Wolodymyr Selenskyj: Ukraine-Präsident warnt vor Trumps Russland-Kurs – "Wir können nicht überleben"
Wolodymyr Selenskyj warnt vor dem Verlust der US-Unterstützung. Nach Donald Trumps Annäherung an Russland spricht der ukrainische Präsident über die Sorgen um die Zukunft seines Landes. Auf X wächst die Wut auf Trump.
Von news.de-Redakteurin Mia Lada-Klein - Uhr
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- Selenskyj fühlt sich von Trump im Stich gelassen
- Ukrainischer Präsident warnt: "Sonst können wir nicht überleben"
- X-Nutzer stärken der Ukraine den Rücken und kritisieren Trump scharf
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Wolodymyr Selenskyj schlägt angesichts der jüngsten Entscheidungen von Donald Trump Alarm. Der ukrainische Präsident befürchtet, die Unterstützung der USA zu verlieren, während sich Washington Russland annähert. In einem Interview mit dem britischen Moderator Piers Morgan spricht Selenskyj offen über seine Enttäuschung. Auf X stellen sich zahlreiche Nutzer hinter die Ukraine und üben scharfe Kritik am US-Präsidenten.
Zelensky: It's a pity that we are losing a strong partner. Morgan: You think you're losing America? Zelensky: Yeah, but not because of us. We can’t be weak. Otherwise, we can’t survive… This is why it’s painful when Trump chooses to be on Russia’s side. This is not the right side of history.
— Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) October 14, 2026
Selenskyj fühlt sich von Donald Trump im Stich gelassen
Die Spannungen zwischen Kiew und Washington nehmen zu. Auslöser sind unter anderem der umstrittene Diesel-Deal zwischen den USA und Russland, die Auseinandersetzungen über eine Waffenruhe sowie Einschränkungen bei der militärischen Unterstützung. Auch die Debatte über eine mögliche Ablösung Selenskyjs sorgt in der Ukraine für Unmut.
In einem Interview mit Piers Morgan kritisierte Selenskyj insbesondere, dass Trump seiner Ansicht nach zunehmend Russland entgegenkomme. "Es ist schmerzhaft, wenn Präsident Trump eine Seite wählt und nicht unsere", erklärte Selenskyj. Für den ukrainischen Staatschef steht dabei mehr auf dem Spiel als das persönliche Verhältnis zu Trump. Er sieht die Gefahr, einen wichtigen Verbündeten im Abwehrkampf gegen Russland zu verlieren.
Selenskyj: "Wir dürfen nicht schwach sein"
In einem Ausschnitt aus dem Gespräch, der auf X vom Account "Republicans against Trump" verbreitet wurde, spricht Selenskyj über die Sorge vor einem dauerhaften Bruch mit den Vereinigten Staaten.
Selenskyj: "Es ist schade, dass wir einen starken Partner verlieren."
Piers Morgan: "Glaubst du, dass ihr Amerika verliert?"
Selenskyj: "Ja, aber nicht seinetwegen. Wir dürfen nicht schwach sein. Sonst können wir nicht überleben... Deshalb tut es weh, wenn Trump sich für Russlands Seite entscheidet. Das ist nicht die richtige Seite der Geschichte."
Mit diesen Worten macht Selenskyj deutlich, wie entscheidend die amerikanische Unterstützung für sein Land ist. Zugleich versucht er, zwischen der US-Bevölkerung und der Regierung in Washington zu unterscheiden. Seine Aussagen lassen erkennen, dass er trotz der Spannungen weiterhin auf Rückhalt aus den Vereinigten Staaten hofft.
Trump sorgt mit seinem Russland-Kurs für Unmut
Die jüngsten Entwicklungen belasten das Verhältnis zwischen den USA und der Ukraine. Besonders kritisch wird in Kiew gesehen, dass Trump offenbar bereit ist, mit Moskau Vereinbarungen zu treffen, obwohl Russland weiterhin Krieg gegen die Ukraine führt. Zusätzlichen Zündstoff lieferte die Diskussion über die politische Zukunft Selenskyjs. Trump hatte sich laut den vorliegenden Angaben für einen Wechsel an der ukrainischen Staatsspitze ausgesprochen. Auch die unterschiedlichen Positionen zu einer möglichen Waffenruhe und zur Energiepolitik verschärfen die Spannungen.
X-Nutzer stellen sich hinter die Ukraine
Unter dem veröffentlichten Interviewausschnitt sammeln sich zahlreiche Kommentare von Nutzern, die Selenskyj ihre Unterstützung zusichern. Viele betonen, dass die Haltung der US-Regierung nicht mit der Meinung der gesamten amerikanischen Bevölkerung gleichgesetzt werden dürfe.
Ein Nutzer schreibt:
- "Du verlierst Amerika nicht, Selenskyj. 75 Prozent der Amerikaner unterstützen die Ukraine. Leider stehen die MAGA-Anhänger, die russischen Agenten, die in Machtpositionen platziert wurden, und die lautesten Stimmen nicht auf der Seite der Ukraine. Das werden wir bald ändern. Halte durch."
Andere äußern ihre Enttäuschung über den politischen Kurs der Vereinigten Staaten:
- "Einer dieser Tage, an denen ich mich dafür schäme, Amerikaner zu sein."
Auch die Unterscheidung zwischen der US-Regierung und der Bevölkerung wird in mehreren Kommentaren hervorgehoben:
- "Sie verlieren nicht Amerika."
- "Sie haben die Trump-Regierung verloren."
Ein weiterer Nutzer verweist auf die Unterstützung, die die Ukraine in den sozialen Medien aus den USA erhält:
- "Viele der engagiertesten pro-ukrainischen Accounts, mit denen ich hier zu tun habe, sind amerikanisch."
Besonders scharf fällt die Kritik an Donald Trump in diesem Kommentar aus:
- "Trump ist schlimmer als ein Verräter. Er ist einfach ein gieriger, inkompetenter Idiot."
Ukraine hofft weiter auf Unterstützung aus den USA
Die Aussagen Selenskyjs zeigen, wie angespannt das Verhältnis zwischen Kiew und Washington inzwischen ist. Für die Ukraine bleibt die amerikanische Unterstützung angesichts des russischen Angriffskriegs von großer Bedeutung. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass politische Entscheidungen in Washington die Position des Landes schwächen könnten.
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