Mindestens sechs Rathäuser in ganz Deutschland sind am Dienstag zwangsweise geräumt und geschlossen worden, nachdem Gewaltandrohungen eingingen. Betroffen sind unter anderem Augsburg, Kaiserslautern, Göttingen und Chemnitz.

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Kindesmissbrauch in Freiburg: Behörden-Versagen! Gericht schickte Jungen zu Mutter zurück 

Ein neunjähriger wurde von seiner Mutter und dessen Lebensgefährten über Jahre im Internet zum Sex angeboten. Nun kommen immer mehr Details zum Martyrium des Kindes ans Licht.

Der neunjährige Junge aus Freiburg wurde seit 2015 im Internet zum Sex angeboten. Bild: dpa

Im Fall des vermutlich jahrelang sexuell missbrauchten Jungen in Freiburg wollen enge Angehörige des Lebensgefährten der Mutter von dem Martyrium des Jungen nichts mitbekommen haben. Man habe ihm nichts angemerkt, sagten in einem am Sonntagabend ausgestrahlten "Spiegel TV"-Bericht Mutter und Schwester eines Hauptverdächtigen.

47-jährige Mutter und 39-jähriger Lebensgefährte boten Jungen für Sex im Internet an

Der 39-Jährige hat mit der 47-Jährigen zusammengelebt, die ihren neunjährigen Sohn nach Ermittlerangaben knapp zwei Jahre lang im Internet gegen Geld für Sex vermietet haben soll. Auch der Mann soll beteiligt gewesen sein, wie Oberstaatsanwalt Michael Mächtel in dem Bericht sagte.

Der Junge sei pfiffig gewesen, ein schlauer Bursche, sagte die Schwester des Mannes. "Da hat man nichts angemerkt." Er habe viel gespielt mit einem Gameboy. Er habe zu ihrem Bruder "Papa" gesagt, sagte die Frau. "Deswegen hat man nichts gemerkt, das ist es ja." Wie "stern.de" schreibt, soll sich auch der Lebensgefährte der Mutter mehrfach an dem Kind vergangen haben.

Vorbestrafter Sexualstraftäter lebte verbotenerweise bei Mutter des Jungen

Der Deutsche ist ein vorbestrafter Sexualstraftäter und wohnte verbotenerweise bei seiner ebenfalls deutschen Freundin und ihrem Sohn. Die Mutter des Verdächtigen sagte in dem Interview, dass ihr Sohn mit Anfang 30 eine Beziehung zu einem 14 Jahre alten Mädchen gehabt hätte. Sie sprach bei "Spiegel TV" auch von "pädophilen Dingern auf dem Computer" ihres Sohnes.

Neben dem Mann und der Lebensgefährtin sitzen sechs weitere Männer zwischen 32 bis 49 Jahren wegen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung in Untersuchungshaft. In einem Fall ist auch bereits Anklage erhoben worden - gegen wen, wollten die Ermittler noch nicht sagen.

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