Donald Trump: US-Präsident schreckt Touristen ab – immer weniger Besucher reisen in die USA

Die USA erleben einen deutlichen Rückgang beim internationalen Tourismus. Besonders aus Kanada, Deutschland und Frankreich kommen weniger Besucher. Die Entwicklung fällt ausgerechnet ins WM-Jahr und sorgt für Sorgen in der Reisebranche.

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US-Präsident schreckt Touristen ab – Besucherzahlen in den USA brechen dramatisch ein (Foto) Suche
US-Präsident schreckt Touristen ab – Besucherzahlen in den USA brechen dramatisch ein Bild: picture alliance/dpa/dpa Pool | Michael Kappeler
  • Internationale Besucherzahlen bleiben deutlich hinter früheren Rekordwerten zurück
  • Besonders aus Kanada sowie Deutschland und Frankreich reisen weniger Menschen in die USA
  • Die Tourismusbranche hofft trotz des Rückgangs auf zusätzliche Gäste

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Die USA kämpfen mit einem deutlichen Rückgang beim internationalen Tourismus. Besonders aus einigen wichtigen Partnerländern kommen erheblich weniger Reisende. Der Einbruch fällt ausgerechnet in ein Jahr, in dem die Fußball-Weltmeisterschaft zahlreiche Gäste ins Land locken sollte.

Weniger Besucher aus Kanada, Deutschland und Frankreich

Nach aktuellen Angaben der US-Reisebranche ist die Zahl der Besucher aus mehreren wichtigen Herkunftsländern 2026 deutlich zurückgegangen. Laut "Axios" lagen die Reisen aus Kanada im bisherigen Jahresverlauf 23 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei Deutschland und Frankreich betrug der Rückgang demnach 16 beziehungsweise 15 Prozent. Auch die offiziellen US-Prognosen zeichnen ein schwieriges Bild. Zwar wird für 2026 insgesamt noch ein Anstieg der internationalen Besucher erwartet, aber mit rund 70,5 Millionen Reisenden läge das Niveau aber weiterhin deutlich unter dem Rekordjahr 2019 mit knapp 79 Millionen Besuchern. Geoff Freeman von der US Travel Association sieht die Entwicklung mit Sorge. "Es ist unfassbar", sagte er laut "Axios" mit Blick auf den Rückgang bei internationalen Gästen.

Kanada besonders stark betroffen

Eine zentrale Rolle spielt dabei der Einbruch beim Reiseverkehr aus Kanada. Das Nachbarland ist traditionell einer der wichtigsten Märkte für den US-Tourismus. Nach Angaben der kanadischen Statistikbehörde gingen die Reisen in die USA 2025 um rund 25 Prozent zurück. Kanadier unternahmen dabei 7,1 Millionen weniger Reisen in die Vereinigten Staaten als im Vorjahr. Gleichzeitig nahm der Reiseverkehr innerhalb Kanadas und zu anderen internationalen Zielen zu. Als mögliche Faktoren werden laut "Daily Beast" die sich verschlechternden Beziehungen zwischen Washington und Ottawa genannt. Dazu gehören die von der Trump-Regierung verhängten Zölle sowie wiederholte Äußerungen Trumps über Kanada als möglichen 51. US-Bundesstaat.

Auch Europa reist zurückhaltender

Nicht nur Kanada bereitet der US-Tourismusbranche Probleme. Auch aus Europa wurden zuletzt Rückgänge registriert. Offizielle US-Daten zeigten beispielsweise im Mai 2026 einen Rückgang des gesamten internationalen Flugverkehrs zwischen Deutschland und den USA um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der die US-Regierung unter Trump mit mehreren europäischen Partnern politisch und wirtschaftlich aneinandergeraten ist. Welche Rolle diese Konflikte konkret bei der Entscheidung einzelner Urlauber spielen, lässt sich anhand der Tourismuszahlen allein allerdings nicht eindeutig bestimmen.

Weltmeisterschaft sorgte für Hoffnung

Dabei sollte gerade das Sportjahr 2026 den USA zusätzliche Besucher bescheren. Die Fußball-Weltmeisterschaft wurde in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen und brachte zahlreiche Fans in die Gastgeberregionen. Die US-Travel-Association hatte vor dem Turnier mit erheblichen zusätzlichen Einnahmen durch internationale Fußballfans gerechnet. Besucher mit WM-Tickets planten demnach besonders lange Aufenthalte und höhere Ausgaben als gewöhnliche internationale Touristen.

Tourismusbranche blickt auf politische Rahmenbedingungen

Die Entwicklung beschäftigt inzwischen auch die US-Tourismusindustrie. Nach einem Rückgang der internationalen Besucherzahlen um 5,5 Prozent im Jahr 2025 rechnet die Branche zwar für 2026 noch mit Wachstum, aber die Erholung dürfte nach den verfügbaren Prognosen jedoch unterschiedlich stark ausfallen. Damit steht für die USA nicht nur die Zahl der Urlauber auf dem Spiel. Internationale Gäste geben in Hotels, Restaurants, Geschäften und bei Freizeitangeboten erhebliche Summen aus. Ein anhaltender Rückgang könnte deshalb auch wirtschaftliche Folgen für zahlreiche Regionen haben.

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