... Familien, durch miteinander verwobene Leben. Dann sind wir auch ab und zu rüber. Für Ostmark habe ich mir Bücher gekauft - Alfons Zitterbacke und Karl Marx. Gab es nach der Wende so etwas wie «Westalgie» für Sie, ein Zurücksehnen nach der Zeit vor der Wende? Fürmann: Klar, ich fand Berlin voll scheiße zu diesem Zeitpunkt. Die Stadt war voller hupender Trabis und BMWs. Der Westberliner Charme ist ausgetauscht worden für eine weitere riesige stinkende...
... in vielen Fällen nicht mehr lohnte. Den Ost-Firmen wurde nicht geholfen über eine Abwertung der Ostmark. Dabei hatten das Frankreich und Italien jahrelang mit ihrer Währung gemacht, um die Produktivitätslücke ihrer Firmen im Vergleich zu den Westdeutschen zu schließen. Eine Aufwertung des Yuan würde nun chinesische Produkte im Ausland teurer machen, was ihre Wettbewerbsfähigkeit einschränken könnte. Das könnte das Wachstum im Lande bremsen, was Peking nicht will. Gleichzeitig...
... und West. Während die Verbraucher zwischen Hamburg und München nur selten zu den traditionellen Ostmarken greifen, haben diese in den neuen Ländern ein viel positiveres Image. Die Sehnsucht nach Regionalität spielt da auch eine große...
... nicht mehr Germina sondern Crazy-Falcon. Der Grund sind Namensstreitigkeiten um die ehemalige Ostmarke. Der frühere Besitzer, Frank Nothnagel, hatte zwar im Jahr 2001 Insolvenz angemeldet, die Namensrechte aber offenbar behalten. Als er sich vor einem Jahr selbst wieder entschlossen hatte, Skier an seinem neuen Standort in Unterschönau herzustellen, hat er Einspruch gegen die Namensnutzung anderer eingelegt. Stand des letzten richterlichen Urteils ist: Frank Nothnagel ist nach wie vor...
... zum Mauerbau im August 1961 hatte der Klub noch extra Kassen unterhalten, an denen Tickets für Ostmark zu haben waren - eins zu eins. Mit dem Mauerbau waren sogar Spieler der 1. Mannschaft von ihrem Verein abgeschnitten. «Ihre» Hertha konnten die Fans in Ostberlin nur noch sehen, wenn sie in internationalen Wettbewerben auf Vertreter der DDR-Oberliga traf. Ein kleiner Haufen reiste auch zu den Spielen, wenn die Berliner bei Vereinen im sozialistischen Ausland antraten. Sonst...
... System drohte instabil zu werden. Ich bringe ein Beispiel. Man nennt es Arbitrage. Der Kurs der Ostmark lag damals bei eins zu sieben. Durch einfaches Ummelden konnte man daraus einen Nutzen ziehen. Wenn etwa ein DDR-Bürger von Halle nach Wolfsburg umzog und dort seinen Anspruch auf Sozialhilfe geltend machte, bekam er 500 bis 700 D-Mark. Er brauchte das dann nur mit dem Kurs eins zu sieben umzurubeln - und hatte plötzlich ein fantastisches Gehalt. Damit war völlig klar, dass die D-Mark...
... Retter in Aktion treten. Dem Zeitungsartikel zufolge werde im Hause Opel darüber nachgedacht, die Ostmarke Wartburg wiederzubeleben. Auch ein Bild des neuen Wartburgs war gleich mit abgedruckt. Das schmucke Mobil im leuchtendem Rot scheint vom Design eine Mischung zwischen VW Golf, Opel Corsa und Mazda 3. Bei genauem Hinschauen wurde die Vorfreude jedoch etwas getrübt. Unter dem Bild steht: «Eine Projektstudie des Autobild-Zeichners Huckfeld.» Einen wirklichen Testwagen gibt es...
... Verkündung der Idee einen Stein ins Rollen gebracht haben. Abwegig ist es jedenfalls nicht, die Ostmarke als preiswerte Alternative zu hochpreisigen deutschen Klein- und Mittelklassewagen wieder auf die Straße zu lassen. Die Nachfrage dafür scheint es zumindest zu geben, wie das Kaufverhalten der Deutschen zeigt. Denn auch wenn die Abwrackprämie dem hiesigen Automarkt vor allem Dacias, Fiats und Daihatsus bescherte, hat sie doch eine Erkenntnis hervorgebracht: Die meisten deutschen...
... einen Währungsverbund zu schaffen. In der ersten Phase sollte der Tauschkurs eine D-Mark zu drei Ostmark sein und später langsam weiter angeglichen werden. Mit der dann aber umgesetzten schnellen Währungsunion wurden die Betriebe schlagartig zahlungsunfähig, sie mussten auf einmal Löhne und Verpflichtungen in D-Mark bezahlen, und gleichzeitig konnten die Kunden aus den Ostblockstaaten sich keine Produkte mehr aus den neuen Bundesländern aufgrund der teuren D-Mark leisten. Für die...
... hatte Penny schon im vergangenen Sommer begonnen, den Anteil von Ostwaren ausbauen. Alte Ostmarken wie Radeberger Pils oder Spee-Waschmittel gingen schon kurz nach der Wende in den Besitz von großen Westkonzernen. So übernahm Henkel die DDR-Monopolmarke Spee, Radeberger wurde von der Frankfurter Binding-Brauerei geschluckt. Mittlerweile ist das schon zu DDR-Zeiten beliebte Pils Flaggschiff der gleichnamigen Brauerei-Gruppe des Oetkerkonzerns. Auch die Florena Handcreme, die 2002 an...
... für Ossis viel schlimmer sind. Sie haben gerade erst riesige Umwälzungen hinter sich, von der Ostmark zur D-Mark und zum Euro, von der Diktatur zur Demokratie, vom sicheren Auskommen zur ständigen Gefahr der Arbeitslosigkeit. Deshalb ist die Angst hier viel gewaltiger. Die Globalisierung und Freiheit, von der man sich im Osten so viel versprochen hat, zeigt jetzt ihre hässliche Fratze. Das muss man denen erst einmal klar machen. Die Menschen haben gerade erst erlebt, wie die DDR...