Die kriegsgeplagte Ukraine steht vor dem nächsten Winter. Russische Drohnen- und Raketenangriffe führen zu Stromausfällen. Selenskyj spricht von mangelnder Vorbereitung. Will er Klitschko ersetzen?
Wolodymyr Selenskyj
Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj ist sei Mai 2019 der amtierende Präsident der Ukraine. Nach seinem Jurastudium wurde er vor allem als Entertainer in verschiedenen Bereichen bekannt. Er gewann die Präsidentschaftswahl der Ukraine mit etwa 73 Prozent der abgegebenen Stimmen und wurde am 20. Mai 2019 in Kiew in sein Amt überführt. Bis der russische Angriffskrieg auf die Ukraine beendet ist, bleibt er durch das Kriegsrecht im Amt.
Selenskyjs Kindheit und Jugend
Selenskyj kam am 25. Januar 1978 in Krywyj Rih in der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik auf die Welt. Er gehört einer russischsprachigen, jüdischen Familie an. Sein Vater, Oleksandr Selenskyj (* 1947), war Professor für Kybernetik, seine Mutter war Ingenieurin. Vier Jahre lang lebte die Familie in Erdenet, in der Mongolei, wo der Vater hinversetzt worden war. Selenskyj legte das Abitur ab und absolvierte daraufhin ein Diplomstudium der Rechtswissenschaft. Er war im Anschluss jedoch nie als Jurist tätig.
Vom Star-Comedian zum Präsidenten
Statt einer Karriere als Jurist strebte Wolodymyr Selenskyj nach einer Karriere als Entertainer. 1997 gründete er die Kabarettgruppe "Kwartal 95". Landesweite Bekanntheit erlangte er jedoch erst 2006 nach seinem Auftritt in der ukrainischen Version von "Dancing with the Stars", wo er den Wettbewerb gewann. Gemeinsam mit dem Komiker Maxim Galkin moderierte er 2013 und 2014 die Neujahrsshow des größten russischen Staatssenders Rossija 1. Als Russland 2014 jedoch die Halbinsel Krim annektierte und Selenskyj dagegen protestierte, bedeutete dies das Ende seiner Karriere im russischen Staatsfernsehen.
Ende der Karriere Selenskyjs als Entertainer
Auf das Ende der Zusammenarbeit mit dem russischen Sender gründeten Selenskyj und seine Kabarett-Truppe den Rundfunkveranstalter "Studio Kwartal 95", zudem wurde er Produzent des Fernsehsenders "Inter". 2015 bis 2017 produzierte er die Serie "Diener des Volkes" - eine Politkomödie über die Wahl des Präsidenten der Ukraine, in der er einen Charakter spielt, der mehr oder weniger zufällig an das Amt des Präsidenten gelangt. Ironischerweise wurde Selenskyj nach Gerüchten um eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2019 dann tatsächlich zum Präsidenten der Ukraine gewählt - mit der Partei, die sich nach seiner Serie benannte: "Sluha narodu".
Selenskyj privat: die Familie des Ukrainie-Präsidenten
Privat ist Selenskyj seit 2003 mit seiner Ehefrau Olena Selenska verheiratet. Das Paar hat 2 Töchter, die der ukrainische Präsident von Beginn des Krieges am 24. Februar bis mindestens Mitte Juli 2022 nicht treffen konnte - wohl aus Angst um ihre Sicherheit. Selenskyjs Vermögen wird auf mehrere Millionen Dollar geschätzt.
Aktuelle News zu Wolodymyr Selenskyj
Die Ukraine verlässt sich bei russischen Luftangriffen auf Daten ihrer Verbündeten, um Luftalarm auszulösen. Bei einem Angriff auf Kiew sei die Vorwarnung nun ausgeblieben, sagt Präsident Selenskyj.
Kiew und Moskau überziehen sich gegenseitig mit Angriffen auf die Energieinfrastruktur. Bei einem Telefonat stellt sich Merz klar auf die Seite der Ukraine.
Trotz Trumps angekündigter Energie-Waffenruhe soll Russland erneut eine ukrainische Energieanlage angegriffen haben. Selenskyj zeigt sich gesprächsbereit, während die EU weitere Sanktionen gegen Moskau plant.
Kurz nachdem Donald Trump eine begrenzte Waffenruhe im Ukraine-Krieg verkündet hatte, soll Russland bereits dagegen verstoßen haben. Währenddessen hat sich der Ton zwischen dem US-Präsidenten und seinem Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj zuletzt immer weiter verschärft. Für Kiew birgt dies einer aktuellen Analyse zufolge jedoch weitere Gefahren.
Russland greift ein Heizkraftwerk in Charkiw an. Präsident Selenskyj hofft dennoch, dass Moskau die aus Washington verkündete teilweise Waffenruhe im Energiebereich akzeptiert.
