Donald Trump: Brisante Nazi-Warnung - Republikaner-Urgestein rechnet mit Trump-Partei ab

Karl Rove, der Mann, der George W. Bush ins Weiße Haus manövrierte und als Trump-Gegner gilt, will bei einer Wahl in Texas für einen Demokraten stimmen - und warnt davor, dass seine eigene Partei von "Nazis" unterwandert werde.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Politik-Experte Karl Rove warnt vor einer Übernahme der Republikaner. (Foto) Suche
Politik-Experte Karl Rove warnt vor einer Übernahme der Republikaner. Bild: picture-alliance/ dpa | epa Shawn Thew
  • Republikaner-Urgestein rechnet mit Trump-Partei ab
  • Trump-Republikaner von Nazis unterwandert
  • Donald Trump greift Karl Rove scharf an

Der frühere Bush-Berater Karl Rove geht einmal mehr hart mit den Republikanern ins Gericht. Beim Texas Tribune Festival in Austin kritisierte der langjährige Parteistratege mehrere Kandidaten der eigenen Partei - und stellte auch die politische Linie von US-Präsident Donald Trump infrage. Videos der Rede kursieren beim Netzwerk X. Es ist nicht die einzige Attacke, die Donald Trump zuletzt hinnehmen musste. Ein Geheimdienst-Experte zerlegte unlängst eine seiner fragwürdigen Behauptungen.

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Republikaner-Urgestein rechnet mit Trump-Partei ab

Roves Kritik kommt dabei nicht aus dem politischen Abseits: Er selbst gehört seit Jahrzehnten zum konservativen Establishment der Republikaner. Besonders deutlich wurde das im Rennen um den US-Senat in Texas. Dort tritt der Republikaner Ken Paxton gegen den Demokraten James Talarico an. Rove hält Paxtons politische Altlasten für ein erhebliches Problem. Er verwies unter anderem auf Paxtons öffentlich dokumentierte außereheliche Affäre und auf teure Renovierungsarbeiten an dessen Haus, die nach früheren Vorwürfen von einem Geschäftsmann finanziert worden sein sollen, für den Paxton anschließend Gefälligkeiten erwiesen habe.

Rove zog dabei einen direkten Vergleich zu John Cornyn. Wäre der langjährige republikanische Senator erneut Kandidat, sagte Rove, wäre das Rennen bereits entschieden. Paxton selbst wollte Rove beim Festival nicht unterstützen - zumindest erklärte er dort nicht, für wen er stimmen werde.

Rove stellt sich gegen radikale Kräfte: Republikaner von Nazis unterwandert

Noch schärfer fiel seine Kritik an Bo French aus. Der Republikaner kandidiert für die Texas Railroad Commission und hatte mit einem Beitrag über Studenten der University of Texas für heftige Kritik gesorgt. French hatte ein Foto von feiernden Studenten veröffentlicht und ohne Belege angedeutet, dass es sich bei ihnen um Ausländer handele.

Rove bezeichnete French deshalb als "Fanatiker" und sagte, seine Partei werde von Leuten wie ihm unterwandert. Als weiteres Beispiel verwies er auf den Rechtsextremisten Nick Fuentes. Dieser habe sich in Dallas mit mehreren republikanischen Führungspersönlichkeiten getroffen. Über Fuentes sagte Rove: "Dieser Typ ist ein Nazi."

Rove zieht daraus auch persönlich Konsequenzen. Er kündigte bereits vor dem Festival an, bei der Wahl zur Texas Railroad Commission für den Demokraten Jon Rosenthal zu stimmen - und damit erstmals seit Jahrzehnten bei einer solchen Wahl einen Republikaner nicht zu unterstützen.

Donald Trump greift Karl Rove scharf an

Roves Kurs brachte ihm umgehend eine Attacke von Donald Trump ein. Nachdem bekannt geworden war, dass der Republikaner für Rosenthal stimmen will, griff Trump Rove auf Truth Social scharf an. Trump bezeichnete ihn als "eiskalten Verlierer" und schrieb, Rove sei "ziemlich schlecht für die Republikaner".

Der Streit zwischen beiden ist allerdings nicht neu. Rove hatte Trump bereits in der Vergangenheit wiederholt kritisiert. Trump wiederum warf Rove vor, seit Jahren gegen ihn und dessen politische Vorstellungen zu stehen.

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