Ukraine-Krieg aktuell: US-Präsident lässt "Maske" fallen - Trump fordert Selenskyjs Abgang

Im Streit um den Ukraine-Krieg und Angriffe auf den russischen Energiesektor wettert US-Präsident Trump gegen den ukrainischen Präsidenten Selenskyj – und fordert dessen Abgang. Dabei behauptet er: Der Kremlchef will Frieden.

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Donald Trump fordert die Ablösung von Wolodymyr Selenskyj als US-Präsident. (Foto) Suche
Donald Trump fordert die Ablösung von Wolodymyr Selenskyj als US-Präsident. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump wendet sich gegen Wolodymyr Selenskyj und fordert einen neuen ukrainischen Präsidenten
  • US-Präsident behauptet, Selenskyj habe bislang keine Vereinbarung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs geschlossen
  • Diesel-Deal wird als Verrat an den USA und der Ukraine gesehen

Nachdem Donald Trump mit Wladimir Putin eine Vereinbarung über Diesellieferungen an die USA getroffen hat, wendete sich der US-Präsident gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der 80-Jährige hat einen neuen Präsidenten für die Ukraine gefordert.

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Donald Trump wettert gegen Selenskyj – die Ukraine soll einen neuen Präsidenten bekommen

Wolodymyr Selenskyj habe vielfach die Gelegenheit gehabt, den Ukraine-Krieg zu beenden, und sich dagegen entschieden, behauptete Trump in Washington. "Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt." Trump zufolge sollten sich die Ukrainer einen neuen Anführer suchen, der eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges schließen könne. Denn trotz vieler Möglichkeiten hat Selenskyj das "aus irgendeinem Grund nie getan." Das wiederholte er ähnlich auf dem Weg zur Air Force One auf der Joint Base Andrew in Maryland. In einem vom Journalisten Aaron Rupar auf der Plattform X geteilten Clip sagte der Republikaner, dass Selenskyj besser dran sei, wenn er vor zwei Jahren einen Deal geschlossen hätte.

Trump überrascht mit Behauptung - Putin will einen Friedensdeal abschließen?

Während er dem ukrainischen Präsidenten die Schuld an dem von Russland vor gut vier Jahren begonnenen Krieg gibt, behauptet er nach einem Telefonat mit Putin, dass dieser gerne eine Vereinbarung schließen würde. Die Ukraine als Hindernis für ein Ende des Krieges darzustellen, ist faktisch falsch. Der Kremlchef hat mehrfach Angebote für einen bedingungslosen Waffenstillstand abgelehnt. Auch spätere diplomatische Initiativen verliefen im Sande.

Putin verweigerte Waffenstillstand

Selenskyj hatte sich mehrfach zu direkten Gesprächen mit Putin bereiterklärt, aber Einladungen nach Moskau kategorisch abgelehnt. Ein Wechsel an der Staatsspitze der Ukraine ist aktuell nicht möglich, da laut Verfassung eine Wahl zu Kriegszeiten ausgeschlossen ist.

Für Journalist Rupar zeige jemand wie Trump, der Selenskyj "diffamiert", aber Russland als "begierig auf Frieden" stilisiert, sein wahres Ich: "Die Maske ist komplett abgefallen.

Trump gibt Selenskyj Schuld an Dieselknappheit

Trump beschuldigte Selenskyj zudem, mit Angriffen auf den russischen Energiesektor zur Knappheit an Diesel beigetragen zu haben. "Er will unseren Landwirten und Viehzüchtern Probleme mit Dieselkraftstoff bereiten, denn Russland liefert einen großen Teil des Dieselkraftstoffs weltweit", behauptete Trump. Tatsächlich waren die Preise für Rohöl und Diesel infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschossen, den die USA und Israel im vergangenen Februar begonnen hatten.

"Widerwärtig" - Ex-Premierminister Johnson verurteilt Trumps Russland-Kehrtwende

Die Diesel-Vereinbarung sorgte für Aufruhr. Der frühere britische Premierminister Boris Johnson bezeichnete die aufgehobenen Sanktionen gegen russischen Treibstoff auf der Plattform X als "widerwärtig". Ebenso kritisierte er, dass die Ukraine für den Preisanstieg verantwortlich gemacht wurde. Für ihn würden die USA mithelfen, Putins Kriegsmaschinerie am Laufen zu halten. "Putin ermordet täglich unschuldige ukrainische Zivilisten. Die Ukrainer kämpfen um ihr Leben. Und doch scheint das Weiße Haus entschlossen zu sein, amerikanische Autofahrer zu zwingen, Putins Massaker zu finanzieren. Es wird nicht funktionieren, und ich bezweifle, dass es viel am Preis des Treibstoffs ändern wird", so Johnson.

Entsetzen über Trump - "Verrat an Amerika und der Ukraine"

Auch die jüngsten Aussagen über Selenskyj und seine lobenden Worte an Russland entsetzten viele. "Trump spricht über Krieg und den Tod von Menschen, als wäre es ein 'Geschäft' im Immobilienbereich. Das ist widerlich", schrieb ein Nutzer. "Putin setzt @realDonaldTrump
unter Druck. Er erpresst ihn. Es gibt keine andere Erklärung für diesen Verrat an Amerika und der Ukraine. Putin ist ein Despot vom Schlage eines Mao und Stalin", erklärte ein weiterer User.

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/news.de/dpa

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