Nach Donald Trumps Angriff auf Wolodymyr Selenskyj legt Elon Musk nach. Seine scharfe Kritik am ukrainischen Präsidenten sorgt in Moskau für Jubel. Nun wächst die Sorge um Starlink und die Folgen für Kiew.
US-Präsident Trump will einen neuen Präsidenten der Ukraine sehen. Der Amtsinhaber in Kiew schiebt ihm aber einen Schwarzen Peter zu.
US-Präsident Trump macht einen Diesel-Deal mit Russland und fordert einen Präsidenten-Wechsel in der Ukraine. Deutschlands Außenminister betont dagegen, es brauche mehr Druck auf Kremlchef Putin.
Im Streit um den Ukraine-Krieg und Angriffe auf den russischen Energiesektor wettert US-Präsident Trump gegen den ukrainischen Präsidenten Selenskyj – und fordert dessen Abgang. Dabei behauptet er: Der Kremlchef will Frieden.
Die Ukraine hat mehrere russische Militärziele angegriffen, darunter Flugabwehrsysteme, Drohnenanlagen und Treibstofflager. Auch Munitionsdepots und ein russischer Kommandoposten wurden getroffen. Das Ausmaß der Schäden ist teilweise noch unklar.
Die USA und Russland vereinbaren eine Abschwächung von Sanktionen für einen Export von russischem Diesel. In der von Moskau angegriffenen Ukraine reagiert Präsident Selenskyj mit deutlichen Worten.
US-Außenminister Rubio zeigte sich skeptisch in Bezug auf die Aussichten auf eine Verhandlungslösung zwischen Russland und der Ukraine. Präsident Selenskyj ist bei seiner Reaktion wenig zurückhaltend.
Selenskyj zieht eine blutige Bilanz des russischen Großangriffs zu Putins Geburtstag. Dieser werde auch weiter Krieg führen.
In der Ukraine wird ein neuer russischer Großangriff aus der Luft befürchtet. Die Flugabwehr ist bereit, leidet aber unter Munitionsmangel.
Vor 85 Jahren verübten die Nationalsozialisten vor den Toren Kiews ein Massaker an den Juden der Stadt. Bei der zentralen Gedenkfeier in Babyn Jar spielt auch die Situation heute eine Rolle.
Kiew geht von Dreiergesprächen mit Moskau unter US-Vermittlung noch in diesem Monat aus. Ob Russland tatsächlich zu Verhandlungen bereit ist?
Während Friedrich Merz und Katherina Reiche Kiew besuchten, wurde die ukrainische Hauptstadt wiederholt von russischen Drohnen angegriffen. Die Wirtschaftsministerin glaubt nicht an einen Zufall und vermutet eine gezielte Einschüchterungsaktion von Wladimir Putin.
Alle reden über den Einsatz von Drohnen und ballistischen Raketen im Ukraine-Krieg. Aber es gibt eine andere Waffe, die die Ukraine weiter gerne hätte – und Deutschland seit 2023 nicht rausrückt.
Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew warnt den Westen vor einem Weltraumkrieg. Grund für seine Drohung ist die Forderung von Ukraine-Präsident Selenskyj, welchen er unverhohlen als "Idioten" beschimpfte, nach Maßnahmen gegen das russische Satellitensystem "Rasswet".
Seit Wochen kommt die ukrainische Hauptstadt Kiew wegen russischer Drohnen mit Düsenantrieb nicht zur Ruhe. An Abwehrmitteln wird mit Hochdruck gearbeitet. Und Hilfe naht auch aus Belgien.
Vor 85 Jahren besetzten deutsche Truppen die heutige ukrainische Hauptstadt Kiew. Sie ermordeten zehntausende Menschen. Präsident Selenskyj stellt bei einer Gedenkfeier den Bezug zur Gegenwart her.
Russland überzieht die Ukraine mit Luftangriffen. Das macht der Flugabwehr des Landes zu schaffen. Präsident Selenskyj spricht jetzt von einem Erfolg.
Die russischen Streitkräfte haben zuletzt spürbare Verluste in der Ukraine erlitten. Nach Erkenntnissen Kiews soll eine neue Mobilmachung in Russland abhelfen, ebenso wie ausländische Kämpfer.
Die russischen Angriffe gegen Städte der Ukraine gehen weiter. Nach der Akademie der Wissenschaft in Kiew trifft es jetzt auch eine medizinische Einrichtung.
Mit seinen jüngsten Angriffen gegen zivile Ziele verfolgt Moskau nach Ansicht Kiews gar keine militärischen Ziele. Daneben täusche Russland die Welt mit falschen Friedenssignalen.
Der ukrainische Präsident berichtet von mehr als 1.600 russischen Angriffen mit Gleitbomben allein in der vergangenen Woche. Die Angriffswelle traf auch Datenzentren und Häfen.
Der Kreml ist nach Meinung Kiews auch nach viereinhalb Jahren Krieg nicht bereit zu einem Friedensschluss. Vielmehr werde nach Vorwänden gesucht, den Krieg fortzusetzen.
