Donald Trump: "Er leidet an Demenz" – Gouverneur lässt Gesundheitslüge des US-Präsidenten auffliegen

Donald Trump sorgt mit einer neuen Schilderung seiner Erlebnisse nach den Anschlägen vom 11. September für Aufsehen. Gouverneur JB Pritzker bezeichnet seine Darstellung als unwahr und greift ihn scharf an.

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Donald Trump: Gouverneur lässt Lüge des US-Präsidenten auffliegen Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Wire | Brandon Bell
  • Trump sorgt mit seiner 9/11 Schilderung für neue Kritik
  • JB Pritzker wirft dem US Präsidenten wiederholte Lügen vor
  • Der Gouverneur äußert zudem Zweifel an Trumps Gesundheitszustand

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Donald Trump steht erneut wegen einer Aussage zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in der Kritik. Bei einer Gedenkveranstaltung in Washington schilderte der US-Präsident seine Erlebnisse nach den Anschlägen und behauptete, Feuerwehrleute hätten ihn damals aus einer gefährlichen Situation gebracht. Die Darstellung sorgt für heftige Reaktionen. Besonders der demokratische Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, griff Trump "Express" zufolge in einem Fernsehinterview scharf an. Er stellte nicht nur dessen Schilderung infrage, sondern äußerte sich auch besorgt über dessen aktuellen Zustand.

Pritzker spricht von erfundener Geschichte

Im Gespräch mit Moderatorin Jen Psaki bei MS Now bezeichnete Pritzker Trump als notorischen Lügner und kritisierte dessen Verhalten in ungewöhnlich deutlichen Worten. "Er ist ein notorischer Lügner und Narzisst und leidet ehrlich gesagt an Demenz", sagte der Gouverneur. Pritzker verglich Trumps heutiges Auftreten mit dessen früheren öffentlichen Auftritten und erklärte, der Präsident wirke inzwischen deutlich verändert. Besonders die Schilderung rund um den 11. September hält Pritzker für nicht glaubwürdig. Trump habe seiner Darstellung nach erneut eine Geschichte über seine Rolle unmittelbar nach den Anschlägen erzählt, für die es keine Grundlage gebe.

Trump beschreibt Rettung durch Feuerwehrleute

Bei der Gedenkveranstaltung zum 25. Jahrestag der Anschläge berichtete Trump, zwei Feuerwehrleute hätten ihn nach einem Gebäudeeinsturz in Sicherheit gebracht. Dabei verwies er auf ein früheres Gespräch mit Journalisten und stellte seine damalige Rolle besonders dramatisch dar. Trump hat bereits in der Vergangenheit mehrfach erzählt, nach den Anschlägen mit einem Bauteam nach Lower Manhattan gegangen zu sein. Dabei vermittelte er den Eindruck, persönlich einen größeren Beitrag zu den Aufräumarbeiten am Ground Zero geleistet zu haben. Diese Darstellung wurde jedoch wiederholt von Menschen infrage gestellt, die selbst an den Rettungsarbeiten beteiligt waren.

Streit um Trumps Rolle nach dem 11. September

Die neue Aussage fügt sich damit in eine seit Jahren andauernde Debatte über Trumps Erzählungen zum 11. September ein. Kritiker werfen ihm vor, seine damalige Bedeutung im Nachhinein größer darzustellen, als sie tatsächlich gewesen sei. Pritzker sieht darin mehr als nur eine umstrittene Erinnerung. Der Gouverneur erklärte, Trump liefere mit solchen Aussagen einen weiteren Grund für Zweifel an seiner Eignung als Präsident. "Donald Trump sollte nicht Präsident sein", sagte Pritzker und verwies zugleich auf die weitreichenden Befugnisse des US-Präsidenten.

Pritzker fordert stärkeren Widerstand im Kongress

Besonders mit Blick auf die militärische Macht des Präsidenten zeigte sich der Gouverneur alarmiert. Trump habe Zugriff auf das US-Atomwaffenarsenal, weshalb ein politisches Gegengewicht notwendig sei. "Dieser Mann hat den Finger am Atomknopf. Das ist gefährlich für uns", erklärte Pritzker. Der Kongress müsse deshalb stärker gegensteuern und verhindern, dass Trump Entscheidungen treffe, die das Land weiter destabilisieren könnten. Damit wird aus dem Streit über eine Aussage zum 11. September erneut eine grundsätzliche Auseinandersetzung über Trumps Präsidentschaft und seinen politischen Kurs.

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