Donald Trump: US-Präsident bloßgestellt - Geheimdienst-Experte zerlegt Trump-Behauptung
Ein Antiterror-Experte kann keine der beiden Versionen nachvollziehen, die US-Präsident Donald Trump über einen angeblich vereitelten Terroranschlag präsentiert hat - und nennt dessen öffentliches Vorpreschen schlicht "peinlich".
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
Suche
- Donald Trump bloßgestellt von Sicherheitsexperte
- Donald Trumps Erklärungen ergeben keinen Sinn
- Donald Trump bricht ungeschriebenes Gesetz
Der ehemalige CIA-Antiterror-Beamte Phil Mudd hat die Schilderung von Donald Trump über einen angeblich verhinderten Terroranschlag in Großbritannien in der Luft zerrissen. Seinem "größten Gegner" zeigte der US-Präsident derweil sogar einen streng geheimen Militärbunker.
Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.
Donald Trump bloßgestellt von Sicherheitsexperte
In einem CNN-Interview (hier bei YouTube zu sehen) bezeichnete der langjährige Geheimdienstexperte Trumps Darstellung der Ereignisse als "ein bisschen weit hergeholt" und dessen öffentliche Äußerungen zur Rolle der USA als "ein bisschen peinlich".
Donald Trump hatte zuvor behauptet, die Vereinigten Staaten hätten die Verdächtigen bereits beobachtet und gegen sie ermittelt, bevor es zu Festnahmen im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Anschlagsplan gegen einen britischen Stützpunkt kam. Mudd, der auch als hochrangiger Geheimdienstberater des FBI tätig war, zeigte sich von der präsidialen Version sichtlich irritiert: "Ich habe ungefähr 200 Hundejahre Erfahrung mit solchen Ermittlungen, und diese hier ist ein wenig verwirrend."
Donald Trumps Erklärungen ergeben keinen Sinn
Konkret nahm Mudd beide von Trump angedeuteten Szenarien auseinander. Die erste Variante - dass Sicherheitskräfte aufgrund des Hinweises eines Bürgers auf die Verdächtigen aufmerksam geworden seien - überzeugte ihn nicht. Doch auch Trumps zweite Andeutung, die Verdächtigen seien bereits überwacht worden, ergab für Mudd keinen Sinn. Wenn Behörden Personen bereits observierten, würden sie sie nicht in einem Hochrisikogebiet voller Zivilisten zuschlagen lassen, argumentierte er. Kurz gesagt: Keine der beiden von Trump präsentierten Erklärungen überzeugte Mudd.
Donald Trump bricht ungeschriebenes Gesetz
Besonders scharf ging Mudd mit Trumps öffentlicher Betonung einer amerikanischen Beteiligung an den Ermittlungen ins Gericht. In der Welt der Geheimdienstkooperation gilt eine eherne Regel: Wer die Operation leitet, bestimmt die Kommunikation. "Wenn die Briten die Ermittlung anführen und die Amerikaner sagen, wir sind tatsächlich daran beteiligt, ist das ein bisschen peinlich", stellte Mudd klar. Sein Fazit fiel unmissverständlich aus: "Das sagt man nicht." Bei einer britisch geführten Operation hätten sich die USA im Hintergrund zu halten - oder wie Mudd es formulierte: "Die Briten übernehmen die Führung. Wir sitzen auf dem Rücksitz."
- Zur Erklärung: Fünf Männer wurden zwar wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines terroristischen Akts festgenommen, am 28. September aber gegen Kaution freigelassen; die Ermittlungen laufen weiter.
Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:
- US-Präsident vergisst sich vor laufender Kamera - plötzlich platzt es aus ihm heraus
- Neuer Werbeclip entsetzt - US-Präsident ruft zur "letzten Schlacht" auf
- US-Präsident entsetzt mit Wutausbruch - Melania widersetzt sich Anordnung
- Ihre Trump-Verehrung erreicht neuen Höhepunkt - dieser Satz verrät alles
- Einfach gestrichen - US-Präsident löscht Melania aus kuriosem Bild
rut/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.