... Gesundheitsapostel Stefan Frädrich beipflichtet. Wehren kann sich die milliardenschwere Lobby der Pillendreher nicht, denn ein Vertreter fehlt in der tafelnden Ritterrunde. Über die Gegenmittel gegen den Gesundheitswahn ist sich die Runde nicht wirklich einig. Juli Zeh plädiert für Allgemeinbildung, da die größten Gesundheitsprobleme mit Armut und fehlender Bildung zusammenhingen. Werner Bartens will Idealgewicht in Wohlfühlgewicht umbenennen und zeigt zugleich der Dauer-Prävention...
... ließen sich die Leverkusener auch die Wortschöpfungen «Meisterkusen», «Werksclub» und «Pillendreher» patentrechtlich...
... meint Talbot. Dahinter sieht die Irren-Offensive eine ganze Industrie, bestehend aus Ärzten, Pillendrehern, Krankenkassen, Richtern und Sozialpädagogen. Psychische Krankheiten seien in der ICD10, der internationalen Definition der Krankheiten, sehr genau definiert, betont hingegen Nervenarzt Frank Bergmann: «Bei einer Depression zum Beispiel müssen bestimmte Haupt- und Nebenkriterien erfüllt sein. Das ist nichts, was man aus dem Bauch heraus diagnostiziert.» Auch...
... in dem ein Insider die von neu entwickelten Psychopharmaka angetriebene Goldgräberstimmung der Pillendreher-Branche in den 90ern schilderte. Zwick pfropft auf die Medizinsatire zielgruppengerecht eine rührende Liebesgeschichte. Damit nicht genug; Jamies notgeiler Bruder und Orgien mit lustigen Nebenwirkungen scheinen direkt aus pubertären Sexklamotten ausgeliehen. Zugleich schildert der Regisseur die irren Details des US-Gesundheitssystems, die bereits Dokumentarfilmer Michael Moore in...
... Klasse ist nicht unter Schwarz-Gelb und ihrem Anhang aus Industriebossen, Steuerberatern und Pillendrehern vertreten? Klar, die Hartz-IV-Empfänger. Logisch, dass die Armen am meisten mit dem Sparpaket traktiert werden. Rentenversicherung gestrichen, Elterngeld weg und nun soll ihnen auch noch der Schnaps madig gemacht werden, mit dem sie all das hätten leichter verkraften können. Leute, Leute. So geht das nicht. Für solch eine kaltherzige Politik kann man unter diesen...
... den Spott über das eigene Image zunutze macht. Seit 2006 ist im Register die Marke «Pillendreher» eingetragen, später folgte «Werksclub». Als «Werkself in Düsseldorf» kündigte Bayer die eigenen Auftritte in der Landeshauptstadt an. Eine offizielle Anmeldung für die Bezeichnung «Werkself» scheiterte allerdings. Begründung: Fehlende Unterscheidungskraft. Für «Vizekusen» läuft die Widerspruchsfrist noch - ein Einspruch...
... Gesundheitsminister wünscht sich, dass die Pharmariesen weniger Gewinne machen. Klar, dass die Pillendreher mit diesem Vorstoß nicht wunschlos glücklich sind. Deren Wunsch ist ja, möglichst viele Arbeitsplätze zu halten (viele wünschen sich, dass das auch stimmt). Überhaupt: Ein FDP-Minister, der seinen Spendern keine Gewinne gönnt? Wahrscheinlich wünscht sich Rösler wohl eher ein wasserdichtes Image zurück und hofft, dass sein Pharma-Wunsch ganz schnell wieder in Vergessenheit...
«Chemie ist das, was knallt und stinkt», war zu Schulzeiten ein markanter Spruch. Wer das als Chemielaborant allerdings wahr macht, der dürfte keine großen Berufschancen haben. Da geht es nämlich um Konzentration und Sorgfalt.
... Recherchen über Quacksalberei in der alternativen Medizin hatte Singh sich zuletzt mit mächtigen Pillendrehern angelegt, die prompt Gerichtsverfahren wegen Rufschädigung anstrebten. Singhs Reaktion 2009: Genau wie Graham-Cumming, der einer eigenmächtig gestarteten Petition über das Internet genug Verve verlieh, um die britische Regierung aus der Reserve zu locken, geht Simon Singh mit seinem Anliegen ins Netz. Er startet das Interessenbündnis «Keep Libel Laws out of Science»...
Einst nannte man sie Pillendreher. Doch Apotheker müssen längst mehr können, als chemische Stoffe zu Medikamente zu machen. Sie sind Unternehmer, Berater und müssen ihren Kunden oft einfach auch nur zuhören können.