... Die intimen Momente während der täglichen Krankenbesuche bei einem großen französischen Ethnologen hielt der Künstler auf Papier fest. Die Radierungen zeigen den fast ausgelöschten und abgemagerten Menschen - am Ende bleibt nur ein Liniengefüge. Leary, einer der wichtigsten Köpfe des Surrealismus in der Literatur, habe die sehr wichtigen Gedichte speziell für das Künstlerbuch geschrieben.Damit sei das Künstlerbuch ein Zeugnis des dichten Netzwerkes der Intellektuellen im...
... charakteristische HipHop-Stile, mit der eigenen Sprache und eigenen Instrumenten», erklärt der Ethnologe. Als Mix mit Highlife kam in Ghana der Hiplife auf.Zuvor hatte Highlife auch Afrikaner begleitet, die ins Exil gingen. Ghanaer in Hamburg beispielsweise entwickelten den «Burger-Highlife», eine verpoppte und elektrifizierte Version. «Der Stil wurde in der Diaspora fast noch erfolgreicher als zuhause», sagt Dorsch.Aber warum ist ein Archiv für afrikanische Musik in Deutschland...
... Identität aufgreifen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss und der deutsche Philosoph Ernst...
... Zurschaustellung des Fremden und Anderen bekam durch Mediziner, Anthropologen und Ethnologen den Anstrich des Wissenschaftlichen. Körper und Kopfformen wurden vermessen. Der wissenschaftliche Rassismus hat die Praxis der Ausschließung der Fremden verschärft, wie Thuram betonte. Und er ist überzeugt: «Wenn uns morgen Wissenschaftler kleine grüne Menschen im Freizeitpark Jardin d'acclimatation zeigen würden, werden wir massenweise hinströmen.» 1890 wurde dort jedenfalls...
... aus der Ex-DDR beliebt wie nie. Ein Zeichen für neues Selbstbewusstsein der «Ossis», sagen Ethnologen.Im Laden von Bianca Schäler kommt die Erinnerung palettenweise. Gerade werden ein paar Dutzend Kisten «Dresdner Russisch Brot» geliefert - ein Renner bei den Kunden, sagt die 50-Jährige. Schäler betreibt in Berlin-Mitte das «Ostpaket» - ein Fachgeschäft für Lebensmittel mit DDR-Erinnerung. Es liegt ziemlich versteckt im recht heruntergekommenen Berlin Carré. Trotzdem ist bei...
... eine von zig Händlern: Zur Berliner Ostprodukte-Messe Ostpro kamen im April rund 130 Aussteller.Ethnologen sind gar nicht so überrascht über den anachronistischen Ost-Hype: «Immer noch ist die Mehrheit der im Osten lebenden Menschen in der DDR aufgewachsen. Und die haben zu einzelnen Dingen des Alltags oft eine sehr enge Bindung, in emotionaler wie in ästhetischer Hinsicht», sagt der Direktor des Instituts für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität in Berlin, Wolfgang...
... an die Wüstengrenze zwischen den USA und Nordmexiko verpflanzt werden, überrascht nicht nur Ethnologen.Edwards wollte sich offenbar nicht auf ein Genre festlegen - Elemente von Alien-Horror, Liebesfilm, Politdrama und Roadmovie reihen sich zu einem merkwürdigen Potpourri aneinander. Als die Helden sich am Ende an einer Tankstelle vom Balzverhalten zweier bunt blinkender Oktopus-Aliens beeindrucken lassen und sich in die Arme fallen, mutiert «Monsters» sogar noch zur...
... Buch haben Sie vor der Veröffentlichung von Fachleuten wie Sozialpsychologen, Neurobiologen und Ethnologen begutachten lassen. Precht: Ja, ihnen hat das Buch gut gefallen. Außerdem hilft es mir, mich von vornherein gegen eventuelle Kritik zu immunisieren. Nach der Liebe nun also der Altruismus. Welche große Frage der Menschheit nehmen Sie sich als nächstes vor? Precht: Ich bin jetzt erstmal froh, mit dem Buch - immerhin rund 500 Seiten - fertig zu sein. Ärgert es Sie, gelegentlich...
... «Amistad». Grausame Vergangenheit verbindet USA, Kuba und Afrika Der kubanische Ethnologe und Schriftsteller Miguel Barnet, ein Experte für die afrikanische Diaspora, hält die Fahrt der neuen «Amistad» für äußerst wichtig. Der Schrecken der Sklaverei habe schließlich eine starke Verbundenheit hinterlassen, nicht nur zwischen den USA und Kuba, sondern auch zwischen der Karibik und Afrika. «Deshalb ist die Fahrt eine Hommage an die Männer und Frauen,...
... durch Hochleistungsteleskope belegt werden, doch durch die Feldforschung zweier französischer Ethnologen in Westafrika kursierten schon ab den 1920er Jahren Geschichten, dass der Sirius in der Dogon-Kosmologie eine besondere Bedeutung habe. Die Dogon hätten demnach schon seit Urzeiten von der Existenz des Doppelsterns gewußt. Ganz ohne Teleskope. Weltweites Aufsehen erregte das Sirius-Rätsel aber erst Mitte der 1970er durch das gleichnamige Buch von Robert Temple, in dem er...
... Diskriminierungserfahrung, dass man sich immer noch als Türke fühlt. Andreas Goldberg ist Ethnologe und Politikwissenschaftler und derzeit Geschäftsführer der Stiftung Zentrum für Türkeistudien (ZfT). Die Mission des ZfT ist, die deutsche Öffentlichkeit über die Türkei, die türkischen Migranten und andere Zuwanderer zu informieren – auf politischer und gesellschaftlicher Ebene. Dazu führt das ZfT verschiedene Studien und Befragungen durch, unter anderem seit zehn Jahren...
vor seinem 101. Geburtstag ist der französische Ethnologe und Anthropologe Claude Lévi-Strauss gestorben. Das teilte die Akademie der Wissenschaften in Paris mit, ohne den genauen Todestag zu nennen. Lévi-Strauss, der als Vater der modernen Anthropologie und Begründer des ethnologischen Strukturalismus gilt, ist vor allem mit seinen Studien von Naturvölkern bekanntgeworden. Er wäre am 28. November 101 Jahre alt geworden. Zu den bekanntesten Werken des Wissenschaftlers gehören unter...
... würden auch immer gerne genommen. Vor allem am Wochenende. Ein Journalist der Zeit fordert den Ethnologen Prinz Asfa-Wossen Asserate einmal auf, einen hässlichen Satz zu sagen, den es nur im Deutschen gebe. Und Asserate antwortete: «Draußen nur Kännchen.» Die ablehnende Haltung gegenüber diesem Slogan des Kleinbürgertums mag auch daran liegen, dass er meist recht barsch daherkommt, was sich, über die Jahre, als geschäftsschädigend herausgestellt haben könnte. Für...
... «Natürlich haben sie ein Anrecht auf ihre Tradition», betont Marc Murschhauser, Ethnologe an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Allerdings erbeuteten die nur so viele Robben, wie sie selbst brauchten. «Die Fischer, die die Robben abschlachten, haben mit den Inuit nur sehr begrenzt etwas zu tun und nur zu einem ganz geringen Teil Eskimo-Blut», meint er. Außerdem jagten die Ureinwohner mit Harpunen, die Knüppel seien eher eine Tradition der...