Im Alter von 12 bis 16: 43.200 Vergewaltigungen: Mexikanerin erlebt Horror

Sie war gerade mal 12 Jahre alt, als sie von einem Menschenhändler in die Prostitution geschickt wurde. 4 Jahre lang erlebte Karla Jacinto den reinsten Horror - über 43.000 Vergewaltigungen musste sie über sich ergehen lassen. Kinderprostitution ist in Mexiko keine Seltenheit.

Eine damals 12-jährige Mexikanerin wurde in die Zwangsprostitution geschickt und während ihres Martyriums über 43.200 Mal vergewaltigt. (Symbolbild) Bild: fotolia/kmiragaya

Ihre schreckliche Geschichte beginnt als Karla Jacinto im Alter von 12 Jahren einen zehn Jahre älteren Mann kennen lernt. Er ist nett zu ihr, gibt ihr Süßigkeiten, kauft ihr Klamotten, hat ein großen Auto und schenkt ihr genügend Aufmerksamkeit. "Alles war schön", erklärte Karla dem Sender "CNN". Nach ein paar Monaten beginnt der Horror. Der Mann, bei dem sie schon seit drei Monaten wohnt, ist ein Zuhälter und Menschenhändler. Er schickt sie in die Prostitution - mit 12 Jahren.

Karla Jacinto aus Mexiko wurde zwischen 12 und 16 Jahren über 43.000 Mal vergewaltigt

In ihrer ersten Woche als Prostituierte musste sie 20 Freier am Tag bedienen, später waren es 30. Ihre Schicht begann um 10 Uhr morgens und endete um Mitternacht. Den Freiern interessierte weder ihr Alter noch, dass sie dabei weinen musste. "Ich musste meine Augen schließen, damit ich nicht sehe was sie mit mir anstellen." Nur so habe sie nichts gefühlt. Freie Tage hatte sie nicht. Damit kam die Mexikanerin, die nach eigener Aussage aus zerrütteten Familienverhältnissen kommt, auf über 43.000 Vergewaltigungen.

Die mittlerweile 23-jährige erzählt heute unter anderem auf Kongressen ihre Leidensgeschichte. Bild: Screenshot Youtube (Breaking News)

Polizisten helfen nicht, sondern vergehen sich an den Mädchen

Eines Tages dachte sie, ihr Martyrium würde abrupt enden. Als sie in einem Hotel arbeitete stürmte die Polizei die Anlage und schickte alle Freier raus. Doch statt die Mädchen zu retten, vergingen sich auch die Polzisten an ihnen. Teilweise waren die Kinder erst zehn Jahre alt. Karla war zu diesem Zeitpunkt 13. Zwei Jahre später brachte sie selbst ein Kind zur Welt - von einem Zuhälter, der ihr Kind als Drohmittel benutzte. Entweder sie tut was er sagt oder er tötet das Baby.

Erst mit 16 Jahren wird Karla schließlich von einer Hilfsorganisation gerettet. Heute setzt sich die inzwischen 23-Jährige Mexikanerin offen gegen den Menschenhandel ein, erzählt ihre Geschichte auf Konferenzen und öffentlichen Veranstaltungen. Damit will sie vor allem darauf aufmerksam machen, dass Menschenhandel und Zwangsprostitution auch heute noch weltweit vorkommen.

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jko/mie/news.de

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