J.D. Vance: US-Vize schießt gegen Journalisten – Ex-Trump-Sprecherin zerreißt ihn mit einem Satz
Ex-Trump-Sprecherin Sarah Matthews greift US-Vizepräsident J.D. Vance nach einem Spott-Kommentar über einen Journalisten scharf an. Sie zweifelt an seinem Charisma und sorgt mit einer heftigen Aussage für Aufsehen.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Matthews bezeichnet Vance als "negatives Charisma" und kritisiert seinen Auftritt
- Vance hatte einen Journalisten wegen dessen Gewicht öffentlich verspottet
- Der Burrito-Streit entwickelt sich zur Debatte über steigende Lebenshaltungskosten in den USA
US-Vizepräsident J.D. Vance ist mittlerweile dafür bekannt, mitunter ins Fettnäpfchen zu treten, wenn es um fragwürdige Äußerungen geht. Immer wieder sorgte der Stellvertreter von Donald Trump mit umstrittenen Aussagen für Diskussionen und verspielte dadurch auch einige Sympathien. Nun sorgt Vance erneut mit einem Spott-Kommentar über einen Journalisten für Aufsehen. Dafür bekommt er ausgerechnet von einer ehemaligen Mitarbeiterin aus Donald Trumps Regierung Gegenwind. Sarah Matthews hält Vance sogar für deutlich weniger schlagfertig als den US-Präsidenten.
Spott über Journalisten sorgt für Kritik
Auslöser der Debatte war ein Beitrag von Vance auf der Plattform X. Darin reagierte der Vizepräsident auf einen Kommentar des "Washington Post"-Kolumnisten Marc Thiessen zu den gestiegenen Preisen für Burritos. Vance machte sich dabei über das Gewicht des Journalisten lustig. Der Politiker erklärte später, er habe lediglich einen Witz machen wollen.
In einem Interview mit CNN bewertete Sarah Matthews den Auftritt allerdings kritisch. Ihrer Ansicht nach könne Vance nicht darauf hoffen, dass ihm ähnliche persönliche Attacken wie Trump verziehen werden. "Vance hat negatives Charisma", sagte Matthews.
Ex-Sprecherin zieht Vergleich von Vance zu Trump
Matthews war während Trumps erster Amtszeit stellvertretende Pressesprecherin. Nach dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 trat sie zurück und äußerte sich später auch gegen Trump zu den Ereignissen. Sie räumt ein, dass sich die Öffentlichkeit inzwischen an Trumps provokante Sprüche gewöhnt habe. Bei Vance sei die Situation jedoch eine andere. "Ich denke nicht, dass sie das auch Vance durchgehen lassen."
Der Vizepräsident selbst steht "t-online" zufolge zu seinem Kommentar. In einer Radiosendung verteidigte er seine Äußerung und erklärte, möglicherweise werde er sie später bereuen. Im Moment sehe er dafür jedoch keinen Grund.
"Vielleicht wirst du in zwei Jahren zurückblicken und sagen: 'Ich wünschte, ich hätte das nicht gesagt", aber im Moment fühle ich mich damit ziemlich wohl."
Vance gilt als möglicher Trump-Nachfolger
Die Auseinandersetzung kommt für Vance zu einem politisch wichtigen Zeitpunkt. Der Vizepräsident gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die nächste Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Allerdings bekommt er Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Auch Außenminister Marco Rubio wird immer wieder als möglicher Nachfolger Trumps gehandelt. Bei einer informellen Abstimmung unter konservativen Teilnehmern lag Rubio zuletzt deutlich vor Vance.
Burrito-Streit wird zur politischen Debatte
Hinter dem ursprünglichen Streit über einen teuren Burrito steckt zudem ein größeres Thema: die Lebenshaltungskosten in den USA. Ausgangspunkt war die Beschwerde eines Studenten über einen rund 20 Dollar teuren Burrito. Daraus entwickelte sich eine Diskussion darüber, ob Essen außerhalb des eigenen Zuhauses inzwischen zum Luxus geworden ist.
Während Republikaner teilweise darauf verweisen, dass selbst gekochte Mahlzeiten günstiger seien, sehen andere darin ein Beispiel dafür, dass sich Teile der konservativen Bewegung zunehmend von den Alltagssorgen vieler Amerikaner entfernen.
Steigende Lebensmittelpreise gehören deshalb weiterhin zu den zentralen politischen Themen in den USA. Die Trump-Regierung verweist auf gesunkene Preise, während die Demokraten ihr vorwerfen, die finanzielle Belastung für viele Haushalte nicht ausreichend zu reduzieren.
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mlk/news.de
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