Bayreuth - Spezialkliniken, Fachärzte, spezialisierte Therapeuten - Patienten auf dem Land müssen oft weite Wege in Kauf nehmen oder gar auf eine bestimmte Behandlung verzichten.
(dpa/tmn) - Parkinson-Patienten leiden oft unter stark zitternden Händen oder einem offen stehenden Mund. Mit einfachen Mittel lassen sich diese Symptome aber gut handhaben. Erste Symptome können Parkinsonpatienten mit ein paar einfachen Methoden bewältigen. Steht zum Beispiel der Mund häufig offen und der Speichel tropft, kann dagegen ein Kaugummi helfen. Dadurch schließt sich der Mund automatisch, erläutert Lutz Coenen von der Deutschen Parkinson Vereinigung (dPV). Um Tee...
... äußerte sich im Vorfeld des 40. Jahreskongresses der Logopäden (23. bis 25. Juni) in Karlsruhe.Parkinson-Patienten leiden unter einem Dopaminmangel, der zu muskulären Problemen führt und dadurch unter anderem ihr Sprechvermögen beeinträchtigt, erläuterte Hoffschildt. Der Logopäde untersuche zunächst, wie Klang und Lautstärke der Stimme des Betroffenen sind und wie gut er noch schlucken kann. «Bei Parkinson wird die Stimme immer leiser und verwaschener und klingt rau oder heiser....
... ab. Der Patient spreche dann irgendwann so leise, dass er kaum noch verstanden werde. Viele Parkinson-Patienten zögen sich dann sehr stark zurück. Manche litten auch unter Depressionen, sagt Brauer.Seit 2007 gibt es an der Mainzer Universitätsmedizin eine spezielle Therapie, die Abhilfe schaffen soll: Lee Silverman Voice Treatment (LSVT) stammt aus den USA und soll Parkinson-Patienten helfen, gegen das Leiserwerden ihrer Stimme zu kämpfen. Mainz war eine der ersten Städte in...
... durch sportliche Aktivitäten ähnliche Effekte erzielen? Dr. Allert: Wir raten allen unseren Parkinson-Patienten zu viel Bewegung. Bei sportlicher Betätigung erhält das Gehirn bestimmte Reize, so lassen sich Koordination und Beweglichkeit verbessern. Besonders geeignet ist beispielsweise Nordic Walking. Ich empfinde die Parkinson-Erkrankung meines Mannes als sehr belastend, weil ich vieles nicht verstehe. Was passiert eigentlich mit ihm? Dr. med. Martin Südmeyer: Wir versuchen immer...
... «Meine Frau sagte zu mir, die größte Herausforderung in ihrem Leben sei nicht, einen Parkinson-Patienten als Ehemann zu haben, sondern mich zu haben.» Auch die Rede, die der Schauspieler Thomas Kretschmann zu Ehren des gestorbenen Bernd Eichingers hielt, fiel aus dem Rahmen des üblichen Laudatoren-Einerleis. Kretschmann bewegte sich würdevoll zwischen angemessener Trauer und der Freude bei der Erinnerung an Eichingers Tatendrang. «Der Bernd stand vor zwei oder drei...
Obwohl der Eingriff die Lebensqualität von Parkinson-Patienten verbessern kann, hat ein Hirnschrittmacher nicht zu unterschätzende Risiken. Nicht jeder überlebt den Eingriff. Die Begeisterung über die Therapie hält sich in Grenzen.
... Test für zu Hause erlaubt es uns zum ersten Mal, die Symptomatik bei Parkinson-Patienten über eine längere Zeit und unter Alltagsbedingungen zu verfolgen», erklärt PD Dr. Peter Kraus vom RUB-Klinikum St. Josef Hospital. Der Test ist einfach, aber aussagekräftig: Die Patienten zeichnen an insgesamt vier Tagen innerhalb einer Woche stündlich je eine Spirale mit der rechten und mit der linken Hand auf einen Vordruck. Das dauert jeweils nur wenige Sekunden....
