Donald Trump: Demokrat warnt - "The Don" könnte die USA an den "Rand des Abgrunds" treiben
Donald Trump meckerte im anhaltenden Handelskonflikt über Kanada, nachdem die Verhandlungen scheiterten. Kurz darauf verhängte der US-Präsident Zölle. Ein Demokrat warnt jetzt eindringlich vor den Folgen.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Zollkonflikt zwischen den USA und Kanada ist eskaliert
- Trump schimpft gegen Kanada und erhöht Zölle
- Demokrat warnt vor schweren Folgen des Handelstreits
Der Zollkonflikt zwischen den USA und Kanada ist eskaliert. Donald Trump hat die Situation mit einer Nachricht weiter angeheizt, nachdem beide Seiten bei Verhandlungen zu keiner Einigung gekommen sind. Nicht nur Wirtschaftsverbände in beiden Ländern warnen vor schweren ökonomischen Folgen.
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Donald Trump ätzt im Handelsstreit gegen Kanada
Statt die Wogen zu glätten, goss Trump noch weiter sprichwörtlich Öl ins Feuer. "Kanada will die Vorteile eines Bundesstaates, ohne einer zu sein!!!" schrieb der US-Präsident auf der Plattform Truth Social am Sonntag (23. August), in seinen ersten öffentlichen Äußerungen seit dem Scheitern der Verhandlungen. "Außerdem haben sie unsere großartigen Landwirte über viele Jahre mit massiven Zöllen belastet. Damit ist jetzt Schluss!!!"
US-Präsident verhängt harte Zölle gegen Kanada - Demokrat warnt vor Folgen
Brendan Boyle, Mitglied des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses, warnte am Sonntag in der Sendung "The Weekend" von MS Now und zeigte sich alarmiert.„Das wird insgesamt massive Auswirkungen sowohl auf die Exporte als auch auf die Importe haben", sagte Boyle. "In einer Zeit, in der die amerikanische Wirtschaft wirklich am Rande einer Rezession steht, ist das genau die Art von Maßnahme, die uns tatsächlich über die Kante stoßen könnte." Diese Zölle seien die höchsten, mit denen die USA seit einem Jahrhundert konfrontiert seien. Zuletzt waren die Zölle während der Weltwirtschaftskrise hoch.
Verhandler der beiden Nachbarstaaten hatten bis in die Nacht zum Samstag über eine Vereinbarung beraten, um die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle abzuwenden. Nach den geplatzten Verhandlungen traten noch in der Nacht Zölle in Höhe von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Güter in Kraft. Betroffen sind kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar - also etwa fünf Prozent der Einfuhren insgesamt -, darunter etwa Hockeyschläger, Möbel oder Wein.
Ansage an Republikaner - US-Abgeordneter übt Kritik
Für die Situation machte der demokratische US-Abgeordnete auch die republikanische Partei verantwortlich. "Warum ist die republikanische Mehrheit im Kongress nur so schwach, dass sie nicht bereit ist, für diesen Präsidenten einzustehen?", sagte Boyle und korrigierte sich dann wegen des "freudschen Versprechers": "Oder sie könnten sich gegen diesen Präsidenten stellen. Stattdessen setzen sie sich für diesen Präsidenten ein."
Warnung vor Trumps Zöllen - schädliche Folgen drohen
Neue Zölle könnten die Kosten für US-Unternehmen und Verbraucher erhöhen, wichtige Lieferketten stören und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern belasten, warnte Joshua Bolten, der Vorsitzende der US-Managervereinigung Business Roundtable, in der die Chefs von rund 200 großen Konzernen zusammengeschlossen sind. Beide Regierungen sollten an den Verhandlungstisch zurückkehren und schädliche Zölle abschaffen, forderte er.
Ähnlich äußerte sich der Chef des kanadischen Industrieverbandes, Dennis Darby. "Unser Wunsch wäre, dass sie schnell wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Ich glaube aber nicht, dass das in absehbarer Zeit passieren wird," sagte Darby der Zeitung "Globe and Mail" am Samstag.
Kanadas Premierminister Carney verkündet Gegenmaßnahmen
Darby ist auch Mitglied des Beratungsgremiums von Premierminister Mark Carney für die Wirtschaftsbeziehungen zu den USA. Besonders problematisch sei die anhaltende Ungewissheit für die Investitionsbereitschaft von Unternehmen, so Darby. Wenn das Hin und Her langfristig anhalte, könne dies das Vertrauen der Firmen in Investitionsentscheidungen untergraben. Die Lage sei bereits von Unsicherheit geprägt gewesen und könne nun "noch volatiler" werden, warnte er. Kanadas Premierminister Mark Carney wendete sich gegen Trump und kündigte Gegenmaßnahmen an.
Die beiden Länder befinden sich in einer schwierigen Ausgangslage. "Sollte Ottawa die Zölle nachziehen und Trump darauf mit einer Eskalation reagieren, würden beide Seiten in eine kostspielige und schädliche Spirale aus Vergeltungsmaßnahmen geraten", schrieb der Leiter des Center for a New American Security, Richard Fontaine, auf der Plattform X. Die beiden Länder befänden sich bereits jetzt in einem Handelskrieg.
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bos/ife/news.de/dpa
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