... Bedrängnis. Heinrich konnte die Gefahr 1077 mit dem «Gang nach Canossa» und der Aufhebung des Exkommunikation im letzten Moment noch abwenden.Barbarossa wehrte sich während seiner fast 40-jährigen Regentschaft gegen diesen «päpstlichen Anspruch auf Überordnung über jede weltliche Macht». Deshalb konnte der Staufer auch im vom protestantischen Preußen dominierten Deutschland des 19. Jahrhunderts zum Nationalmythos aufsteigen. Eingedenk der Erfahrungen des Saliers Heinrich aber...
... das Fernsehinterview mit der Holocaust-Leugnung publik wurde, hatte der Vatikan die Aufhebung der Exkommunikation von Williamson und drei weiteren Bischöfen der Bruderschaft bekanntgegeben. Der Papst soll aber von den Interviewäußerungen nichts gewusst haben.Williamson hatte gesagt, er glaube nicht, dass es Gaskammern der Nazis gab. Allenfalls seien bis zu 300 000 Juden in Konzentrationslagern umgekommen. «Ich glaube nicht, dass sechs Millionen vergast wurden», hatte der Bischof gesagt....
... Der Vatikan hatte just in der Zeit, als der Inhalt des Interviews publik wurde, die Aufhebung der Exkommunikation von Williamson und drei weiteren Bischöfen der Bruderschaft bekanntgegeben. Die Aussagen Williamsons sollen dem Papst damals aber noch nicht bekannt gewesen sein.Infos der Bruderschaft zu den...
... 2009 hatte Papst Benedikt XVI. Williamson neben anderen Bischöfen der Piusbruderschaft von der Exkommunikation befreit. Benedikt stellte nun klar, dass er dies nicht getan hätte, wenn er gewusst hätte, dass Williamson die Existenz der Gaskammern der Nazis leugnet. Im Buch des Autors Peter Seewald, das nächste Woche erscheint und aus dem der Focus vorab zitiert, sagt der Papst: «Dann hätte zunächst der Fall Williamson abgetrennt werden müssen. Aber leider hat niemand bei uns im...
... exkommuniziert worden waren. Wenige Tage nach der Holocaust-Leugnung hob Benedikt XVI. die Exkommunikation wieder auf, der Vatikan verlangte aber wenig später eine Entschuldigung von Williamson für seine Äußerungen. Inzwischen hat der Vatikan einen Dialog mit den konservativen Traditionalisten begonnen, um sie wieder in die katholische Kirche aufzunehmen. © 2010 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights...
... wird zu Guttenberg Verteidigungsminister. Papst holt Piusbrüder zurück Nach der Rücknahme der Exkommunikation des Holocaust-Leugners Richard Williamson und drei weiterer Bischöfe der ultrakonservativen Piusbruderschaft stürzt eine Welle der Kritik über Papst Benedikt XVI. herein. Der 2005 als Hoffnungsträger gestartete erste deutsche Papst seit 500 Jahren erscheint vielen Gläubigen als Bremser einer Reform der katholischen Kirche. Viele Katholiken treten aus ihrer Kirche aus. Der...
... Jahresbeginn hatte Benedikt unablässig im Kreuzfeuer der Kritik gestanden, weil der die Exkommunikation von vier Traditionalistenbischöfen zurückgenommen hatte - darunter auch des Holocaustleugners Richard Williamson. Zwei anstrengende Reisen waren gefolgt: Im März führte ihn seine erste Afrikareise nach Kamerun und Angola. Anfang Mai fuhr er in den Nahen Osten - seine bisher wichtigste und heikelste Reise. Ein dichtes Programm für den 82-Jährigen, bei seiner Wahl der älteste...
... und moralische Vorstellungen verstieß, musste mit öffentlichen Ermahnungen oder gar mit der Exkommunikation rechnen. Doch obwohl er selbst gern alle Fäden in der Hand hielt, war Calvin eine Anballung von Macht bei einem einzelnen Menschen suspekt. Um die Souveränität Gottes hochzuhalten, durfte es keinen gottgleichen Herrscher auf Erden geben. Vielmehr wollte Calvin eine Herrschaft von mehreren, die sich belehren und ermahnen konnten. Aus diesem Verständnis heraus schuf Calvin in...
