Donald Trump: US-Präsident während UN-Rede blamiert - Regierungsvertreter ergreifen die Flucht
Donald Trump hat mit seiner Rede mehrere Regierungsvertreter aus Kuba und dem Iran in die Flucht geschlagen. Während der US-Präsident mit Anschuldigungen und Drohungen nicht geizte, hielt es sie nicht auf ihren Plätzen.
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme - Uhr
Suche
- Regierungsvertreter aus Kuba und dem Iran fliehen während Donald Trumps Rede
- US-Präsident ätzt bei UN-Generaldebatte gegen Länder
Donald Trump schafft es kaum noch, Menschen für ein Maga-Event zu begeistern. Da verwundert es nicht, dass er auf der politischen Bühne einige Politiker in die Flucht schlägt. So geschehen am Dienstag (22. September) bei der UN-Vollversammlung. Mehrere Regierungsvertreter aus zwei Ländern verließen plötzlich den Saal. Wie kam es dazu?
Weitere Meldungen über Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.
Kubas Regierungsvertreter verlassen bei Donald Trumps UN-Rede den Saal
Als Erstes giftete er gegen Kuba. "Es ist ein völlig gescheiterter Staat", sagte Trump. "Es (Kuba) scheitert so sehr wie nie zuvor." Daraufhin war im Live-Stream zu sehen, wie Regierungsvertreter des Landes ihre Sachen einsammelten und den Saal verließen. Trump blieb davon ungerührt und sprach weiter. Der US-Präsident behauptete, "das kubanische Regime" hätte "auch Jahrzehnte damit verbracht, mit linksextremen Radikalen und kommunistischen Netzwerken hier in den Vereinigten Staaten zu koordinieren". Das hätte das US-Außenministerium "detailliert beschrieben. Er nannte in dem Zusammenhang die "Communist Party USA, Antifa und die Democratic Socialists of America."
Trump: The Cuban regime has also spent decades coordinating with the left-wing radicals and communist networks here in the United States as our State Department has detailed such as the Communist Party USA, Antifa, and the Democratic Socialists of America. pic.twitter.com/7IUZiLFaFU
— Acyn (@Acyn) September 22, 2026
Kuba wehrt sich nach Trumps Anschuldigungen
Kuba wehrte sich gegen die Anschuldigungen. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez verurteilte Trumps Aussagen auf der Plattform X als "Unwahrheiten". Er schrieb: "Die US-Regierung kann nicht akzeptieren, dass Kuba ein komplett souveränes und unabhängiges Land ist.Keine der von Trump vor der UNO verbreiteten Unwahrheiten kann diese Tatsache leugnen". Er machte deutlich, dass Kuba keine Bedrohung darstelle. "Die wirtschaftliche Blockade, einschließlich der Energiebelagerung, bedroht hingegen Kuba und die übrigen Nationen. Es handelt sich um einen Akt des Völkermords und eine kollektive Bestrafung", schrieb Rodriguez. Am Ende betonte er die Friedfertigkeit seines Landes. Kuba habe Frieden verdient.
The #US government is incapable of accepting that #Cuba is and has the right to be a full sovereign and independent country. None of the falsehoods by the US President at the @UN can deny that fact.
— Bruno Rodríguez P (@BrunoRguezP) September 22, 2026
Cuba posses no threat to the US or any country.
The economic blockade,… pic.twitter.com/1tM4XNACi9
Iran ergreift die Flucht
Nicht nur kubanische Regierungsvertreter wollten sich Trumps Rede nicht mehr anhören. Auch Delegierte aus dem Iran gingen, nachdem Donald Trump erklärte, er habe die Wahl zwischen Diplomatie und Zerstörung. Er sprach von Chancen, drohte dem iranischen Regime gleichzeitig damit, sie "in die Hölle zu treiben".
US-Präsident spricht über Iran-Verhandlungen
Trotz des Vorfalls während seiner Rede, sollen sich die USA und der Iran für Gespräche getroffen haben. Das erklärte Trump am Rande der UN-Generaldebatte. Das Gespräch am Dienstag sei "sehr gut" gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen. Direkte Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt.
Diese News über Donald Trump sind ebenfalls einen Blick wert:
- Baldiges Kriegsende? Trump schickt Putin eine unmissverständliche Botschaft
- Medien ziehen vor Gericht - US-Präsident steht alleine da
- Militärexperte warnt vor schädlichem Verhalten - Trump-Minister am Pranger
- Für Trumps als Sieg getarntes "Verbrechen" hagelt es scharfe Kritik
- "The Don" aus der Fassung gebracht - US-Präsident beleidigt Journalistin
bos/news.de/dpa
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.