Donald Trump: Republikaner im Stich gelassen - US-Präsident sorgt für Panik
Mit dem Fokus auf sich und seine Prestigeprojekte alarmiert US-Präsident Donald Trump die republikanische Partei kurz vor den Zwischenwahlen. Eine Ego-Veranstaltung des 80-Jährigen könnte Republikanern den letzten Nerv rauben.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Donald Trump soll Republikanern mit seiner Selbstinszenierung vor den Zwischenwahlen schaden
- Korrespondentin offenbart Unmut in der republikanischen Partei
- Republikaner versuchen, im Wahlkampf von Trump wegzukommen
Knapp 70 Tage vor den US-Zwischenwahlen im November wächst die Unruhe in der Republikanischen Partei. Der Grund dafür sitzt im Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump, drängt sich mit aller Macht in den Vordergrund des Midterm-Wahlkampfes - und ignoriert seine ausgewachsene Unbeliebtheit in der Bevölkerung. In aktuellen Umfragen liegen seine Zustimmungswerte am Boden. Die Reaktion des 80-Jährigen auf die Erhebung geht an der Realität vorbei. Für republikanische Kandidaten im ganzen Land ist sein Verhalten ein Albtraum.
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Republikanische Strategen verzweifeln an Trumps Selbstinszenierung
Innerhalb der Partei herrscht blanke Nervosität. Republikanische Wahlkampfstrategen versuchen seit Wochen, die einzelnen Rennen um Kongress- und Senatssitze möglichst lokal zu halten – weg von Trump, hin zu den jeweiligen Kandidaten und regionalen Themen. Doch der Präsident durchkreuzt diese Pläne systematisch. "Viele Strategen, mit denen ich gesprochen habe, fragen sich: 'Warum um alles in der Welt tun wir das? Warum gehen wir nicht raus und machen diese Debatten lokal?'", schilderte die politische Korrespondentin Farrah Tomazin im "Daily Beast Podcast".
Die geplante "Midterm Convention" in Dallas im September gilt dabei als Paradebeispiel für Trumps kontraproduktive Selbstinszenierung. Statt einzelnen Kandidaten die Bühne zu überlassen, macht sich der Präsident zum alleinigen Mittelpunkt.
Trump lässt Republikaner vor Zwischenwahlen allein – und widmet sich lieber Bauprojekten
Während republikanische Kandidaten um ihre politische Zukunft bangen, widmet sich Trump mit Hingabe seinen Prestigeprojekten. Erst kürzlich verbrachte er einen ganzen Morgen damit, auf Truth Social Bilder von aufgehübschten Wasseranlagen in Washington zu posten. "Er hat nicht nur nichts geliefert, sondern den Fokus so sehr auf sich selbst verschoben, dass seine Prioritäten völlig daneben liegen – und die Leute sehen das", erklärte Tomazin.
US-Präsident hält Wahlversprechen nicht
Aus Wählersicht fasste die Korrespondentin die Stimmung so zusammen: "Du hast mir all das versprochen. Es passiert nicht nur nichts davon, sondern du konzentrierst dich jetzt auch noch auf teure Projekte wie einen Ballsaal im Weißen Haus, einen Hubschrauberlandeplatz, einen großen Ehrenbogen für dich selbst – und redest nicht genug über meine Probleme."
Dafür verliert er sich in Versprechungen, wie denen eines "Goldenen Zeitalters". Der Alltag vieler Menschen steht im absoluten Widerspruch zu zum Beispiel seinen Schilderungen über sinkende Preise an den Tankstellen. Der Iran-Krieg hat die Benzinpreise in die Höhe getrieben, die Inflation liegt mittlerweile über dem Niveau bei seinem Amtsantritt.
Trump verdient an Benzinnot
Die Gleichgültigkeit des Präsidenten gegenüber den wirtschaftlichen Nöten der Bevölkerung geht dabei über bloße Ignoranz hinaus. Trump hat aus seiner Haltung kein Geheimnis gemacht – mit Aussagen wie "Ich liebe die Inflation" und "Die Midterms sind mir egal". ER selbst profitiert noch von den Energieaktien, die durch die Blockade der Straße von Hormus anstiegen. Laut einem aktuellen Bericht der Demokraten im gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des Kongresses könnten seine Gewinne aus diesen Anlagen in diesem Jahr bis zu 15,5 Millionen Dollar betragen.
Das Weiße Haus kontert - Trump als "Baumeister-Präsident" gelobt
Konfrontiert mit der Kritik verteidigte Sprecher Davis Ingle die Bauprojekte des Präsidenten und wies die Vorwürfe zurück. "Präsident Trump kann gleichzeitig gehen und Kaugummi kauen", erklärte Ingle gegenüber "The Daily Beast". Die Regierung liefere weiterhin bei ihrem Programm für bezahlbare Lebenshaltungskosten – durch niedrigere Medikamentenpreise, die Rückverlagerung von Arbeitsplätzen und sinkende Benzinpreise.
Ingle pries Trump zudem als "Baumeister-Präsidenten", der wie kein anderer Staatschef zuvor die Hauptstadt verschönere – von der Restaurierung historischer Denkmäler bis zur Reinigung des Reflecting Pool. Ob diese Botschaft bei Wählern hängen bleibt oder der US-Präsident anfängt, seine Ego-Show zu beenden und sich den Bedürfnissen der Menschen zuzuwenden, bleibt abzuwarten.
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bos/ife/news.de/stg
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