Donald Trump und Natalie Harp: Folgenreiche Entscheidung wegen ihr? US-Präsident bricht mit Medien

Donald Trump legt sich erneut mit den Medien an – doch diesmal rückt eine Frau aus seinem engsten Umfeld ins Zentrum der Eskalation. Natalie Harp, seine treue Assistentin und ständige Begleiterin, soll dem US-Präsidenten kurz vor dem überraschenden Medien-Bann kritische TV-Ausschnitte gezeigt haben.

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Experten fragen sich: Wie groß ist der Einfluss von Natalie Harp auf Donald Trump? (Foto) Suche
Experten fragen sich: Wie groß ist der Einfluss von Natalie Harp auf Donald Trump? Bild: picture alliance/dpa/AP/Mark Schiefelbein
  • Donald Trump verbannt mehrere Medien – diese Frau soll ihn aufgeheizt haben
  • Trump eskaliert gegen die Presse – Natalie Harp rückt ins Zentrum
  • Medien-Bann im Weißen Haus – Trump entscheidet offenbar im Alleingang

Sie ist eine seiner engsten Vertrauten - Natalie Harp. Neben stetigen Gerüchten, die beiden würde mehr miteinander verbinden als nur die Arbeit, ist es ausgerechnet sie, die für Trumps beispiellose Eskalation verantwortlich sein soll, die in einem rigorosen Medien-Bann endete. Die Hintergründe.

Die treue Assistentin von US-Präsident Donald Trump, Natalie Harp, hat offenbar eine Schlüsselrolle bei dem überraschenden Medienbann des Weißen Hauses gegen MS NOW, CNN und Politico gespielt. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, zeigte die 35-Jährige dem Präsidenten nur wenige Stunden vor seinem Ausbruch gezielt Fernsehausschnitte von MS-NOW-Moderatoren, in denen diese seine Regierung kritisierten.

Hetz-Tirade bei Truth Social - US-Präsident teilt gegen Medien aus

Was folgte, war eine Tirade auf Truth Social: Trump verbannte die drei Medienorganisationen mit sofortiger Wirkung aus dem Weißen Haus. Er warf ihnen vor, "Fiktion und Lügen" zu verbreiten, nannte jedoch keinen konkreten Bericht als Auslöser.

Der Vorgang wirft ein Schlaglicht darauf, wie eine einzelne Mitarbeiterin – die im Weißen Haus als "menschlicher Drucker" bekannt ist – durch gezielte Informationssteuerung weitreichende Entscheidungen des Präsidenten beeinflussen kann.

Natalie Harp: Die Frau, die Trump druckt, was er hören will

Harp ist als persönliche Assistentin eine ständige Begleiterin des Präsidenten – und verdient in dieser Funktion 150.000 Dollar jährlich. Ihren Spitznamen "menschlicher Drucker" trägt sie nicht ohne Grund: Zu ihren Hauptaufgaben gehört es, positive Medienberichte über Trump auszudrucken und ihm vorzulegen sowie schmeichelhafte Social-Media-Beiträge vorzuschlagen, die er online teilen kann.

Wie eng das Verhältnis zwischen den beiden ist, zeigen private Briefe aus dem Jahr 2023. Darin schrieb Harp an Trump, sie sei seiner "nicht würdig". "Du bist alles, was mir wichtig ist", heißt es in den Nachrichten weiter. Außerdem versicherte sie ihm: "Ich möchte dich niemals enttäuschen."

Die 35-Jährige folgt dem 80-jährigen Präsidenten dabei praktisch auf Schritt und Tritt – eine Nähe, die ihr offenbar erheblichen Einfluss auf seine Stimmungslage verschafft.

Donald Trump beklagt zu wenig Unterstützung bei den Medien

Hinter dem Ausbruch steckt eine tiefere Frustration: Im privaten Kreis hat Trump seinen Mitarbeitern gegenüber wiederholt beklagt, dass ihm zu wenige politische Verbündete zur Seite stünden, die ihn im Fernsehen verteidigten oder seine Erfolge in der zweiten Amtszeit angemessen würdigten. Das berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Quellen.

Dabei hatten Berater den Präsidenten in der Vergangenheit stets von derart drastischen Schritten abhalten können, etwa indem sie einzelne Reporter von Terminen im Oval Office ausschlossen oder die Pressebeteiligung bei kleineren Veranstaltungen einschränkten, berichtet der "Daily Beast".

Trumps Alleingang: Wiles war nicht da - und niemand wusste Bescheid

Der Zeitpunkt des Banns war kein Zufall: Stabschefin Susie Wiles, die als einflussreichste Stimme im Weißen Haus gilt, befand sich zum Zeitpunkt der Entscheidung in Florida.

Ohne ihre mäßigende Präsenz traf Trump die Entscheidung offenbar im Alleingang. Laut "Politico" wurden selbst ranghohe Mitarbeiter im Weißen Haus von dem Schritt völlig überrumpelt. Mehr als ein Dutzend aktuelle und ehemalige Trump-Beamte zeigten sich "verwundert über die Entwicklung". Einige Regierungsmitarbeiter meldeten sich demnach sogar unaufgefordert, um mitzuteilen, dass ihnen die Entscheidung "ein Rätsel" sei.

Rotes Blinklicht und eingezogene Ausweise

Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten: Als Journalisten von MS NOW, CNN und Politico am Samstag versuchten, das Weiße Haus zu betreten, wurden ihnen die physischen Presseausweise abgenommen und der Zugang verwehrt. MS-NOW-Reporterin Akayla Gardner schilderte den Vorgang: Als sie ihren Ausweis scannen wollte, leuchtete ein rotes Blinklicht auf. "Der Beamte bat mich, meinen Ausweis auszuhändigen; er sagte, er sei deaktiviert", berichtete sie.

Im Oval Office begründete Trump den Schritt am Freitag mit "kumulativen Geschichten" – ohne einen einzelnen Bericht konkret zu benennen. Auf Truth Social hatte er zuvor lediglich von "Fiktion und Lügen" gesprochen und gleichzeitig eine Warnung nachgeschoben: Weiteren "Fake-News-Medien" drohe dasselbe Schicksal. Welche Redaktionen als Nächstes betroffen sein könnten, ließ er offen.

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