Donald Trump: "Messerangriff" – diese Behauptung bringt dem US-Präsidenten neue Feinde ein
Donald Trump spricht von Sabotage am berühmten Reflecting Pool in Washington. Kritiker zweifeln seine Darstellung an und verweisen auf bekannte Baumängel. In sozialen Netzwerken hagelt es Spott.
Von news.de-Redakteurin Mia Lada-Klein - Uhr
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- Trump macht Vandalen und politische Gegner für Schäden am Wasserbecken verantwortlich
- Kritiker vermuten stattdessen Probleme bei der millionenschweren Sanierung
- Auf X reagieren zahlreiche Nutzer mit Spott und scharfer Kritik auf die Vorwürfe
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Mit seiner Behauptung über den berühmten Reflecting Pool am Lincoln Memorial hat US-Präsident Donald Trump erneut für Diskussionen gesorgt. Anfang Mai hatte Trump die neue Beschichtung des Wasserbeckens als besonders robust gelobt. Damals erklärte er laut "Focus" selbstbewusst: "Wenn man ein Messer hätte, könnte man es nicht einmal durchschneiden." Nur wenige Wochen später klingt die Geschichte völlig anders. Bei einem Pressetermin behauptete Trump nun, Vandalen hätten die Beschichtung mit einem Messer oder Teppichmesser beschädigt.
"Sie haben es aufgeschnitten", sagte der Präsident. Die Zerstörung sei "sehr gewaltsam" erfolgt.
Trump's Oval Office event concluded with an extended riff about "the reflecting pond" in which he accused "a member or big payer to ActBlue" of "getting in there with a knife and cutting it and ripping the floor out."
— Aaron Rupar (@atrupar) June 24, 2026
Sounds legit!
Here's his whole rant, which needs to be seen… pic.twitter.com/OoHTC6oo3S
Donald Trump sieht politische Gegner hinter den Schäden am Reflecting Pool
Trump machte nicht nur unbekannte Täter verantwortlich, sondern brachte die Vorfälle auch mit politischen Gegnern in Verbindung. Der Journalist Aaron Rupar veröffentlichte einen Mitschnitt der Aussagen auf der Plattform X. Dazu schrieb er: "Trumps Veranstaltung im Oval Office endete mit einem ausführlichen Monolog über "den reflektierenden Teich", in dem er "ein Mitglied oder großen Zahler an ActBlue" beschuldigte, "hineingegangen zu sein, mit einem Messer, um es zu schneiden und den Boden herauszureißen".
Teures Sanierungsprojekt "Reflecting Pool" von Donald Trump steht ohnehin in der Kritik
Der Streit um die Schäden trifft ein Projekt, das bereits zuvor für Schlagzeilen gesorgt hatte. Rund 14,2 Millionen US-Dollar wurden in die Sanierung des historischen Wasserbeckens investiert. Trotzdem traten nach Abschluss der Arbeiten erneut Probleme auf. Das Wasser verfärbte sich teilweise grün, zudem löste sich die Beschichtung an mehreren Stellen vom Boden. Während Trump von gezielter Sabotage spricht und auf angebliche Festnahmen verweist, vermuten Kritiker Baumängel und Fehler bei der Sanierung.
Nutzer reagieren auf Donald Trump mit scharfer Kritik auf X
Unter Rupars Beitrag sammelten sich zahlreiche Kommentare, die Trumps Darstellung offen infrage stellen. Viele Nutzer werfen dem Präsidenten vor, erneut unbelegte Behauptungen aufzustellen.
Ein Nutzer schrieb:
- "Und trotzdem sitzen all diese Trottel von Reportern einfach da und sagen nichts zu den Lügen. Und dann wundert man sich, warum sich das verbreitet und die Lügen immer weiter um sich greifen."
Ein weiterer Kommentar lautete:
- "Und seine Anhänger schlucken das alles bereitwillig. Weiße Menschen fressen wirklich zum Frühstück, Mittag- und Abendessen jeden Mist!"
Andere Nutzer äußerten sich ebenfalls spöttisch:
- "Immerhin ist er gut darin, uns etwas vorzumachen. Gott segne diejenigen, die ihm glauben."
- Auch der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 wurde in die Diskussion einbezogen:
- "Und was ist mit dem, was am 6. Januar in Washington, D.C. passiert ist? Ich schätze, bei diesen Leuten ist es wohl in Ordnung – die mussten ja keine 10 Jahre ins Gefängnis."
Besonders ausführlich fiel dieser Kommentar aus:
- "Das ist genau das, was er macht. Er erfindet eine verdammt absurde Lüge, baut sie dann mit noch absurderen Lügen weiter aus und wiederholt sie immer und immer wieder, ohne Unterbrechung, bis ihn niemand mehr nach der Sache fragt, über die er ursprünglich gelogen hat."
Ein anderer Nutzer zog einen familiären Vergleich:
- "Er klingt wie mein vierjähriger Enkel, der gern solche fantastischen Geschichten erfindet."
Reflecting Pool am Lincoln Memorial: Ein Problem mit langer Geschichte
Tatsächlich kämpft der Reflecting Pool schon seit Jahrzehnten mit baulichen Schwierigkeiten. Das Becken wurde laut "Merkur" in den 1920er-Jahren auf ehemaligem Marschland errichtet. Experten weisen seit Langem darauf hin, dass die Lage des Bauwerks immer wieder zu Problemen führt. Bereits frühere Regierungen investierten Millionenbeträge in Sanierungen. Während der Amtszeit von Barack Obama wurde das Becken für rund 34 Millionen Dollar umfassend erneuert und blieb dafür zwei Jahre geschlossen.
Dazu veröffentlichte Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social einen Beitrag, in dem er scharf gegen seine Vorgänger Barack Obama und Joe Biden austeilte. Dabei behauptete Trump, die früheren Regierungen hätten mehr als 100 Millionen Dollar in das Projekt investiert, ohne das Problem dauerhaft lösen zu können. Das Wasserbecken sei undicht gewesen und habe über Jahre hinweg nicht richtig funktioniert.
Doch auch nach der Wiedereröffnung von Donald Trump kehren bekannte Probleme schnell zurück.
Politischer Streit statt technischer Ursachen?
Der aktuelle Konflikt zeigt, wie selbst ein historisches Wahrzeichen in Washington zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen werden kann. Während Trump auf Sabotage und politische Gegner verweist, sehen Kritiker in den Schäden vor allem die Folge technischer und baulicher Probleme. Ob tatsächlich Vandalismus hinter den Beschädigungen steckt oder die Ursachen woanders liegen, dürfte die Debatte in den USA noch eine Weile beschäftigen. Ein Video von Ex-CNN-Reporter Jim Acosta sorgt aktuell ebenfalls für Ärger im Weißen Haus. Nachdem er Donald Trumps Darstellung zu angeblichem Vandalismus öffentlich widersprochen hatte, reagierte die Regierung mit scharfen Angriffen.
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mlk/news.de
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