Trump bekommt Gegenwind: Enger Verbündeter wendet sich plötzlich öffentlich gegen den US-Präsidenten
Der republikanische Senator Jim Justice kritisiert die harte Einwanderungspolitik der Trump-Regierung. Er warnt vor Folgen für langjährig ansässige Menschen und fordert die Regierung auf, mögliche Fehler einzugestehen.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Justice fordert eine zurückhaltendere Vorgehensweise bei ICE-Einsätzen
- Er verweist auf mögliche Folgen für Gemeinden und die US-Landwirtschaft
- Auch andere Republikaner äußerten zuletzt Kritik an Teilen von Trumps Einwanderungspolitik
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Der republikanische Senator Jim Justice aus West Virginia stellt sich öffentlich gegen Teile der Einwanderungspolitik der Trump-Regierung. Der langjährige Unterstützer des US-Präsidenten fordert eine zurückhaltendere Vorgehensweise bei den Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE.
NEW: Jim Justice (R-WV) says ICE sweeps disrupting communities
— Rachel Shin (@rachel_shin_) September 30, 2026
“you're dragging people away that have lived on your street corner for 15 years, and I don't know that we need to be doing that”
“To get better, the first thing you got to do is admit you're doing something wrong”
Justice fordert Kurskorrektur bei ICE
In einem Gespräch mit "Politico" kritisierte Justice "Raw Story" zufolge die zunehmenden Kontrollen und Abschiebemaßnahmen. Dabei verwies er auf Menschen, die seit vielen Jahren in ihren Gemeinden leben und arbeiten. "Ehe man sich versieht, lassen sich die Leute von ihrer Arbeit oder was auch immer mitreißen, und plötzlich schleppt man Leute weg, die seit 15 Jahren an der Straßenecke leben", sagte der Senator. Er stellte zugleich infrage, ob ein solches Vorgehen in jedem Fall notwendig sei. Justice sprach sich damit für eine Überprüfung der bisherigen Praxis aus. Besonders die Auswirkungen auf ländliche Regionen und die Landwirtschaft bereiten ihm offenbar Sorgen.
Jim Justice: "Vielleicht machen wir hier oder da etwas falsch"
Noch deutlicher wurde der Republikaner bei der Frage, ob die Regierung Fehler eingestehen müsse. Aus seiner Sicht sei eine solche Selbstkritik Voraussetzung für eine politische Korrektur. "Um besser zu werden, muss man als Erstes zugeben, dass man etwas falsch macht", erklärte Justice. Anschließend fügte er hinzu: "Vielleicht machen wir hier oder da etwas falsch." Seine Äußerungen wurden von der "Politico"-Reporterin Rachel Shin als ungewöhnlich deutliche Abgrenzung von der bisherigen Linie der Trump-Regierung eingeordnet.
Landwirtschaft ebenfalls betroffen
Justice gehört dem Landwirtschaftsausschuss des Senats an. Seine Kritik steht auch im Zusammenhang mit Beschwerden aus der Landwirtschaft. Viehzüchterverbände berichten laut Politico von erheblichen wirtschaftlichen Folgen durch ICE Einsätze in mehreren Bundesstaaten. Demnach hätten die Maßnahmen unter anderem in Texas, Kansas und Oklahoma den Arbeitsalltag von Viehzuchtbetrieben erschwert und Lieferketten beeinträchtigt.
Justice ist damit nicht der einzige Republikaner, der sich kritisch zu Teilen der Einwanderungspolitik äußert. Auch Senator Roger Marshall aus Kansas hat Bedenken geäußert. Die republikanische Abgeordnete Maria Elvira Salazar aus Florida kritisierte Trump ebenfalls und warf ihm einen Vertrauensbruch gegenüber Latino Wählern vor.
Donald Trump verhalfJim Justice zum Senatssitz
Justice gilt eigentlich als langjähriger politischer Verbündeter Trumps. Der Unternehmer aus der Kohle- und Agrarbranche war früher Gouverneur von West Virginia und wechselte von den Demokraten zu den Republikanern. Bei seiner Senatswahl 2024 erhielt Justice Unterstützung von Trump. Seine jetzige Kritik fällt daher besonders auf, weil sie von einem Politiker kommt, der eng mit dem Präsidenten verbunden ist. Wie weit Justice mit seinen Forderungen innerhalb der republikanischen Partei Unterstützung findet, bleibt offen. Seine Aussagen zeigen jedoch, dass es auch innerhalb von Trumps eigener Partei Diskussionen über die praktische Umsetzung der Einwanderungspolitik gibt.
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mlk/news.de
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