Donald Trump: Vize Vance sorgt für Irritation – seine Worte werden zum Problem für Trump

J.D. Vance sorgt mit einer Aussage über den verstorbenen Charlie Kirk für Verwunderung. Der US-Vizepräsident stellt Kirk als entschiedenen Kriegsgegner dar und löst damit auch im republikanischen Lager Fragen aus.

Erstellt von - Uhr

Donald Trump: Vize Vance schockt mit Kirk-Aussage – Ärger um Trumps Iran-Kurs (Foto) Suche
Donald Trump: Vize Vance schockt mit Kirk-Aussage – Ärger um Trumps Iran-Kurs Bild: picture alliance/dpa/AP | Julio Cortez
  • J.D. Vance bezeichnet Charlie Kirk als grundsätzlichen Gegner von Kriegen
  • Ex Republikaner Tim Miller reagiert überrascht auf die Aussage
  • Vances Worte werfen Fragen über Trumps Iran Kurs auf

Mehr News rund um die US-amerikansiche Politik finden Sie am Ende des Artikels.

J.D. Vance hat bei einem Parteiauftritt in Dallas für Verwunderung gesorgt. In seiner Rede sprach der US-Vizepräsident über den verstorbenen rechten Aktivisten Charlie Kirk und stellte dabei dessen Haltung zu militärischen Konflikten in den Mittelpunkt. Besonders bemerkenswert war Vances Aussage zum Krieg im Nahen Osten. Er erklärte, Kirk habe grundsätzlich eine ablehnende Haltung gegenüber Kriegen vertreten. Damit entstand der Eindruck, dass Kirk auch einen möglichen Krieg gegen den Iran kritisch gesehen hätte. Die Äußerungen sorgten beim ehemaligen republikanischen Wahlkampfstrategen Tim Miller für sichtbare Irritation.

Vance betont politische Unterschiede

Vance stellte Kirk als jemanden dar, der trotz seiner politischen Nähe zu Trump nicht jede Entscheidung der Regierung unterstützt hätte. Gerade in einer zunehmend polarisierten politischen Landschaft müsse es möglich sein, unterschiedliche Ansichten innerhalb des konservativen Lagers auszuhalten. "Ich verlange von niemandem, dass er mir in jeder einzelnen Frage zustimmt", sagte Vance. Der Vizepräsident forderte seine Anhänger zugleich auf, politische Gegner nicht allein deshalb abzulehnen, weil sie in einzelnen Punkten anderer Meinung seien.

Charlie Kirk laut Vance grundsätzlich gegen Kriege

Anschließend wurde Vance konkreter. Er behauptete, Kirk habe eine grundsätzlich pazifistische Haltung vertreten und Kriege unabhängig von ihrem Schauplatz abgelehnt. "Charlie hasste den Krieg, egal ob in Europa, Afrika oder im Nahen Osten, das war ihm egal", erklärte Vance.
Diese Aussage ist politisch besonders interessant, weil die US-Regierung unter Donald Trump mit der Frage nach dem Umgang mit dem Iran konfrontiert ist. Vances Darstellung von Kirk könnte daher auch als indirekte Positionierung innerhalb der aktuellen Debatte verstanden werden.

Republikanischer Kommentator reagiert überrascht

Tim Miller, ein ehemaliger republikanischer Wahlkampfstratege und inzwischen politischer Kommentator, verfolgte die Veranstaltung live. Die Aussage des Vizepräsidenten ließ ihn aufhorchen.

Miller bezeichnete es "Raw Story" zufolge als bemerkenswert, dass Vance während des Parteitags eine mögliche Ablehnung des Iran-Krieges durch Kirk thematisierte. Dabei stellte er eine Frage, die für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte. "Weiß Trump überhaupt, dass der Vizepräsident und Charlie Kirk gegen den Krieg waren?", fragte Miller. Damit deutete der Kommentator an, dass Vances Darstellung zumindest politisch nicht ohne Brisanz ist.

Vance steht beim Thema Iran besonders im Fokus

Die Rede kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Vances Haltung zum Iran-Krieg genauer beobachtet wird. Medienberichte hatten zuvor darauf hingewiesen, dass der Vizepräsident von Militärs Einschätzungen eingefordert haben soll, die nicht zwangsläufig mit der offiziellen Linie des Pentagons übereinstimmten. Auch während seiner Rede blieb das Thema umstritten. Vances Aussagen zeigen damit erneut, dass innerhalb des republikanischen Lagers unterschiedliche Vorstellungen über Amerikas Rolle bei internationalen Konflikten existieren. Seine ungewöhnlich deutliche Darstellung von Kirks Haltung sorgt dabei für zusätzliche Fragen über den Kurs der Regierung.

Mehr News rund um die US-amerikanische Politik finden Sie hier: 

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.