... seines Vaters erinnern an die Schreckens- und Irrwege eines Simplicius Simplicissimus von Grimmelshausen im Dreißigjährigen Krieg, vor allem aber rufen sie die epochenmachenden Bücher über die sowjetischen Schreckenslager von Alexander Solschenizyn, «Archipel Gulag» und «Ein Tag im Leben des Iwan Dennissowitsch» in Erinnerung. «Wen der Frost übrig ließ, raffte der Typhus hinweg, es gab weder Waschgelegenheiten noch Medikamente», schreibt Wolfgang Ruge über seinen...
... Kurzeck ist für sein Werk schon vielfach ausgezeichnet worden, zuletzt Anfang Juni mit dem Grimmelshausen-Preis. Doch Bestseller sind seine Bücher bisher nie geworden. Es dauert auch eine ganze Weile, bis der Leser vom eigentlichen Sog Kurzecks erfasst wird. Er schreibt große innere Monologe, die sich am mündlichen Erzählstil orientieren. Die Parameter der gängigen Unterhaltungsliteratur sind Kurzeck fremd. Die direkte Rede hält der Autor für ein Gräuel, weil sie ihm nicht mehr...
(dpa) - Der Schriftsteller Peter Kurzeck erhält für sein Werk «Vorabend» den Grimmelshausen-Preis. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert und wird von den Städten Gelnhausen und Renchen in Baden-Württemberg sowie den beiden Landesregierungen vergeben. In «Vorabend» schreibt Kurzeck auf über 1000 Seiten die Geschichte der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit fort. Das Buch spielt unter anderem in Kurzecks Heimat in Oberhessen und in Frankfurt. Der alle zwei Jahre vergebene...
... fortgesetzte Trilogie zum Thema Emanzipation ab. Für «Teufelsbrück» erhält sie 2003 den Grimmelshausen-Preis, für «Verlangen nach Musik und Gebirge» (2004) den Bremer Literaturpreis. Die Autorin hat aber auch schon Preise abgelehnt, weil sie glaubte, andere hätten die Auszeichnung mehr verdient.2005 erhält sie mit dem Georg-Büchner-Preis die renommierteste deutsche Literaturauszeichnung. «Viel länger hätte man dieser Schriftstellerin den Kranz nicht mehr vorenthalten...
... Preise wie 1999 den Joseph-Breitbach-Preis. Im vergangenen Jahr wurde der 57-Jährige mit dem Grimmelshausen-Literaturpreis und dem Lion-Feuchtwanger-Preis ausgezeichnet. 2007 war Jirgl Stadtschreiber von Bergen-Enkheim (Frankfurt am Main). Der Georg-Büchner-Preis wird seit 1951 jährlich vergeben und ist der bedeutendste deutsche Literaturpreis. Geehrt werden Autoren, die «durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen...
... gern auf den französischen Dichter François Rabelais (1494-1553). Aber auch deutsche Autoren wie Grimmelshausen und Goethe beeindruckten ihn. 2005 erschien in Deutschland Oes Roman Tagame. Berlin-Tokyo über den Freitod eines Freundes, dem Leben eines Intellektuellen im Land der aufgehenden Sonne und über die Erkenntnis, dass Menschen sich letztlich fremd bleiben – «jeder stirbt für sich allein». Von 1999 bis 2000 war Oe, der zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat,...
... dürfte. Die Zielgruppe bleibt kleiner, als es das Buch verdient hat, es ist eben immer noch Grimmelshausen drin, wo Grimmelshausen draufsteht. Nun aber kommt ein dritter Name ins Spiel, der einem der ersten deutschsprachigen Romane überhaupt nochmals Auftrieb geben dürfte: Felix von Manteuffel. Der hochdekorierte Schauspieler hat, in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk, die knapp 800 Seiten als Hörbuch eingespielt. Und das bleibt dem Original ebenso treu wie Kaisers...
... Platon und Caesar, ein Auszug als der Karls-Vita des Einhard, Petrarca, Machiavelli, Montaigne, Grimmelshausen, Defoe, Swift, Voltaire ... Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Allein an deutschen Autoren, ob Heine, Goethe, Lessing, hat Brunold alles zusammengesucht, was Rang, Namen und Stil hat. Spätestens ab dem 19. Jahrhundert drängen sich die Texte dichter zusammen, bis er schließlich bei den Legenden des 20. Jahrhunderts landet. Bei Alfred Döblin, Egon Erwin Kisch, Graham...
... doch schlicht den Titel: Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch von Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen. Ein Werk mit einem Ruf wie Donnerhall. Bei Generationen von Germanistik-Studenten steht dieser Roman im Regal, als Reclam-Ausgabe etwa, rund 800 Seiten stark, in vielen Fällen wohl so gut wie ungelesen. Zu sperrig seine Sprache, das Deutsch des Hochbarock, zu ungewohnt der Lesefluss für heutige Verhältnisse. Sätze über dutzende von Zeilen, verschachtelt und verwoben,...
und komisch sowie von überbordender Fantasie: Hans Jakob von Grimmelshausens Schelmenroman aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges gilt unbestritten als das bedeutendste Werk der deutschen Literatur des 17. Jahrhunderts. Doch gelesen haben das 1668/69 erschienene Buch nur wenige. Dafür sind Sprache und Grammatik zu altertümlich. Jetzt hat der Frankfurter Übersetzer Reinhard Kaiser den Versuch unternommen, den «abenteuerlichen Simplicissimus Teutsch» in zeitgemäßes...