... Besonderes Augenmerk richtet die Professorin auf den Geruchssinn. «80 bis 90 Prozent der Parkinson-Patienten haben Riechstörungen», sagt sie. Auch Schlafstörungen oder Depressionen können Vorboten von Parkinson sein. Können, wohlgemerkt. Denn auch wenn viele Parkinson-Patienten diese Beschwerden 10 bis 20 Jahre vor Ausbruch der Krankheit haben, bekommt längst nicht jeder Mensch mit Riech- oder Schlafstörungen auch Parkinson. In einer weltweit einmaligen Studie an 800...
... die in den letzten 20 Jahren entwickelt worden sind, ist die Lebenserwartung von Parkinson-Patienten heute aber nicht wesentlich herabgesetzt. Für viele Menschen jedoch viel wichtiger: Bei guter Therapie ist auch die Lebensqualität – zumindest in den ersten 5 bis 15 Jahren – nicht maßgeblich eingeschränkt. In welchem Alter tritt Parkinson am häufigsten auf? Dr. Martin Südmeyer: Parkinson tritt am häufigsten zwischen dem 55. und dem 65. Lebensjahr auf. In...
... Etwa jeder zehnte Erkrankte ist zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 40 Jahre alt. Alle Parkinson-Patienten haben Anspruch auf begleitende Therapien, mit denen Bewegungsfähigkeit, Sprache und Mimik gezielt trainiert werden können. Häufig stürzt die Diagnose die Betroffenen in eine schwere Krise. Die Unsicherheit, wie sie mit ihrer Erkrankung in der Öffentlichkeit umgehen sollen, lässt viele Betroffene den Rückzug in die Isolation antreten. Selbsthilfegruppen wie die Deutsche...
... Magenschleimhaut aufnehmen. Folge: Das Homocystein steigt. Ähnliche Gefahren drohen Asthma- oder Parkinson-Patienten, die Medikamente einnehmen müssen, die die Vitaminversorgung stören. Mit einfachsten Mitteln gegensteuern Bei etwa jedem zehnten Menschen sind laut DGK überhöhte Homocystein-Werte auch schon von Geburt an programmiert. Wegen eines genetischen Defekts ist bei ihnen ein bestimmtes Enzym weniger aktiv, das für den Folsäurestoffwechsel wichtig ist. Das Erstaunliche sei,...
... an der Neurologischen Universitätsklinik Rostock. Im Fokus der Forschung steht vor allem das für Parkinson-Patienten typische Zittern. Im Gehirn löst der Transmitter Acetylcholion dieses Zittern in den Muskeln aus. Botulinumtoxin kann die Freisetzung dieses Botenstoffs blockieren. Allerdings kann diese Substanz nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Um gegen Parkinson zu wirken, müsste man deshalb Injektionen ins Gehirn oder Rückenmark setzen. Beim Menschen ist dies äußerst...
... ausprobiert. An der Universität in Frankfurt am Main untersuchten Wissenschaftler 2006 Parkinson-Patienten. Menschen mit Parkinson leiden unter einem starken Zittern, dem sogenannten Tremor. Die Krankheit geht auf das Absterben bestimmter Hirnzellen zurück. In ihren Studien überprüften die Wissenschaftler, ob auch nur Bewegung ausreiche, um im Gehirn die positiven Effekte zu aktivieren. Dafür stellten sie die Patienten für 60 Sekunden auf eine vibrierende Platte. Das...
... deshalb ein höheres Krankheitsrisiko? Professor Dr. Lars Timmermann: Nur etwa zehn Prozent der Parkinson-Patienten haben eine erbliche Variante der Krankheit und auch von ihren Nachkommen erkranken nicht alle. Meine generelle Empfehlung an Menschen, in deren Familien Parkinson bereits aufgetreten ist, lautet: Bewegen Sie sich regelmäßig, treiben Sie Gymnastik und gehen Sie zu einem Neurologen, sobald Sie Symptome bemerken. Wirkt sich eine frühe medikamentöse Behandlung günstig auf...