Pete Hegseth: Widerstand gegen Trump-Minister wächst - Soldaten wollen entkommen
Pete Hegseth erfährt Widerstand. Der US-Verteidigungsminister sprach sich dafür aus, einen Attentäter live hinrichten zu lassen. Sechs US-Soldaten weigern sich, am Erschießungskommando teilzunehmen. Dahinter steckt ein persönlicher Grund.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Pete Hegseth will Attentäter live hinrichten lassen
- Soldaten widersetzen sich den Plänen und wollen dem Erschießungskommando fernbleiben
- Kritik an Exekutionsvorhaben
Verteidigungsminister Pete Hegseth erfährt für die angekündigte Live-Hinrichtung des Attentäters Nidal Hasan massiven Widerstand aus den Reihen des US-Militärs. Mindestens sechs Angehörige der US-Streitkräfte wollen aus religiösen Gründen verhindern, dass sie dem Erschießungskommando zugeteilt werden. Das berichtete die "Washington Sun" am Freitag (9. Oktober) unter Berufung auf den Leiter einer Organisation für Religionsfreiheit im Militär.
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Hegseth für Live-Hinrichtung eines Attentäters
Verteidigungsminister Pete Hegseth machte am 8. Oktober in einem Interview mit dem rechtskonservativen Sender "Real America's Voice" keinen Hehl aus seinen Absichten. "Wir werden sicherstellen, dass die Leute es sehen können", erklärte er mit Blick auf die geplante Exekution. Die Hinrichtung soll per Erschießungskommando vollstreckt werden – eine Methode, die in den US-Streitkräften seit Jahrzehnten nicht mehr angewandt wurde.
Den formalen Grundstein legte der amtierende Heeresminister Adam Telle bereits am Montag mit der Unterzeichnung des Hinrichtungsbefehls. Hasan, ein ehemaliger Militärpsychiater, hatte am 5. November 2009 auf dem texanischen Militärstützpunkt dreizehn Menschen erschossen. Das Pentagon reagierte bislang nicht auf Presseanfragen zu den Plänen.
Soldaten wollen sich Hegseth widersetzen - Verstoß gegen biblisches Tötungsverbot befürchtet
Unter den sechs Militärangehörigen, die eine religiöse Befreiung anstreben, befinden sich zwei Katholiken und vier Protestanten. Sie alle sehen in der Teilnahme am Erschießungskommando einen Bruch mit dem biblischen Gebot "Du sollst nicht töten". Das erklärte Michael Weinstein, Gründer der Military Religious Freedom Foundation, gegenüber der "Washington Sun".
Weinstein rechnet damit, dass in den kommenden Wochen zwischen 120 und 180 weitere Soldaten entsprechende Anträge einreichen werden. "Sie haben das Gefühl, benutzt und manipuliert zu werden", sagte er über die betroffenen Militärangehörigen. Ein Soldat habe ihm gegenüber seine Sorge so formuliert: "Ich will nicht, dass meine Kinder oder meine Familie zusehen, wie ich einen Abzug betätige."
Dürfen Soldaten der Erschießung fernbleiben?
Für die betroffenen Soldaten könnte eine Verweigerung allerdings schwierig werden. Steven Lepper, pensionierter Generalmajor der Air Force und ehemaliger stellvertretender Generalanwalt, wies darauf hin, dass das Militärrecht zwar Kriegsdienstverweigerer grundsätzlich anerkenne – für die Ablehnung eines einzelnen Auftrags gebe es jedoch keine vergleichbare Regelung. Die Situation bezeichnete er als "rechtmäßig, aber schrecklich".
Lepper warnte zudem vor den Konsequenzen einer öffentlichen Übertragung der Hinrichtung. Eine solche Inszenierung berge die Gefahr, Hasan in den Augen seiner Anhänger zum Märtyrer zu erheben. Auch Weinstein teilte diese Einschätzung und erklärte mit Blick auf den verurteilten Attentäter: "Das ist sein Traum."
Vance will nicht einschalten - Widerspruch unter den Republikanern
Auch aus dem Weißen Haus kamen skeptische Töne. Vizepräsident JD Vance, der zum Katholizismus konvertiert ist, äußerte am Freitag gegenüber Reportern erhebliche Zweifel daran, dass die Live-Übertragung tatsächlich umgesetzt werde. Sollte es dennoch dazu kommen, werde er persönlich nicht einschalten, stellte Vance klar.
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bos/news.de/stg
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