Donald Trump: "Ich hasse Trump" – Mitarbeiter lästert über US-Präsidenten und verliert seinen Job
Ein republikanischer Wahlkampfmitarbeiter sorgt mit heftigen Aussagen über Donald Trump und weiteren umstrittenen Social Media Beiträgen für Aufsehen. Nach öffentlicher Kritik muss er sein Amt verlassen.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Austin Brown bezeichnete sich als Trump Gegner und sorgte mit Aussagen für Empörung
- Demokraten veröffentlichten weitere umstrittene Beiträge des Wahlkampfmitarbeiters
- Republikaner Eric Pratt zog nach den Vorwürfen Konsequenzen
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Donald Trump und seine KI-Bilder auf der Plattform Truth Social sorgen immer wieder für Gesprächsstoff. Der US-Präsident ist bekannt dafür, KI-generierte Inhalte zu teilen. Dahinter steckt offenbar auch seine enge Vertraute Natalie Harp, die Trump bei der Erstellung und Verbreitung entsprechender Inhalte unterstützen soll.
Nun sorgt allerdings ein anderer Fall aus dem Umfeld der Republikaner für Aufsehen. Austin Brown, der als Field Director für die Kongresskampagne des Republikaners Eric Pratt arbeitete, ist nach kontroversen und teils extremen Social-Media-Beiträgen zurückgetreten. Darunter befanden sich auch Äußerungen über Donald Trump.
In einem inzwischen gelöschten Beitrag schrieb Brown laut "Raw Story" im März auf X: "Du hasst Trump, weil du ihn für Hitler hältst. Ich hasse Trump, weil er nicht Hitler ist. Wir sind nicht gleich."
Wenige Monate später arbeitete Brown laut öffentlich zugänglichen Wahlkampfdaten für die Kampagne von Eric Pratt. Nachdem die Beiträge öffentlich geworden waren, akzeptierte Pratt Browns Rücktritt.
Politischer Gegner veröffentlicht alte Beiträge
Für neuen Wirbel sorgte anschließend das Wahlkampfteam des demokratischen Kandidaten Matt Little. Es veröffentlichte Screenshots weiterer Beiträge Browns, die unter anderem antisemitische, rassistische, islamfeindliche und homophobe Inhalte zeigen sollen. Brown soll sich in sozialen Netzwerken zudem selbst als weißen Nationalisten und als "Groyper" bezeichnet haben. Der Begriff wird mit Anhängern des rechtsextremen Aktivisten Nick Fuentes in Verbindung gebracht.
Littles Team machte die Vorwürfe bei einer Pressekonferenz öffentlich. Nur wenige Stunden später zog Pratt Konsequenzen und gab Browns Ausscheiden aus seinem Wahlkampfteam bekannt.
Republikaner distanziert sich deutlich
Eric Pratt betonte, dass die Vorwürfe nicht mit seinen politischen Grundsätzen vereinbar seien. "Das zentrale Thema meines Wahlkampfs war Stabilität statt Chaos", erklärte der Republikaner. Er stellte zugleich klar, dass er sich gegen jede Form von Diskriminierung stelle. "Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art haben in unserer Politik und unseren Gemeinschaften keinen Platz", sagte Pratt. Brown selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen. Anfragen an ihn blieben unbeantwortet. Mehrere seiner Social Media Konten sind inzwischen nicht mehr erreichbar.
Rechtsextreme Strömungen sorgen für Diskussionen
Der Fall wirft erneut die Frage auf, wie stark rechtsextreme und extremistische Positionen in Teilen des republikanischen politischen Umfelds vertreten sind. In den vergangenen Jahren wurden wiederholt interne Chats und Beiträge bekannt, in denen Mitarbeiter oder junge Funktionäre mit rassistischen und antisemitischen Aussagen auffielen. Konservative Beobachter haben zudem vor einer zunehmenden Präsenz sogenannter Groypers innerhalb bestimmter Teile der politischen Nachwuchsszene gewarnt.
Umkämpfter Wahlbezirk im Fokus
Der Streit ist auch deshalb politisch brisant, weil es um einen besonders hart umkämpften Wahlbezirk in Minnesota geht. Der zweite Kongresswahlbezirk umfasst Gebiete südlich von Minneapolis und gilt als wichtiger Schauplatz für die Auseinandersetzung zwischen Demokraten und Republikanern. Eric Pratt tritt dort für die Republikaner an. Sein demokratischer Konkurrent Matt Little versucht, den Sitz für seine Partei zu gewinnen.
Der Vorgang kommt für die Republikaner zu einem ungünstigen Zeitpunkt. In einem hart umkämpften Wahlkreis kann bereits ein einzelner Skandal zum politischen Problem werden.
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mlk/news.de
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