Berlin - Die Deutsche Bahn fordert einem Bericht zufolge für die verspätete Auslieferung von 16 ICE-3-Zügen Schadensersatz von der Herstellerfirma Siemens.
Berlin/München - Die Deutsche Bahn fordert von Siemens für die verspätete Auslieferung von 16 ICE-3-Zügen laut «Bild am Sonntag» jetzt 45 bis 50 Millionen Euro Schadenersatz - deutlich mehr als bisher.
Einen Wintereinbruch im Januar wird die Deutsche Bahn nach eigener Einschätzung besser verkraften als in den Vorjahren. In allen Bereichen habe sich das Unternehmen intensiver vorbereitet als je zuvor.
Angesichts andauernder Technikschwierigkeiten mit neuen Zügen hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) mehr Zuverlässigkeit bei der deutschen Bahnindustrie angemahnt.
Die Bahn kann auf etwas Verstärkung für ihre Flotte hoffen - im kommenden Winter bleiben die dringend benötigten Reserven als Ersatz bei Störungen aber zu klein.
Die Bahn befürchtet nach einem Bericht des Magazins «Der Spiegel», dass Siemens mit der Lieferung von sieben neuen ICE-3-Zügen in Verzug gerät. Die Bahn wollte dazu am Samstag keine Stellung beziehen.
Nikolaus Breuel muss sich einen neuen Job suchen: Der Vorstandschef des Bereichs Personenfernverkehr der Deutschen Bahn wird entlassen. Auch weitere Vorstandsmitglieder müssen gehen.Hintergrund könnte Zwist mit dem Chef sein.
Die Deutsche Bahn und Siemens wollen langfristig gemeinsam in das US-Eisenbahn-Geschäft einsteigen. Zuvor gibt es allerdings noch eine Weiche zu stellen. Welcher Konzern trägt die Kosten für das ICE-Achsen-Desaster bei den ICE-3-Zügen?
Ab Montag sollte alles wieder nach Fahrplan laufen, doch nun droht weiteres Chaos. Die Bahn nimmt 70 ICE-T-Züge aus dem Verkehr. News.de erklärt, was Bahnkunden jetzt beachten müssen.