Donald Trump: US-Präsident gewarnt - "Besessenheit" könnte ihm zum Verhängnis werden
Wird Donald Trump seine Entscheidung, mehreren Medien den Zugang zum Weißen Haus zu verwehren, schon bald wieder bereuen? Nach dem angedrohten Presse-Boykott könnte dem US-Präsidenten, seine "Besessenheit" von Aufmerksamkeit auf die Füße fallen, findet ein Politikexperte.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Fällt die Entscheidung, mehrere Medien aus dem Weißen Haus zu verbannen, Donald Trump bald auf die Füße?
- Laut Ex-Clinton-Mitarbeiter David Rothkopf könnte ihm seine "Besessenheit" von Aufmerksamkeit zum Verhängnis werden
- Doch nun würde deutlich weniger über ihn berichtet werden
In den USA liefert sich Donald Trump aktuell einen beispiellosen Streit mit mehreren amerikanischen Medien. Der Präsident entzog CNN, MS Now und "Politico" am vergangenen Freitag die Presseakkreditierungen für das Weiße Haus, weil diese seiner Meinung nach zu negativ und sogar falsch über ihn berichteten. In der Folge wurde der regierungseigene Sender "Trump TV" gestartet und es kam zu einer peinlichen Tonpanne bei der Übertragung eines öffentlichen Auftritts des 80-Jährigen. Nicht nur die Technikprobleme könnten Trump nach Ansicht eines Politikexperten schon bald wieder zum Umdenken bewegen.
Donald Trump schließt Medien aus dem Weißen Haus aus - droht sein Plan zu scheitern?
David Rothkopf, ehemaliger Vize-Staatssekretär im Handelsministerium der Regierung des demokratischen Ex-US-Präsidenten Bill Clinton, nannte Trumps Medien-Ausschluss eine "schlechte Idee". Der 70-Jährige argumentierte in einer aktuellen Folge des "The Daily Beast Podcast", dass Trumps Plan gehörig nach hinten losgehen könnte. Schließlich würde der US-Präsident durch den Presse-Ausschluss weniger Aufmerksamkeit zuteilwerden. Für Trump sei es dem Kommentator zufolge aber wichtig, "Anerkennung zu bekommen" und im "Mittelpunkt" zu stehen. "Das Einzige, was er im Leben will, ist, im Fernsehen zu sein." Er nannte dies sogar "seine Besessenheit".
Ehemaliger Clinton-Mitarbeiter spricht über "Besessenheit" des US-Präsidenten
Mehrere Medien, die zunächst nicht von Trumps Presse-Boykott betroffen waren, haben sich zusammengeschlossen und schränkten ihre Berichterstattung über das Weiße Haus ebenfalls ein. "Wie lange wird es dauern, bis Trump in dieser ganzen Sache einknickt?", fragte sich Rothkopf im "The Daily Beast Podcast". Schließlich wurde der Presse-Boykott auf unbestimmte Zeit angedroht."Ich glaube, wenn über Trump nicht mehr berichtet würde – wenn diese Medienblockade, dieser Boykott in Kraft träte –, würde er anfangen, an seiner eigenen Existenz zu zweifeln", so Rothkopf. "Ich glaube, er glaubt nicht, dass er existiert, solange er nicht im Fernsehen etwas über sich selbst liest oder sieht."
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gom/sba/news.de
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