Donald Trump: Das dürfte dem US-Präsidenten gar nicht gefallen – Fed sorgt für böse Überraschung
US-Präsident Donald Trump drängt auf niedrigere Zinsen. Doch die Fed sendet plötzlich andere Signale. Eine Zinserhöhung im September wird wahrscheinlicher und könnte den nächsten Streit mit Trump auslösen
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Fed-Chef Kevin Warsh warnt vor anhaltend hoher Inflation
- Märkte rechnen mit einer Zinserhöhung im September
- Trump könnte wegen der Geldpolitik erneut mit der US-Notenbank aneinandergeraten
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US-Präsident Donald Trump setzt auf niedrigere Zinsen, um die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln. Doch die US-Notenbank könnte einen völlig anderen Kurs einschlagen. Neue Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh haben an den Finanzmärkten die Spekulationen über eine Zinserhöhung deutlich verstärkt.
Fed-Chef sendet überraschendes Signal
Bei einem Treffen internationaler Notenbanker in Jackson Hole fand Warsh laut "Focus" ungewöhnlich deutliche Worte zur amerikanischen Inflation. Für die Federal Reserve sei entscheidend, dass sich der Preisauftrieb nachhaltig dem Zielwert nähere. Andernfalls müsse die Notenbank weiter handeln.
Besonders aufmerksam wurde dabei eine Aussage des Fed-Chefs aufgenommen. Warsh machte deutlich, dass die Zentralbank angesichts der über längere Zeit erhöhten Inflation noch nicht am Ziel sei. An den Finanzmärkten sorgte das unmittelbar für Bewegung. Der Goldpreis gab deutlich nach, auch Bitcoin geriet unter Druck. Gleichzeitig legte der US-Dollar gegenüber dem Euro zu.
Märkte rechnen zunehmend mit höheren Zinsen
Die Anleger interpretieren Warshs Äußerungen offenbar als Hinweis darauf, dass eine weitere geldpolitische Straffung bevorstehen könnte. Besonders im Fokus steht die nächste Sitzung der US-Notenbank im September.
Nach Einschätzung der von der CME erfassten Markterwartungen stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte innerhalb kurzer Zeit deutlich. Damit wächst der Druck auf die Fed, ihre Worte auch in konkrete Entscheidungen umzusetzen.
Portfoliomanager George Curtis sieht darin ein mögliches Problem für Warsh. Sollte sich die Datenlage nicht spürbar verändern und die Fed trotzdem auf eine Erhöhung verzichten, könnte das Vertrauen in die Aussagen des Notenbankchefs leiden.
Trump will eigentlich niedrigere Zinsen
Eine Zinserhöhung würde allerdings genau dem entgegenlaufen, was Donald Trump seit längerer Zeit fordert. Der US-Präsident hat die Federal Reserve wiederholt zu niedrigeren Zinsen gedrängt. Sein Interesse daran ist klar. Sinkende Zinsen können Kredite verbilligen und dadurch Investitionen und Konsum fördern. Für Trump ist eine robuste Wirtschaft zudem politisch bedeutsam, denn im November stehen die US-Zwischenwahlen an.
Mit Warsh steht nun ein Fed-Vorsitzender im Fokus, der zwischen dem Wunsch des Präsidenten und dem Auftrag der Notenbank zur Preisstabilität abwägen muss.
Noch ist die Entscheidung offen
Trotz der jüngsten Signale ist eine Zinserhöhung im September keineswegs sicher. Vor der Fed-Sitzung werden weitere wichtige Inflationsdaten veröffentlicht. Sollten diese auf eine Entspannung beim Preisauftrieb hindeuten, könnte die Notenbank ihren bisherigen Kurs fortsetzen. Auch deshalb bleiben Experten vorsichtig. US-Chefökonom Steven Blitz verweist darauf, dass die Reaktion auf Warshs Rede nicht mit einer eindeutigen Ankündigung verwechselt werden dürfe. "Aber es war eine Rede von Kevin Warsh", betonte Blitz und verwies damit auf den Unterschied zu seinem Vorgänger Jerome Powell.
Auch Commerzbank-Experte Christoph Balz sieht offene Fragen. Wenn die Inflation bereits seit 65 Monaten zu hoch sei, stelle sich für ihn die Frage, weshalb die Zinsen nicht bereits bei der vergangenen Sitzung angehoben wurden.
Finanzmärkte blicken gespannt auf September
Bis zur nächsten Sitzung dürfte deshalb jede neue Zahl zur US-Wirtschaft genau beobachtet werden. Inflationsdaten, Arbeitsmarktberichte und andere Konjunkturindikatoren könnten die Erwartungen an den nächsten Zinsschritt jederzeit verändern. Für Trump steht dabei mehr auf dem Spiel als nur die Geldpolitik. Sollte die Fed tatsächlich die Zinsen anheben, dürfte der Konflikt zwischen dem Präsidenten und der Notenbank erneut an Schärfe gewinnen.
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mlk/news.de
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