Donald Trump: Nach Lügen-Vorwurf gegen US-Präsident – Weißes Haus greift Journalisten an

Ein Video von Ex-CNN-Reporter Jim Acosta bringt das Weiße Haus auf die Palme. Nachdem er Donald Trumps Darstellung zu angeblichem Vandalismus widersprach, folgte eine heftige Reaktion.

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Streit um angeblichen Vandalismus: Weißes Haus attackiert Journalisten Jim Acosta (Foto) Suche
Streit um angeblichen Vandalismus: Weißes Haus attackiert Journalisten Jim Acosta Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Jim Acosta stellte Trumps Aussagen zu Schäden am Lincoln Memorial Reflecting Pool infrage
  • Der Journalist bezeichnete die Schilderungen des US-Präsidenten als "Lüge"
  • Das Weiße Haus reagierte mit persönlichen Angriffen auf den ehemaligen CNN-Reporter

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Ein Video des ehemaligen CNN-Reporters Jim Acosta hat eine neue Auseinandersetzung mit dem Weißen Haus ausgelöst. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Reflecting Pool am Lincoln Memorial in Washington, über den US-Präsident Donald Trump zuletzt mehrfach gesprochen hatte. Trump hatte behauptet, Vandalen hätten einen rund 90 Meter langen Schnitt in die Beschichtung des Wasserbeckens verursacht. Zudem machte er politische Gegner aus dem demokratischen Lager für den Vorfall verantwortlich.

Jim Acosta sucht nach den angeblichen Schäden

Acosta ging den Vorwürfen selbst nach und veröffentlichte anschließend ein Video auf der Plattform X. Darin erklärte er, dass er trotz intensiver Suche keine Hinweise auf die von Trump beschriebenen Beschädigungen gefunden habe.

"Ich habe nach dem 90 Meter langen 'Schlitz' gesucht, von dem Trump immer wieder spricht", schrieb der Journalist. Sein Fazit fiel deutlich aus: "Ich habe nichts davon gefunden."
Stattdessen habe er zahlreiche Stellen entdeckt, an denen die Beschichtung des Beckens sichtbar beschädigt oder abgeblättert sei.

Donald Trump spricht von Vandalismus und Verdächtigen

Der US-Präsident schilderte die Situation dagegen völlig anders. Bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte Trump laut "Daily Beast", mehrere Personen seien bereits festgenommen worden. "Sechs wurden verhaftet, und gegen weitere wird ermittelt", sagte Trump. Nach seiner Darstellung hätten die Verdächtigen die Oberfläche des Beckens mit scharfen Werkzeugen beschädigt und anschließend Teile der Beschichtung herausgerissen. Zudem behauptete der Republikaner, einer der Beteiligten habe Verbindungen zur demokratischen Spendenplattform ActBlue und unterstütze demokratische Politiker.

Acosta nennt Donald Trumps Darstellung eine "Lüge"

Der ehemalige CNN-Korrespondent widersprach den Aussagen des Präsidenten entschieden. In seinem Video erklärte er: "Man kann keinen Schlitz sehen. Es gibt keine Schlitze, von denen er gesprochen hat." Noch deutlicher wurde Acosta mit der Aussage: "Das ist alles eine Lüge." Seiner Einschätzung nach seien die sichtbaren Schäden vielmehr auf Probleme bei früheren Arbeiten am Becken zurückzuführen.

Weißes Haus reagiert mit scharfen Worten auf den ehemaligen CNN-Reporter Jim Acosta
Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten. Über den offiziellen Account "Rapid Response 47" griff das Weiße Haus den Journalisten persönlich an. Dort hieß es unter anderem: "Jim, du bist wirklich einer der dümmsten Menschen, die jemals existiert haben." Weiter wurde Acosta aufgefordert: "Bitte suchen Sie professionelle Hilfe."

Langjährige Fehde zwischen Trump und Acosta

Der jüngste Schlagabtausch reiht sich in eine lange Geschichte gegenseitiger Angriffe ein. Bereits während Trumps erster Amtszeit galt Acosta als einer seiner schärfsten journalistischen Kritiker. Auch Anfang 2025 hatte Trump den Reporter öffentlich attackiert. Damals bezeichnete er ihn unter anderem als "einen der schlechtesten und unehrlichsten Journalisten der Geschichte".

Acosta reagierte später mit Spott und veröffentlichte einen Screenshot der Trump-Aussagen. Dazu schrieb er: "Sieht so aus, als hätte jemand ADS: Acosta-Verwirrungssyndrom."
Der Journalist verließ CNN Anfang 2025 nach mehr als anderthalb Jahrzehnten beim Nachrichtensender. Die Auseinandersetzungen zwischen ihm und Donald Trump scheinen jedoch auch nach seinem Abschied kein Ende zu finden.

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