie seine Mitspieler Johanna Wokalek, Dörte Lyssewski und Peter Simonischek...
... Landes eingeräumt, aber eine öffentliche Entschuldigung vermieden.1994 waren mindestens 800 000 Tutsi und gemäßigte Hutu getötet worden. Viele Opfer wurden mit Macheten zerstückelt oder lebendig verbrannt. Eine von Kagame geführte Exilarmee hatte mit ihrem Einmarsch aus Uganda den Massenmord beendet und den afrikanischen Kleinstaat seitdem in den Augen vieler Beobachter zu einer Art Musterland gemacht. In jüngster Zeit häuft sich jedoch internationale Kritik vor allem wegen seines...
... als einsamer, trinkender Sportlehrer. In «Hotel Ruanda» über den Völkermord am Stamm der Tutsi war er 2005 als hilfloser UN-Kommandeur im Kino zu sehen. In dem Episodenfilm «Paris, je t'aime», mit Stars wie Javier Bardem, Juliette Binoche und Natalie Portman, schiebt er brav einen Kinderwagen durch Paris.Für seine schauspielerische Arbeit scheut er vor keiner Anstrengung zurück. «Ich muss meine Rollen fühlen können», sagt Nolte, der mal seine Muskeln trainierte, mal 50 Pfund...
... Gemeinde im Norden des afrikanischen Landes drei Massaker an Angehörigen der Volksgruppe der Tutsi angeordnet oder koordiniert haben. Dabei seien mindestens 3730 Menschen ermordet worden, heißt es in der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft.Dem Mann wird in Deutschland der Prozess gemacht, weil er im Jahr 2002 als Flüchtling nach Deutschland gekommen war und einen Asylantrag gestellt hatte. Er sitzt in Untersuchungshaft. Angehörige der Hutu in Ruanda hatten 1994 innerhalb von rund...
... sie Nachbarn, die seit Generationen auf dem gleichen Hügel lebten, die wussten, wer Hutu und wer Tutsi war. Wenn es um ethnische Konflikte in Afrika geht, kommt vielen Ruanda in den Sinn. Innerhalb von 100 Tagen wurden in dem kleinen ostafrikanischen Land 800.000 Menschen buchstäblich zerhackt. Staatliche Propagandasender riefen die Mörder zur «Arbeit», verlangten die Vernichtung der «Kakerlaken», wie die verfolgten Tutsi genannt wurden. Doch Hass gab es nicht erst...
... Zaire (heute Kongo) geflohen waren. Viele von ihnen waren in den Massenmord an rund 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu in Ruanda verstrickt. Im Kongo gehört die Miliz zu den berüchtigtsten der verschiedenen Rebellengruppen, die die Bevölkerung dort terrorisieren. Ein bisher unveröffentlichter UN-Bericht, dessen Entwurf der Presse zugespielt worden war, beschreibt 600 Gräueltaten, die zum großen Teil von ruandischen Hutu-Milizen begangen wurden. Das Papier soll auch Ruandas...
... der RPF, die damals noch eine Exilarmee war, hatte er im Sommer 1994 dem Völkermord an 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu durch radikale Hutu-Milizen ein Ende gesetzt. In den 16 Jahren seit dem Massenmord entwickelte sich der ostafrikanische Kleinstaat zu einem der Länder Afrikas mit den höchsten wirtschaftlichen Wachstumsraten. Menschenrechtsorganisationen prangern allerdings Einschränkungen der Medienfreiheit und Behinderungen der Opposition an. Mehrere Oppositionspolitiker durften...
... dieser Fassaden verberge sich wenigstens eine menschliche Tragödie. Aber vom Völkermord an den Tutsi damals vor 16 Jahren spreche dort heute keiner mehr, nach der Devise: «Das war gestern. Wir blicken nach vorn.» Und in Angola, dem kleinen Öl-Paradies, stand sie in den pompösen Residenzen der Reichen, die sich französischen Cognac für 8000 Dollar die Flasche leisten können, während sich ringsum Slums ausbreiten. Und wie traumhaft ist das Traum-Afrika, das Kenia und...
... und hunderttausende flohen, währten zwei Monate. Ruanda kann nach dem Völkermord an 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu im Jahr 1994 auf Wirtschaftswachstum und Auslandsinvestitionen verweisen. Doch die Herrschaft von Präsident Paul Kagame, der vor fast 16 Jahren die Mörder stürzte, trägt zunehmend autoritäre Züge. Die Zukunft der besonders rohstoffreichen Länder wie Nigeria, Sudan oder Angola ist offen. Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas, ist seit Monaten in der...
... «Teile und herrsche». Das dramatischste Beispiel ist der Völkermord an rund 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu 1994 in Ruanda. Lange hatten beide Gruppen recht harmonisch zusammengelebt. Zwar galten die Tutsi vor allem als Viehzüchter und die Hutu als Bauern, doch die Grenzen verliefen fließend - bis die belgische Kolonialverwaltung in dem einst zu Deutsch-Ostafrika gehörenden Kleinstaat Ausweispapiere mit einer «rassischen» Differenzierung einführten. Während...
... vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu stellen. Nkunda gehört zum zum Volk der Tutsi und kämpfte während des Völkermords in Ruanda 1994 in der heute in Kigali regierenden Ruandischen Befreiungsfront (FNL). Die FNL stürzte das Hutu-Regime und setzte dem Massenmord an den ruandischen Tutsi und gemäßigten Hutu ein...
... einer der Drahtzieher des Genozids, bei dem innerhalb von 100 Tagen mehr als eine halbe Million Tutsi und gemäßigte Hutu umgebracht wurden. Bagosora habe Waffen verteilt und militante Angehörige der Volksgruppe der Hutu, darunter die berüchtigte Interahamwe-Miliz in ihren Gräueltaten dirigiert, erklärte die Vorsitzende Richterin Monica Weinberg de Roca. Er habe auch seine Position genutzt, um Hutu-Soldaten anzuweisen, Tutsi zu töten, sagte Richter Erik Moses. Der ehemalige Direktor...
... begründet seinen Kampf gegen die Regierungstruppen mit dem Schutz seines Tutsi-Stammes gegen Angriffe von ruandischen Hutu-Rebellen, die nach dem Völkermord im Nachbarland in den Kongo geflohen waren. Die Regierung von Kabila beschuldigt Ruanda, Nkunda zu unterstützen, was das Land zurückweist. Der kongolesischen Regierungsarmee wiederum wird vorgeworfen, sie kollaboriere mit den Hutu-Rebellen bei der Ausbeutung der Bodenschätze im Ost-Kongo. Unterdessen forderte...
... Völkermord vor. Demnach sollen Hutu-Milizen, die 1994 innerhalb von drei Monaten etwa 800.000 Tutsis und gemäßigte Hutus ermordeten, von Franzosen ausgebildet worden...
... Ruandischen Patriotischen Front, die mit dem Sturz des Hutu-Regimes den Massenmord an der Tutsi-Minderheit und gemäßigten Hutu beendete. Die Kinderschutzorganisation Save the Children berichtete über einen massiven Anstieg der Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten. Besonders besorgniserregend sei, dass in mindestens zwei Fällen gezielt Schulen überfallen worden seien, um eine möglichst große Zahl von Kindern in die Gewalt von bewaffneten Gruppen zu bringen, sagte eine...
Die Tutsi sind eine in den ostafrikanischen Staaten Ruanda und Burundi sowie im östlichen Grenzgebiet der Demokratischen Republik Kongo lebende soziale Gruppe (Kaste), die in Folge kolonialer Machtpolitik als Volksgruppe bzw. Stamm missverstanden wird.