... Zusammenarbeit mit anderen Religionen ab. Papst Benedikt XVI. hatte zum Jahresanfang die Exkommunikation von vier Piusbischöfen zurückgenommen. Gegen den britischen Holocaust-Leugner Richard Williamson, einen der vier Bischöfe, ermittelt die Regensburger Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung. Williamson hatte in einem Fernsehinterview im vergangenen Jahr in Zaitzkofen den Massenmord an den Juden in den Nazi-Gaskammern stark relativiert. Fellay bezeichnete dies als die private...
... Bernard Fellay, wird in Zaitzkofen erwartet. Papst Benedikt XVI. hatte zum Jahresanfang die Exkommunikation von vier Piusbischöfen zurückgenommen. Allerdings hatte der Vatikan später ausdrücklich darauf hingewiesen, Priesterweihen der Piusbrüder seien aus Sicht der katholischen Kirche «nach wie vor» unerlaubt. Die Bruderschaft räumte zwar ein, dass die Priesterweihen kirchenrechtlich nicht zulässig seien. Dennoch wollen die Piusbrüder daran festhalten. Der Leiter...
... Johannes Paul II. gegen die Lefebvre-Bischöfe, zu denen die Piusbrüder zählen, verhängte Exkommunikation auf. Zugleich erlaubte er ihnen wieder die Praktizierung des alten Messritus in lateinischer Sprache und mit dem Rücken zum Kirchenvolk. Der Papst sucht Versöhnung und Einheit der Kirche. Aber er sucht sie ausschließlich auf der rechten Seite. Seit Benedikts Amtsantritt vor vier Jahren gibt es eine Entwicklung, die sich gegen das Zweite Vatikanum richtet. Sichtbar wird diese...
... schaffte er es nicht, viele andere Entscheidungen seines Pontifikats vergessen zu machen. Die Exkommunikation des Holocaust-Leugners Richard Williamson, die Wiedereinführung der umstrittenen Karfreitagsfürbitte, in der Katholiken für die Erleuchtung der Juden beten – damit hatte der Papst weltweit Kritik auf sich gezogen und die jüdische Gemeinschaft erbost. Charlotte Knobloch hätte sich, so sagt sie, gewünscht, dass Benedikt zu diesen Themen Stellung bezogen hätte. Dann...
... Umgang ... mit dem Judentum insgesamt» geben müsse, hatte sie erklärt. Der Papst hatte die Exkommunikation von Holocaust-Leugner Richard Williamson aufgehoben und damit einen Sturm der Entrüstung auch in der eigenen Kirche ausgelöst. Der Kardinal betonte, entgegen der weit verbreiteten Meinung habe der Papst mit Williamson «keinen Holocaust-Leugner rehabilitiert». «Der Papst wusste nichts von den unsäglichen Äußerungen Bischof Williamsons. Und die Aufhebung...
Benedikt XVI. räumt in einem persönlichen Brief zur umstrittenen Rücknahme der Exkommunikation von vier Pius-Brüdern Fehler ein. Nach Angaben des Vatikans wird das Schreiben an diesem Donnerstag veröffentlicht. Nach Berichten der katholischen Nachrichtenagentur kath.net und der italienischen Zeitung Il Giornale bekräftigt Benedikt in dem Brief nachdrücklich seinen Willen zur Versöhnung, beklagt aber auch die «Feindseligkeit», die ihm von Katholiken im Streit um die...
... Lehmann hatte gestern den Papst verteidigt und die Gruppierung kritisiert. Mit der Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Bruderschaft, darunter Williamson, habe der Papst seinen Mut gezeigt und «einen Schritt des äußersten Entgegenkommens gewagt», erklärte der Mainzer Bischof in einem Hirtenbrief. «Es ist ein Schritt, der sehr verletzlich macht, wenn die Angesprochenen eine solche extreme Geste nicht annehmen», betonte er. «Hier kann ich in...