Donald Trump: US-Präsident bereut seine Entscheidung - jetzt platzt ihm der Kragen

Er hat sie selbst auf den Thron gehoben - und bereut es jetzt lautstark. Donald Trump rechnet öffentlich mit seinen drei Supreme-Court-Richtern ab, die ihm in gleich zwei politischen Schlüsselfragen in den Rücken gefallen sind.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump (M.) bereut seine Richter-Ernennungen mittlerweile. (Foto) Suche
Donald Trump (M.) bereut seine Richter-Ernennungen mittlerweile. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump macht seinen Unmut deutlich und tobt im Netz
  • Donald Trump tobt im Netz gegen seine eigenen Richter
  • Donald Trump verlangt Loyalität und "gute Entscheidungen"

Der US-Präsident hat im Gespräch mit dem "Time"-Magazin eine bemerkenswerte Offenbarung gemacht: Auf die Frage, ob er die Berufung seiner drei Richter am Obersten Gerichtshof - Neil Gorsuch (59), Brett Kavanaugh (61) und Amy Coney Barrett (54) - bereue, antwortete Donald Trump mit einem unmissverständlichen "Ja! Ja!" Es ist nicht der einzige Rückschlag, mit dem der US-Präsident aktuell für Schlagzeilen sorgt. Zuletzt sprach ihm seine eigene Schwiegertochter die Siegeschancen bei den US-Zwischenwahlen ab - auch in seiner Partei zeigte sich offener Widerstand.

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Donald Trump macht seinen Unmut deutlich und tobt im Netz

Alle drei Juristen hatte Trump in seiner ersten Amtszeit an den Supreme Court gebracht und so die konservative Übermacht von 6:3 Stimmen zementiert. Doch ausgerechnet dieses Trio votierte zuletzt mehrfach gegen die politische Linie seiner Regierung - ein Umstand, der den US-Präsidenten sichtlich frustriert.

Vor allem Gorsuch und Barrett haben den Unmut des Präsidenten auf sich gezogen. Beide schlossen sich der 6:3-Mehrheit an, die Trumps umfassende internationale Zollpolitik für verfassungswidrig erklärte - ausgerechnet jene Mehrheit, die Trump selbst erst möglich gemacht hatte.

Auch bei einem weiteren politisch brisanten Thema musste die Regierung eine Niederlage einstecken: Der Supreme Court wies eine Regelung der US-Post zurück, mit der die Briefwahl vor den anstehenden Zwischenwahlen eingeschränkt werden sollte. Damit stellte sich das Gericht in gleich zwei zentralen Streitfragen quer zu Trumps Kurs.

Donald Trump tobt im Netz gegen seine eigenen Richter

Donald Trumps Reaktion ließ nicht lange auf sich warten - und fiel gewohnt unverblümt aus. Auf seiner Plattform Truth Social tobte der US-Präsident immer wieder gegen die drei von ihm nominierten Richter:

  • "Das sind nicht die Leute, die ich interviewt habe, um am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten zu dienen."
  • "Ich habe ihnen die Stelle ihres Lebens verschafft, und sie stimmen oft gegen mich", klagte der 80-Jährige im "Time"-Interview.

Eine Dankbarkeit, die der Präsident offenkundig vermisst - auch wenn er das so nicht formulieren würde.

Donald Trump verlangt Loyalität und "gute Entscheidungen"

Wie steht Trump grundsätzlich zum Thema Loyalität? Im "Time"-Interview gab er zunächst offen zu: "Ich mag Loyalität, ja." Als der Interviewer jedoch nachhakte, ob er diese Treue auch von seinen Richtern am Supreme Court erwarte, ruderte der Präsident zurück: "Nein, ich will keine Loyalität. Ich will gute Entscheidungen." Was genau er unter "guten Entscheidungen" versteht, dürfte allerdings Interpretationsspielraum lassen.

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