Missbrauch in Gelsenkirchen und Essen: Perfide! Gruppenvergewaltiger suchten ihre Opfer per Whatsapp

Einer Gruppe junger Männer wird vorgeworfen, ihre minderjährigen Opfer in Gelsenkirchen und Essen missbraucht zu haben. Per Whatsapp wurden die minderjährigen Schülerinnen ausgespäht, schließlich entführt und stundenlang vergewaltigt.

Per WhatsApp wurden die Opfer ausgesucht. Bild: dpa

Einer Gruppe junger Männer wird vorgeworfen, ihre minderjährigen Opfer in Gelsenkirchen und Essen missbraucht zu haben. Vier Verdächtige im Alter von 18 bis 23 Jahren sitzen seit Mitte Februar in Untersuchungshaft, ein 16-Jähriger ist wegen seines Alters auf freiem Fuß. Die Ermittler gehen davon aus, dass mindestens sechs Mädchen Opfer geworden sind - bisher haben drei 16-Jährige Anzeige erstattet.

Gruppenvergewaltigung in Essen und Gelsenkirchen

Der letzte noch gesuchte Verdächtige - der 18-jährige Dean Martin L. - war wenige Tage später festgenommen worden, nachdem er sich in Begleitung seines Anwalts der Polizei gestellt hatte. Bei der Vernehmung habe er aber keine weiteren Aussagen gemacht, sagte ein Polizeisprecher. Er gehört nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft zu der Gruppe junger Männer, die die Mädchen in wechselnder Zusammensetzung vergewaltigt haben sollen.

Dean Martin L. (18) war der Lockvogel der Gruppenvergewaltiger

Laut Verteidiger des 18-jährigen Dean Martin L. hat sich sein Mandant nur ganz allgemein geäußert. Der junge Mann sehe sich möglicherweise "mehr in der Opfer-, als in der Täterrolle". Der Anwalt warnte davor, den Verdächtigen nun "am Stammtisch" schon "zur Höchststrafe" zu verurteilen. Laut "Bild"-Zeitung war der 18-Jährige der Lockvogel für die Männerbande.

18-Jähriger spähte Missbrauchsopfer per WhatsApp aus

Die mutmaßlichen Täter sollen über soziale Netzwerke oder Bekannte Kontakt zu den Mädchen aufgenommen haben. Zunächst habe sich ein junger Mann, Dean Martin L., aus der Gruppe mit einem Mädchen getroffen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dann seien weitere junge Männer dazugekommen. Mit einem Auto sei man gemeinsam durch die Stadt gefahren und habe dem Mädchen das Handy abgenommen, bevor es dann an entlegenen Orten zu den Sexualstraftaten gekommen sei. Bei den Ermittlungen wurden unter anderem Handy-Chats ausgewertet.

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Stundenlang wurden die minderjährigen Schülerinnen missbraucht

Den Mädchen sei laut "Bild"-Zeitung im Auto gedroht worden, die Türen wurden verriegelt und man drohte ihr Knochenbrüche und Schläge an, wenn sie nicht mitmachen würde. "Um den Drohungen Nachdruck zu verleihen, soll es einen Faustschlag in den Magen gegeben haben", schreibt die "Bild". Die Täter sollen schließlich zu dem Opfer auf die Rückbank geklettert sein und sie stundenlang missbraucht haben.

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fka/news.de/dpa

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