Nach Schüssen auf Mann: Trump lobt ICE-Beamte als "Helden" - Mamdani reagiert erbost

Nach den Schüssen auf einen Mann in New York lobte US-Präsident Donald Trump die ICE-Beamten als "Helden". Zohran Mamdani bezeichnete die Tat als "gewissenlos" und wendete sich an den US-Präsidenten mit einer eindringlichen Forderung.

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ICE-Beamte haben in New York auf einen Mann geschossen. Bürgermeister Mamdani kritisierte den Einsatz scharf. (Foto) Suche
ICE-Beamte haben in New York auf einen Mann geschossen. Bürgermeister Mamdani kritisierte den Einsatz scharf. Bild: picture alliance/dpa/FR170905 AP | Andres Kudacki
  • ICE-Beamter schießt in New York auf Mann und verletzt ihn
  • Zohran Mamdani verurteilt sie Tat
  • Heimatschutzministerium verteidigt Einsatz
  • Trump-Minister gibt angeschossenem Mann die Schuld

Erneut kam es zu einem Vorfall durch die US-Einwanderungsbehörde ICE. Ein Beamter hat auf einen Mann geschossen und ihn verletzt. Der Vorfall trug sich am Nachmittag (Ortszeit) im Stadtteil Marble Hill zu, einem Wohnviertel nahe der Insel Manhattan auf dem Festland der Metropole. "Der Mann ist am Leben und befindet sich in einem örtlichen Krankenhaus", schrieb das US-Heimatschutzministerium auf der Plattform X. Der Mann habe bei dem Einsatz festgenommen werden sollen. New Yorks BürgermeisterZohran Mamdani verurteilte den Vorfall. Wenig später reagierte Donald Trump. Während einer Wahlkampfveranstaltung in Syracuse, New York, lobte er die ICE-Beamten.

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ICE-Beamter schießt auf Mann -Zohran Mamdani fordert Abschaffung 

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani teilte auf der Plattform X mit, ersten Berichten zufolge hätten Einsatzkräfte das Auto des Mannes umringt, in dem auch ein fünfjähriges Kind war. Dann seien mehrere Schüsse abgegeben worden. Das Kind blieb nach bisherigem Kenntnisstand körperlich unverletzt. Marcos Charles zufolge, stellvertretender Leiter der für Verhaftungen und Abschiebungen zuständigen ICE-Abteilung ERO, wussten die Beamten nichts von dem Kind. Mamdani bezeichnete die Situation als "gewissenlos" und "ernst". Er forderte auch die Abschaffung von ICE. "Holt ICE aus unseren Vierteln. Holt ICE aus unseren Krankenhäusern. Holt ICE von unseren Straßen. Haltet ICE von unseren Kindern fern", schrieb er. 

Nach dem Vorfall hat er den US-Präsidenten angerufen. Im Gespräch wollte er Trump auffordern, "alle ICE-Durchsetzungsmaßnahmen" in New York zu beenden. Denn er wolle "nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Agenten unsere Gemeinden terrorisieren."

Donald Trump lobt ICE-Beamte als "Helden"

Donald Trump sprach davon, dass die ICE-Beamten statt gelobt zu werden, Politiker verspotten. Danach warf er dem früheren Präsidenten Joe Biden vor, zwei Menschen in das Land entlassen zu haben. Er bezeichnete den Demokraten als "korrupt". Außerdem warf er den Männern aus der Dominikanischen Republik vor, illegal im Land zu sein und mehrere Strafen begangen zu haben. Am Ende sprach er von den ICE-Beamten als "Helden".

Heimatschutzministerium verteidigt Schüsse in New York

 

 

Das US-Heimatschutzministerium verteidigte den Einsatz später. Die Beamten seien überzeugt gewesen, dass ihr Leben, das ihrer Einsatzpartner sowie die Öffentlichkeit in Gefahr gewesen seien, und hätten deswegen Schüsse abgegeben, sagte Charles. Der Mann sei "oberflächlich" von einer Kugel oder Splittern am Hals getroffen worden, sagte Charles.

Es handele sich bei dem Mann um einen "kriminellen illegalen Ausländer" aus der Dominikanischen Republik, teilte das US-Heimatschutzministerium auf X mit. Er sei wegen schweren Diebstahls vorbestraft und wegen Körperverletzung, Raubes sowie Drogen- und Waffenbesitzes bereits mehrfach festgenommen worden. Zudem soll er demnach in Verbindung mit der Straßengang "Trinitarios" stehen. Nach Angaben von Charles wollten die ICE-Beamten einen Haftbefehl vollstrecken, nachdem sich der Mann bereits im September einer Festnahme entzogen hatte. Die Bande, der er angehören soll, sei für Diebstähle mit Waffen und Mopeds bekannt.

Der Mann sei im Dezember 2023 von der New Yorker Polizei festgenommen worden, aber "aufgrund rücksichtsloser Schutz-Politik der Demokraten" wieder entlassen worden, schrieb das Ministerium.

Trump-Minister gibt angeschossenem Mann die Schuld

Heimatschutzminister Markwayne Mullin machte unterdessen den 28-Jährigen selbst für die Gefährdung des Kindes verantwortlich. Anders als die Beamten habe der Mann gewusst, dass sich das Kind im Auto befand, und dennoch stark beschleunigt und zwei Fahrzeuge gerammt. Offenbar sei er dabei auch auf Beamte zugefahren. Die öffentliche Empörung müsse sich deshalb gegen den Verdächtigen richten, sagte Mullin.

Mullin zufolge bot Trump an, den Mann in den Gewahrsam der New Yorker Polizei zu übergeben, sofern diese strafrechtlich gegen ihn vorgehe. Mamdani habe dies abgelehnt. Mullin wies zudem Forderungen nach einer vorübergehenden Aussetzung der Einsätze seiner Behörde zurück. "Nein, wir werden die Einsätze nicht aussetzen", sagte er. Seine Behörde werde weiterhin die Einwanderungsgesetze durchsetzen. "Unsere Männer und Frauen leisten jeden einzelnen Tag verdammt gute Arbeit", sagte Mullin.

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/news.de/dpa

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