Donald Trump: "Ich kann Treppen!" US-Präsident für Rede böse zerrissen

Donald Trump machte auf seiner Wahlkampftour vor den Midterms Halt in Texas. Dort hielt er eine Rede, in der er erneut Joe Biden und dessen Probleme mit Treppen verhöhnte. Er selbst prahlte damit, sogar eine Rampe stolperfrei zu passieren. Das sorgte für spöttische Reaktionen.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Während seines ersten Wahlkampfauftritts in Texas vor den Zwischenwahlen prahlte Donald Trump damit, gut Treppensteigen zu können. (Foto) Suche
Während seines ersten Wahlkampfauftritts in Texas vor den Zwischenwahlen prahlte Donald Trump damit, gut Treppensteigen zu können. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump prahlt bei einem Wahlkampfauftritt in Texas damit, Treppensteigen zu können, ohne zu stolpern
  • US-Präsident nutzt die Rede, um Joe Biden schlecht darzustellen
  • Auf der Plattform X hagelt es bitterböse Kommentare

US-Präsident Donald Trump hat seine Wahlkampftour im Vorfeld der Zwischenwahlen gestartet. Nach Oklahoma besuchte der 80-Jährige die texanische Stadt Denton. Dort hielt er vor Mitarbeitern eines Lastwagenherstellers eine Rede, in der er sich über die schlechten Umfragewerte äußerte und die "phänomenale Arbeit" seiner Politik hervorhob. Ebenso prahlerisch zeigte er sich, als er plötzlich über das Treppensteigen sprach.

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Donald Trumps Seitenhieb gegen Joe Biden - US-Präsident kann Treppensteigen

Trump begann seine Geschichte erneut mit einem höhnischen Kommentar über seinen Vorgänger Joe Biden. Er behauptete, der Demokrat hätte für seine Rede nur bis zu zwei Minuten benötigt. Zudem habe Biden danach die Treppenstufen nicht gefunden. Das würde Trump nach eigenen Aussagen nicht passieren. Er deutete auf mehrere Stellen, um die möglichen Abgänge von der Bühne zu verdeutlichen, denen er sich gewachsen fühlt. "Ich kann Rampe, ich kann Treppen", so der Republikaner. Damit wollte er vermutlich zeigen, dass er Treppensteigen kann, ohne zu stolpern - ein böser Seitenhieb gegen Biden, den er bei fast jeder sich bietenden Gelegenheit herabwürdigt. Das Publikum lachte verhalten und es gab zurückhaltenden Applaus.

Trump für Treppen-Rede verspottet

Der Journalist Aaron Rupar teilte einen Ausschnitt der Rede auf der Plattform X. Kurz nach der Veröffentlichung des Materials entwickelte sich eine hitzige Diskussion, bei der Trump mit höhnischen Kommentaren bedacht wurde:

  • "Mensch, Opa prahlt schon wieder mit seinen Mobilitätshilfen! Aber kannst du die Lebenshaltungskosten senken, oder ist das deine größte Errungenschaft?"
  • "Was für ein Athlet!"
  • "Eine Treppe hinaufzugehen, ohne zu stürzen – das ist offensichtlich alles, was MAGA will. Tolles Land, tolle Politik, und das Volk ist glücklich."
  • "Wir haben gesehen, wie er auf ebenem Boden läuft, daher ist seine Fähigkeit, Steigungen und Gefälle zu bewältigen, schon irgendwie beeindruckend."
  • "Was für ein Kind. Wie soll das dazu beitragen, die Wähler für ihn zu gewinnen? Er hat noch nie eine Gelegenheit ausgelassen, andere herabzuwürdigen, zu beschimpfen, zu verspotten, sich selbst zum Helden zu machen und Geschichten über "Sleepy Joe" zu erzählen.
  • "Die Messlatte für diesen Mann liegt buchstäblich auf dem Boden, und trotzdem stolpert er noch darüber."
  • "Wenn der Präsident des mächtigsten Landes der Welt mit seiner Mobilität prahlen muss."
  • "Ich bin überrascht, dass er noch wach ist."

Trump zeigt sich bei Wahlkampfauftritt siegessicher

Donald Trump mischt im Wahlkampf mit. Bereits zuvor betonte Trump vor Reportern, dass er in den verbleibenden Wochen vor den sogenannten Midterms durchs Land reisen und Wahlkampf betreiben werde. Sein Auftritt in Denton markierte den Auftakt dazu, noch am selben Abend (Ortszeit) reiste Trump dafür zudem in den US-Bundesstaat Oklahoma. An diesem Freitag geht es weiter nach Alabama, am Samstag nach Ohio. "Ich bin mit ganzem Herzen dabei - mehr denn je", betonte Trump in Texas. "Ich glaube, wir werden gewinnen."

Schlechte Ausgangslage - was bei den Midterms für Trump auf dem Spiel steht

Am 3. November wählen die Amerikanerinnen und Amerikaner bei den Zwischenwahlen oder Midterms rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu sowie das gesamte Repräsentantenhaus. Derzeit halten Trumps Republikaner eine knappe Mehrheit in beiden Kongress-Kammern. Seine Politik ist allerdings laut Umfragen unter anderem nach den Spritpreiserhöhungen als Folge des Iran-Krieges im eigenen Land schon länger unbeliebt.

Die Demokraten können sich Hoffnungen machen, zumindest das Abgeordnetenhaus zurückzuerobern. Gelingt ihnen das, könnten sie unter anderem Trumps Gesetzesinitiativen blockieren und Untersuchungen in Gang setzen.

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/loc/news.de/dpa

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