Donald Trump: Rätselhafte Trump-Kehrtwende – Kritik an Venezuela-Deal plötzlich gelöscht

Donald Trumps neuer Venezuela-Deal sorgt für Streit: Eine republikanische Abgeordnete kritisierte das Öl-Abkommen zunächst scharf. Kurz darauf löschte sie den Beitrag und lobte den umstrittenen Deal.

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Trump sorgt mit Venezuela-Deal für Wirbel (Foto) Suche
Trump sorgt mit Venezuela-Deal für Wirbel Bild: picture alliance/dpa | Ansgar Haase
  • María Salazar löschte ihre ursprüngliche Kritik an Trumps Venezuela-Abkommen
  • Ölgeschäft soll US-Unternehmen Zugang zu venezolanischen Reserven verschaffen
  • Wegen fehlender Details zum Vertrag gibt es Fragen zur rechtlichen Grundlage des Deals

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Ein neuer Öl-Deal der US-Regierung mit Venezuela sorgt für politischen Streit. Besonders auffällig ist dabei der Kurswechsel der republikanischen Kongressabgeordneten María Salazar aus Florida. Sie hatte die Vereinbarung zunächst scharf kritisiert, ihre Äußerungen später jedoch gelöscht und durch deutlich positivere Worte ersetzt.

María Salazar vollzieht überraschende Kehrtwende

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, dass amerikanische Unternehmen künftig besseren Zugang zu den umfangreichen Ölreserven Venezuelas erhalten sollen. Nach Angaben aus dem Umfeld des Deals geht es um erhebliche wirtschaftliche Interessen.
Salazar reagierte zunächst skeptisch. Sie stellte infrage, ob ein Abkommen mit der venezolanischen Übergangsregierung langfristig Bestand haben könne. Ihrer Ansicht nach könne eine solche Vereinbarung nur dauerhaft funktionieren, wenn Venezuela von einer demokratisch legitimierten Regierung geführt werde.

"Ein dauerhaftes Abkommen kann nur mit einer demokratisch gewählten Regierung geschlossen werden, die die Rechtsstaatlichkeit achtet", schrieb sie zunächst auf der Plattform X.

Wenige Stunden später klingt alles anders

Nur kurze Zeit später schlug Salazar einen völlig anderen Ton an. In einem neuen Beitrag bezeichnete sie das Abkommen als "großartigen Deal" für die Vereinigten Staaten und die venezolanische Bevölkerung.

Gleichzeitig richtete sie ihren Blick auf China. Das Land habe Venezuelas wirtschaftliche Schwäche über Jahre ausgenutzt und Öl zu stark vergünstigten Preisen bezogen. Nun könnten die USA eine führende Rolle übernehmen.

Trotz ihres Lobes blieb Salazar bei einem Vorbehalt. Die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez sei ihrer Einschätzung nach nicht die ideale Partnerin für eine solche Vereinbarung. Eine langfristige Garantie könne ihrer Ansicht nach nur eine demokratisch gewählte Regierung geben.

Warum Salazar ihren ursprünglichen Beitrag löschte und ihre Position anschließend änderte, blieb zunächst offen.

Umfangreicher Ölzugang geplant

Hinter dem Streit steht ein Geschäft mit enormen wirtschaftlichen Dimensionen. Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven. Die Trump-Regierung will amerikanischen Unternehmen offenbar einen größeren Zugang zu den dortigen Fördermöglichkeiten ermöglichen.

Die venezolanische Regierung stellte Investitionen in zahlreiche Ölfelder in Aussicht. Nach ihren Angaben könnten dadurch langfristig Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe ausgelöst werden.

Gleichzeitig sind wichtige Einzelheiten des Deals bislang nicht öffentlich. Der vollständige Vertrag wurde nicht veröffentlicht. Deshalb ist unter anderem unklar, welche konkreten Verpflichtungen beide Seiten eingehen und wie die Kontrolle über die Einnahmen geregelt werden soll.

Kritik an Trumps Venezuela-Politik

Der Vorstoß stößt nicht nur innerhalb der US-Politik auf Fragen. Kritiker werfen Trump laut "Daily Beast" vor, wirtschaftliche Interessen beim Umgang mit Venezuela in den Vordergrund zu stellen. Besonders umstritten ist dabei die Frage, welche Rolle die US-Regierung nach dem Machtwechsel in Caracas einnehmen will. Auch Salazars kurzfristiger Positionswechsel dürfte die Debatte weiter anheizen. Ihre gelöschte Kritik und das anschließende Lob für den Präsidenten werfen Fragen über den politischen Umgang mit dem umstrittenen Ölgeschäft auf.

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