... das Recht auf individuelle Entschädigungen zugesprochen. Dabei ging es um ein Verbrechen, bei dem Wehrmachtssoldaten der Division «Hermann Göring» in der Toskana-Ortschaft Civitella mehr als 200 Menschen ermordeten.Bereits im Juli 2010 hatte der Gerichtshof einen Widerspruch Italiens gegen die deutsche Klage abgelehnt, Rom legte gegen die Ablehnung jedoch Rechtsmittel ein. In die Verhandlungen war auch Griechenland involviert, weil sich Nachkommen griechischer Opfer von SS-Massakern den...
... hatte und stattdessen einen «Ersatzdienst» leisten würde. «Das waren alles ehemalige Wehrmachtssoldaten», erinnert sich Beier. Am 10. April 1961 hatten die ersten «Ersatzdienstleistenden» angefangen. Demnach wird der Zivildienst am Sonntag 50 Jahre alt - kurz vor der Aussetzung oder faktischen Abschaffung.Beier gehörte zwar nicht zu den Ersatzdienstleistenden der ersten Stunde - er absolvierte seinen Dienst von 1963 bis 1964 -, aber das Unverständnis, auf das er stieß, war...
... den Soldaten Clemens Forell in So weit die Füße tragen spielte. In dem Drama geht es um einen Wehrmachtssoldaten, der aus einem sowjetischen Gefangenenlager entkommen kann. Lange Zeit danach fiel es Heinz Weiss schwer, das Soldatenimage abzulegen. Nach einigen Rollen in verschiedenen Krimireihen wurde er 1983 der Kapitän des Traumschiffs. Das blieb er bis 1999. Aufgrund einer nie verheilten Verletzung aus dem 2. Weltkrieg erlitt Heinz Weiss 1999 eine schlimme Blutvergiftung, aufgrund...
... auch Osvalda. Schon damals, vor 66 Jahren, hatte Onna einem Trümmerhaufen geglichen. Denn die Wehrmachtssoldaten sprengten, bevor sie weiterzogen, in dem damals noch kleineren Ort gut ein Dutzend Gebäude. 65 Jahre lang gedachten allein die Menschen aus Onna des Martyriums. Kein hoher Besuch würdigte ihre Trauer. Erst, seitdem der mittelalterliche Ort zum zweiten Mal zerstört wurde - diesmal durch das Beben - steht vor dem Haus in der Via dei Martiri Nummer 26 auch ein Gedenkkranz der...
... hieß es in der Begründung eines Generals. Wie Josef Salz wurden im Zweiten Weltkrieg tausende Wehrmachtssoldaten wegen kleinster Regelverstöße abgeurteilt. Oft drohte schon die Todesstrafe, wenn Soldaten Kriegsgefangenen oder verfolgten Juden etwas zu Essen gaben. Etwa 30.000 Deserteure, Verweigerer und Kriegsverräter hat die NS-Justiz zum Tode verurteilt, 20.000 davon wurden bis Kriegsende hingerichtet. Doch während der Bundestag die Nazi-Urteile gegen Deserteure und...
... Entschädigungen zugesprochen hatte. Damals waren in der Ortschaft Civitella 203 Menschen von Wehrmachtssoldaten getötet worden. Ähnlich entschieden auch andere italienische Gerichte. Die Bundesrepublik sei «besorgt, dass hunderte zusätzliche Fälle gegen sie vorgebracht werden», heißt es in der Klageschrift. Der Weltgerichtshof möge verbindlich erklären, dass Italien die Immunität Deutschlands missachtet habe, indem es derartige Zivilklagen gegen die Bundesrepublik...
... das Urteil des italienischen Kassationsgerichts vom Oktober, nach dem Deutschland wegen des von Wehrmachtssoldaten angerichteten Massakers in der toskanischen Kleinstadt Civitella im Jahr 1944 eine Million Euro Entschädigung an neun Hinterbliebene zahlen müsse. Deutschland beruft sich darauf, dass es als souveräner Staat in italienischen Gerichten Immunität genießt und dass ein entsprechendes Urteil somit nicht vollstreckt werden könne. Die Bundesregierung forderte den Gerichtshof in...