Donald Trump: Weißes Haus startet "Trump TV" – peinliche Tonpanne sorgt für Spott

Nachdem Donald Trump mehreren US-Medien die Akkreditierung für das Weiße Haus entzogen hatte, startete das Weiße Haus den hauseigenen Sender "Trump TV". Derweil führte die Verbannung von Journalisten zu einer peinlichen Tonpanne.

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Das Weiße Haus hat den neuen Sender "Trump TV" gestartet.  (Foto) Suche
Das Weiße Haus hat den neuen Sender "Trump TV" gestartet.  Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Weißes Haus lanciert neuen Sender "Trump TV" nach Streit mit amerikanischen Medien
  • Donald Trump hatte zuvor mehreren Medienhäusern die Akkreditierung für das Weiße Haus entzogen
  • Verbannung von Journalisten sorgte für peinliche Tonpanne

Der Streit zwischen Donald Trump und amerikanischen Medien geht in die nächste Runde. Am Montagabend (Ortszeit) hat das Weiße Haus seinen eigenen Online-Kanal gestartet. Unter dem Namen "Trump TV" zeigt der Stream rund um die Uhr Inhalte – zum Auftakt waren Reden von US-Präsident Donald Trump sowie Aufnahmen von Militärmanövern zu sehen, kommentiert von einer Stimme, die die Stärke der Streitkräfte hervorhob.

Weißes Haus startet "Trump TV"

Laut Weißem Haus soll das Programm künftig "die besten Momente aus der Vergangenheit, Ankündigungen sowie die neuesten und wichtigsten Nachrichten aus der Regierung" liefern. Journalistisch aufbereitete Beiträge oder Eigenproduktionen suchte man zum Start allerdings vergeblich. "Nicht jeder wichtige Moment hat es bisher ins Fernsehen geschafft", erklärte das Weiße Haus – mit "Trump TV" solle sich das ändern.

Angriff auf die Pressefreiheit? Donald Trump entzog CNN, MS Now und "Politico" die Akkreditierung

Vorausgegangen war Trumps Entscheidung vom vergangenen Freitag, den Medienhäusern CNN, MS NOW und "Politico" mit sofortiger Wirkung die Akkreditierung für das Weiße Haus zu entziehen. Begründung: Die drei Häuser würden gezielt Falschinformationen verbreiten. Kritiker werten den Schritt als Einschüchterung und Frontalangriff auf die Pressefreiheit. Alle drei betroffenen Medien haben inzwischen Klage gegen ihren Ausschluss eingereicht.

Aus Solidarität zogen weitere große US-Medien Konsequenzen. Namhafte Printmedien wie die "New York Times" und die "Washington Post" reduzierten am Montag ihre Foto-Berichterstattung, andere große TV-Sender schränkten die tägliche Begleitung des Präsidenten bei offiziellen Terminen ein.

Journalisten spotten über Tonpanne bei Trump-Auftritt

Das führte nun zu einer peinlichen Szene. Bei einem Pressetermin vor dem Weißen Haus redete Trump minutenlang – doch auf dem hauseigenen Livestream war kein Wort zu verstehen. Der Grund: Weil die Pool-Journalisten der TV-Sender diesmal nicht mit eigenen Kameras und Mikrofonen vor Ort waren, fehlte schlicht die übliche Tontechnik. Normalerweise stellen die Sender ihr aufgezeichnetes Material allen anderen Medienhäusern zur Verfügung und teilen sich so auch die Kosten. Mehrere US-Journalisten kommentierten den Vorfall genüsslich – Trump sei seiner eigenen Zensur zum Opfer gefallen.

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/bua/news.de/dpa/stg

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