Nach Angriffen auf Saporischschja und andere Städte mahnt Selenskyj: "Russland eskaliert jeden Tag." Er bestätigt auch ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ziele.
Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump haben sich am Rande der UN-Generaldebatte in New York zu einem 40-minütigen Gespräch getroffen. Für Aufsehen sorgte anschließend eine rätselhafte Handbewegung des US-Präsidenten.
Ukrainische Drohnen haben Wladimir Putins Kriegsplan in einer nächtlichen Angriffswelle empfindliche Rückschläge zugefügt. Nach Drohnen-Treffern standen Raffinerien in Flammen, kriegswichtige Fabriken wurden ebenfalls beschädigt.
Bereits mehrfach hat Selenskyj auf ein Milliardenloch im ukrainischen Haushalt hingewiesen. Waffenkäufe sind gefährdet. Kann Kiew seine Drohnenangriffe auf das russische Hinterland noch fortsetzen?
Der ukrainische Präsident fordert immer wieder ein Treffen mit Kremlchef Putin zur Beendigung des Krieges. Russland bietet das auch an - aber nur in Moskau. Nun sagt Selenskyj, was er davon hält.
Die Ukraine ist in ihrer Abwehr des russischen Angriffskrieges auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Doch in New York stellt ihr Präsident das Land auch als Lieferant von Sicherheit dar.
Selenskyj hat in New York am Rande der UN-Generaldebatte das gewünschte Gespräch mit US-Präsident Trump erhalten. Erneut ging es um eine Teilwaffenruhe im Energiebereich und neue Waffenlieferungen.
Der ukrainische Präsident im UN-Sicherheitsrat, Reden des iranischen und des syrischen Präsidenten bei der Generaldebatte: Am zweiten Tag der UN-Versammlung in New York stehen viele Termine an.
Der ukrainische Finanzbedarf steigt im fünften Kriegsjahr immer weiter. Für Infrastrukturprojekte ist kein Geld mehr da. Selenskyj bezeichnet die Haushaltslücke mit einem klaren Wort.
Selenskyj macht Hoffnung auf neue US-Hilfen: Was steckt hinter den angekündigten Gesprächen?
China ist Russlands großer Nachbar und vertritt offiziell eine neutrale Position im russisch-ukrainischen Krieg. Für Selenskyj ist das nicht genug und er erhebt konkrete Vorwürfe gegen Peking.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will zur Generaldebatte der Vereinten Nationen nach New York reisen. Dort möchte er bei Treffen mit Verbündeten neue Hilfen für sein Land herausschlagen.
Vor seiner Präsidentschaft machte Selenskyj als Komiker und Schauspieler Karriere. Nun zerstört ein russischer Drohnenangriff auch einen Teil von Selenskyjs Geschichte als TV-Mensch.
Kaum hat Kiew eine neue Abfangdrohne gegen Russlands schnelle Shaheds erfolgreich getestet, warnt ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums: Moskau entwickle bereits Billig-Marschflugkörper. Das könnte für die Ukraine zum Problem werden.
Russische Drohnenangriffe vor allem auf Lokomotiven häufen sich in der Ukraine. Zuletzt schreckte ein Angriff an der polnischen Grenze auf. Selenskyj spricht jetzt von stärkeren Schutzmaßnahmen.
Der US-Präsident verkündet überraschend einen Angriffsstopp auf Energieanlagen im Ukraine-Krieg. Kiew relativiert, ist aber zur Deeskalation bereit. Moskau schweigt.
Donald Trump fordert Wolodymyr Selenskyj auf, Angriffe auf russische Dieselanlagen zu stoppen. Der US-Präsident macht den Ukraine-Krieg für die Treibstoffkrise mitverantwortlich und sorgt damit für Kritik.
Wladimir Putin lehnt ein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj beim G20-Gipfel in Miami ab. Der Kreml signalisiert Gesprächsbereitschaft, stellt dafür jedoch eine brisante Bedingung: Selenskyj soll nach Moskau kommen.
Seit Monaten hat es zwischen Moskau und Kiew keine direkten Gespräche mehr über ein mögliches Kriegsende gegeben. Nun laufen Vorbereitungen für eine nächste Runde - zumindest in Kiew.
Russland überzieht die Ukraine seit Jahren mit Krieg. Kiew wehrt sich vor allem mit Drohnenangriffen und hat laut Präsident Selenskyj erneut Ziele im russischen Hinterland getroffen.
Entging Wolodymyr Selenskyj nur haarscharf dem Tod? Beim Start in Moldau wäre das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten, der auf dem Weg zur Beerdigung des norwegischen Königs Harald in Oslo war, beinahe von einer Drohne getroffen worden.
Auch der ukrainische Präsident reiste nach Oslo, um König Harald V. die letzte Ehre zu erweisen. Auf dem Weg soll es laut dem norwegischen Regierungschef allerdings einen Zwischenfall gegeben haben.