Donald Trump: US-Präsident überrascht mit rätselhafter Frage - "Wo sind die Kameras?"
Hat Donald Trump seinen ausgelösten Medienbann vergessen? Gegenüber Beratern soll er nach Kameras gefragt haben. Die fehlten bei einem Staatsdinner. Der US-Präsident musste auf "Heldenaufnahmen" verzichten.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
Suche
- Donald Trump überrascht nach Medienbann mit Aussage: "Wo sind die Kameras?"
- Secret Service missachtet Richterentscheidung - Moderatoren kritisieren Umgang mit Journalisten
- US-Präsident steht ohne festliche Bilder vom Staatsdinner da
Der 80-jährige US-Präsident soll am Donnerstag (24. September) für einen diskutablen Moment im Weißen Haus gesorgt haben: Donald Trump vermisste offenbar die fehlenden Kameras. Das Problem: Er selbst hatte nur wenige Tage zuvor angeordnet, dass Journalisten von CNN, MSNBC und Politico keinen Zugang mehr zum Weißen Haus erhalten sollten.
Weitere Meldungen über Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.
Donald Trump vermisst Kameras nach Medienbann
Weil kein Pool-Kamerateam vor Ort war, fehlten ausgerechnet bei einem Staatsdinner die gewohnten Fernsehbilder. Wie MSNBC-Reporter Jonathan Lemire in der Sendung "Morning Joe" unter Berufung auf Quellen im Weißen Haus berichtete, habe Trump seine Berater gefragt: "Wo sind die Kameras?" – offenbar ohne den Zusammenhang zu seinem eigenen Medienbann herzustellen. Ein Ausschnitt der Sendung wurde auf YouTube geteilt.
Trumps Alleingang gegen die Presse
Die Entscheidung, gleich drei Medienhäuser aus dem Weißen Haus auszusperren, traf Trump laut Lemire wenige Tage zuvor völlig eigenmächtig. Seine Berater wurden vorab nicht eingeweiht – und sollen alles andere als begeistert davon gewesen sein.
Intern herrschte offenbar Unverständnis über den Schritt. Trumps eigene Mitarbeiter seien sich bewusst gewesen, dass der Präsident die Medien "wie Sauerstoff" brauche und er selbst am meisten unter dem Bann leiden würde, so Lemire. Moderator Joe Scarborough bestätigte diese Einschätzung: Schon vor dem Vorfall habe man gewarnt, dass ein solcher Ausschluss vor allem dem Präsidenten selbst schade.
Gerichtsurteil ignoriert – Secret Service zieht Akkreditierungen ein
Doch der Vorfall hatte auch eine ernste juristische Dimension. Die betroffenen Medienhäuser klagten. Ein Bundesrichter hatte am Donnerstagmorgen angeordnet, dass CNN, MSNBC und Politico ihren Zugang zum Weißen Haus zurückerhalten müssen. Die Regierung setzte diese Entscheidung jedoch zunächst nicht um – im Gegenteil. Laut Lemire beschlagnahmte der Secret Service am selben Tag die Presseausweise der betroffenen Journalisten, was in direktem Widerspruch zur richterlichen Verfügung stand. Dieser Schritt entkräftete auch die spätere Erklärung der Regierung, man habe lediglich einige Stunden gebraucht, um die Akkreditierungen wieder zu aktivieren.
Zwei CNN-Reporter sowie ein MSNBC-Journalist wurden zudem daran gehindert, über die Ankunft der Gäste beim Staatsdinner zu berichten, obwohl das Gericht ihre Wiedereinlassung bereits verfügt hatte.
"Wer diesen Befehl gab, gehört ins Gefängnis" - Moderator kritisiert Vorfall mit Journalisten
Moderator Scarborough reagierte mit deutlichen Worten auf die Missachtung der richterlichen Anordnung. "Wer ihnen diesen Befehl gegeben hat, sollte ins Gefängnis kommen", sagte er in der Sendung. "Das ist Missachtung des Gerichts. Es gibt eine Anordnung." Scarborough forderte konkrete Aufklärung darüber, wer innerhalb des Weißen Hauses die Secret-Service-Agenten angewiesen habe, sich über die Entscheidung eines Bundesrichters hinwegzusetzen. "Denn wenn man einem Bundesrichter trotzt, begeht man Missachtung des Gerichts", stellte er klar.
Der Moderator ging noch weiter und prophezeite, dass für alle Verantwortlichen in der Regierung, die Gerichtsanordnungen ignorierten, irgendwann der Tag der Rechenschaft kommen werde. "Diese Zeit wird kommen", warnte er.
US-Präsident entgingen "Heldenaufnahmen"
Die Ironie des Ganzen fasste Scarborough treffend zusammen: Trump hätte beim Staatsdinner mit eindrucksvollen Bildern glänzen können – roter Teppich, festliche Ankunft der Gäste, präsidiale Inszenierung. Stattdessen gingen ihm genau diese medienwirksamen Aufnahmen verloren, weil er selbst dafür gesorgt hatte, dass kein Pool-Kamerateam anwesend war. "Er hatte ein paar Heldenaufnahmen, die er hätte bekommen können", so Scarborough. "Aber das ist nicht passiert, und es ist nicht passiert, weil er die Medien verbannt hat."
Noch mehr News über Donald Trump haben wir an dieser Stelle für Sie aufgelistet:
- US-Präsident schweigt zu kritischen Fragen - plötzlich geht er weg
- US-Präsident während UN-Rede blamiert - Regierungsvertreter ergreifen die Flucht
- Baldiges Kriegsende? Trump schickt Putin eine unmissverständliche Botschaft
- Vorwürfe widerlegt – US-Präsident wettert gegen Zeitung
- Republikaner im Stich gelassen - US-Präsident sorgt für Panik
bos/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.