Donald Trump: US-Präsident macht sich zum Gespött – geschmackloser Witz geht nach hinten los
Donald Trump sorgt bei einer Ehrung von US-Soldaten für Empörung. Der Präsident scherzt darüber, sich selbst die höchste militärische Auszeichnung verleihen zu wollen. Kritiker finden seine Worte respektlos.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Trump bringt sich selbst als Empfänger der Ehrenmedaille ins Spiel
- Demokraten und ehemalige Republikaner kritisieren den Präsidenten scharf
- Kritiker sehen in dem Auftritt eine Respektlosigkeit gegenüber US Soldaten
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Donald Trump spielte erst kürzlich seinen Gegnern in die Karten. Nun hat der US-Präsident bei einer Veranstaltung zu Ehren amerikanischer Militärangehöriger erneut für einen Eklat gesorgt. Während der Zeremonie im National Medal of Honor Museum in Arlington sprach der US-Präsident ausgerechnet über die höchste militärische Auszeichnung des Landes und brachte sich selbst als möglichen Empfänger ins Spiel. Laut "Raw Story" erklärte Trump vor den geladenen Gästen, er würde sich die Ehrenmedaille des Kongresses am liebsten selbst verleihen. Zunächst bezeichnete er seine Bemerkung als Scherz. Wenig später legte er allerdings nach. "Tatsächlich mache ich keinen Scherz", sagte Trump. Im Saal sorgte die Aussage für Gelächter. In sozialen Netzwerken wurde der Auftritt anschließend deutlich weniger humorvoll aufgenommen.
Our five-time draft-dodging President wants to give himself the Medal of Honor.
— Rep. Jason Crow (@RepJasonCrow) September 10, 2026
It's insulting to every person who has worn the uniform, served their country, and made the ultimate sacrifice. https://t.co/OEzo1EVIwf
Scharfe Kritik von Demokraten und Republikanern
Besonders deutlich reagierte der demokratische Abgeordnete Jason Crow. Er erinnerte daran, dass Trump während des Vietnamkriegs vom Militärdienst verschont blieb. "Das ist eine Beleidigung für jeden, der Uniform getragen, seinem Land gedient und das höchste Opfer gebracht hat", schrieb Crow.
Auch aus den Reihen der Republikaner kam Kritik. Der frühere Abgeordnete Joe Walsh bezweifelte, dass Trump tatsächlich nur einen Scherz gemacht habe. Er bezeichnete den Präsidenten als "König der gestohlenen Tapferkeit".
Experten sehen Trumps Auftritt kritisch
Weitere Stimmen warfen Trump vor, einen besonders sensiblen Anlass für politische Selbstdarstellung genutzt zu haben. Tom Nichols vom Magazin "The Atlantic" widersprach ebenfalls der Darstellung, Trump habe lediglich scherzen wollen. Auch Journalist Euan MacDonald kritisierte den Auftritt grundsätzlich. Seiner Ansicht nach verwandle Trump immer wieder politische und staatliche Vorgänge in eine Form von Unterhaltung. Der New Yorker Strafverteidiger Scott Greenfield fasste seine Kritik besonders knapp zusammen: "Er hat keine Ehre."
X Nutzer reagieren mit Spott und scharfer Kritik
Auch User auf X reagierten wütend auf Trumps Aussage und machten sich über seine Äußerungen lustig, kritisierten seinen Umgang mit militärischen Auszeichnungen und stellten seine Eignung für das Präsidentenamt infrage.
Ein Nutzer schrieb spöttisch: "Dann werden wohl alle, die jemals irgendwo in irgendeiner Funktion gedient haben, die Demokraten wählen ...?"
Ein anderer kommentierte: "Der Mann hat seinen Namen auf das Denkmal eines anderen Mannes geklebt. Er hat die Medaillen anderer Veteranen angenommen."
Auch die persönliche Kritik an Trump fiel deutlich aus. So hieß es: "Er hat keine Würde." Ein weiterer Nutzer schrieb: "Trump ist eine Beleidigung für alles, was ehrenhaft ist."
Daneben gab es auch Kommentare, die sich direkt gegen Trumps Kritiker richteten. Ein Nutzer schrieb mit Blick auf den Demokraten Jason Crow: "Hey! Es erfordert schon Mut, so lange Knochenauswüchse vorzutäuschen, Jason."
Andere Kommentare gingen noch weiter und stellten einen Zusammenhang zwischen Trumps Verhalten und seiner politischen Unterstützung her. Ein Nutzer schrieb: "Dennoch haben 77 Millionen Amerikaner für diesen ernsthaft psychisch kranken Menschen gestimmt."
Witz sorgt für neue Debatte über Trumps Auftreten
Die Kontroverse zeigt erneut, wie unterschiedlich Trumps provokante Äußerungen bewertet werden. Während der Präsident selbst mit Übertreibungen und Zuspitzungen häufig für Unterhaltung sorgt, sehen Kritiker darin eine Missachtung der Bedeutung bestimmter Situationen. Gerade bei einer Veranstaltung zu Ehren von Soldaten und Trägern der höchsten militärischen Auszeichnung stößt ein solcher Auftritt auf besondere Empörung. Für Trumps Gegner ist die Aussage deshalb weit mehr als ein missglückter Witz.
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mlk/news.de
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