Donald Trump: US-Präsident bloßgestellt - Trump-Schwiegertochter sieht seine Pleite kommen
Selbst im engsten Familienkreis von US-Präsident Donald Trump wachsen die Zweifel: Lara Trump räumt offen ein, dass der Iran-Krieg die Republikaner bei den Midterms die Kontrolle über beide Kongresskammern kosten könnte.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump bloßgestellt von der eigenen Familie
- Lara Trump sieht Pleite bei Zwischenwahlen kommen
- Donald Trump verliert Zustimmung der Republikaner
Lara Trump, Schwiegertochter des US-Präsidenten und ehemalige Co-Vorsitzende des Republican National Committee, hat eingeräumt, dass der anhaltende Krieg mit dem Iran die Republikaner bei den bevorstehenden Midterm-Wahlen beide Kammern des Kongresses kosten könnte. Es ist nicht der einzige Rückschlag für Donald Trump in den vergangenen Tagen - zuletzt wurde bekannt, dass selbst Trumps eigene Senatskandidaten offen gegen den Kurs des US-Präsidenten rebellieren.
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Donald Trump bloßgestellt von der eigenen Familie
In einem Interview mit dem britischen Journalisten Harry Cole bezeichnete Lara Trump den möglichen Verlust der Kongress-Kammern jedoch als hinnehmbar - sofern dadurch verhindert werde, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange. Damit weicht die Ehefrau von Eric Trump deutlich von der bisherigen Linie der Regierung und der Präsidentenfamilie ab, die den Konflikt als politisch vertretbar dargestellt hatten. Trumps Kritiker sehen den US-Präsidenten selbst in seiner eigenen Familie bloßgestellt.
Lara Trump sieht Pleite bei Zwischenwahlen kommen
In der YouTube-Sendung "Harry Cole Saves the West" erklärte Lara Trump, warum der US-Präsident trotz der politischen Risiken an seinem Kurs festhalte.
- "Schauen Sie, er versteht einfach, dass es keine Rolle spielt, wer das Repräsentantenhaus kontrolliert, wenn der Iran eine Atomwaffe bekommt", sagte sie.
- "Die Welt wird dann ein wirklich beängstigender Ort, und davon kann man sich nicht mehr erholen."
Auf die Frage, ob der fehlende Deal mit Teheran das politische Vermächtnis ihres Schwiegervaters gefährden könnte, antwortete sie: "Nun, es könnte ihn diese Midterms kosten." Dennoch sei sie überzeugt, dass Donald Trump als einer der bedeutendsten US-Präsidenten in die Geschichte eingehen werde.
Zudem äußerte Lara Trump die Vermutung, dass der Iran bewusst eine Einigung hinauszögere, um nach den Zwischenwahlen aus einer stärkeren Position heraus verhandeln zu können. Die letzten beiden Amtsjahre seien entscheidend, und der US-Präsident sei zutiefst unzufrieden mit der Entwicklung des Konflikts.
Donald Trump verliert Zustimmung der Republikaner
Die öffentliche Meinung in den USA hat sich seit Beginn des Konflikts Ende Februar gegen den Krieg gedreht. Laut einer Erhebung von Economist/YouGov vom 18. bis 21. September halten 57 Prozent der Befragten den Militäreinsatz für die falsche Entscheidung. 61 Prozent sprachen sich dafür aus, den Konflikt so schnell wie möglich durch ein Abkommen zu beenden.
Auch eine am 17. September veröffentlichte Umfrage von Fox News ergab ähnliche Werte: 60 Prozent bewerteten das militärische Vorgehen als falsch. Besonders alarmierend für die Republikaner ist der Stimmungswandel in den eigenen Reihen. Im April hielten noch 68 Prozent der republikanischen Wähler den Krieg für richtig. Bis September sank dieser Wert laut "YouGov" auf nur noch 53 Prozent. Parallel dazu wächst die Zahl republikanischer Abgeordneter, die offen Bedenken äußern.
Demokraten mit deutlichem Vorsprung vor Trumps Republikanern
Die Umfragewerte für die Kongresswahlen spiegeln den wachsenden Unmut wider. Auf dem sogenannten generischen Kongresswahlzettel liegen die Demokraten derzeit klar vorn. Der Aggregator "RealClearPolitics" weist ihnen 50,6 Prozent zu, während die Republikaner bei 42,3 Prozent stehen. Die Plattform "Polls Max" kommt mit einem Verhältnis von 48,9 zu 42 Prozent zugunsten der Demokraten zu einem ähnlichen Ergebnis.
Allerdings ist der Iran-Krieg nicht der einzige Grund für den Stimmungsumschwung seit der Präsidentschaftswahl 2024. Auch Sorgen um Lebenshaltungskosten, Inflation, Arbeitsplätze und das Gesundheitssystem treiben die Wähler um. Kyle Kondik vom Center for Politics der University of Virginia erklärte gegenüber "Newsweek": "Es ist ziemlich offensichtlich, dass Trumps Werte jetzt schlechter sind als vor acht Jahren. Die Unzufriedenheit mit der Wirtschaft und der Inflation ist vermutlich der wichtigste Grund dafür."
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