Donald Trump: Autorennen endet für US-Präsidenten im Chaos

Lange Wartezeiten für Wasser, wenig Sitzplätze und Probleme auf der Rennstrecke. Donald Trumps IndyCar-Spektakel in Washington geriet für den US-Präsidenten zu einem logistischen Fiasko.

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Auf dem IndyCar Freedom 250 Grand Prix herrschte ein Durcheinander. (Foto) Suche
Auf dem IndyCar Freedom 250 Grand Prix herrschte ein Durcheinander. Bild: picture alliance/dpa/Pool The New York Times | Doug Mills
  • Chaos beim IndyCar Freedom 250 Grand Prix
  • Schlangen, kaum Sitzplätze, aber Trump prahlt: Journalistin offenbart Durcheinander beim Autorennen
  • Strecken-Misere: Straßen bereiteten Rennfahrern Probleme

Was als spektakuläres Motorsport-Highlight auf Washingtons berühmtester Prachtstraße geplant war, endete am 23. August in einem organisatorischen Desaster. Tausende Besucher strömten zur National Mall, um den IndyCar Freedom 250 Grand Prix zu erleben – ein Rennen, das US-Präsident Donald Trump persönlich per Executive Order ins Leben gerufen hatte. Statt Rennfieber erlebten die Zuschauer jedoch vor allem eines: endloses Anstehen bei knapp 29 Grad Celsius.

Probleme bei Trumps IndyCar-Event - lange Schlangen für Wasser und wenig Sitzplätze

Die in Washington ansässige Journalistin Amanda Moore dokumentierte die Zustände vor Ort per Video. Ihre Aufnahmen zeigten Menschenmassen, die sich vor einem Stand mit der Aufschrift "Water" drängten. "Leute ganz vorne haben mir gesagt, dass sie seit einer halben Stunde warten", schrieb Moore auf X.

Das war nicht das einzige organisatorische Problem. Getränke gab es ausschließlich im mittleren Bereich des Geländes. Wer an den Seiten stand und tatsächlich die Rennstrecke sehen konnte, musste sich erst in eine weitere Schlange einreihen, um über eine Brücke auf die andere Seite zu gelangen.

Auch die Sitzplätze reichten bei Weitem nicht aus. Besucher teilten Videos von überfüllten Tribünen und endlosen Warteschlangen davor. Zudem waren die Zugänge zur Strecke verstopft, während die Sonne unbarmherzig auf die Menge brannte.

Auto-Probleme bei Donald Trumps Rennevent in Washington

Auch die Strecke hatte offenbar so ihre Tücken. Der Account "Call To Activism" und andere Nutzer machten darauf aufmerksam, dass die Straßen von Washington für ein Autorennen dieser Art nicht gemacht sind. "Der Freedom-250-Kurs, eingerichtet von Trumps Administration, erweist sich als tückisch, mit einer sichtbar holprigen Strecke und zahlreichen Autos, die gefährlich ausscheren oder gegen Betonbarrieren krachen. Er versaut wirklich alles", schriebCall To Activism mit einem Seitenhieb in Richtung des US-Präsidenten. Sie teilten ein Video, in dem unter anderem ein Fahrzeug die Wand streifte.

Massen-Schlange nach dem Autorennen

Auch als das Rennen längst vorbei war, nahm das Durcheinander kein Ende. Moore berichtete, dass sich auf den Brücken rund um das Gelände erneut massive Schlangen bildeten, als Tausende gleichzeitig versuchten, die National Mall zu verlassen.

Schon Trumps 250-Jahr-Feier endete im Chaos

Die Szenen erinnerten an ein anderes Großereignis auf derselben Fläche: Trumps Staatsfeier zum 4. Juli früher in diesem Sommer. Damals hatte ein Unwetter eine Evakuierung ausgelöst und die Veranstaltung ins Chaos gestürzt. Der Präsident konnte seine Rede erst mit über 90 Minuten Verspätung beginnen – während Besucher noch auf das Gelände zurückströmten.

Viele Besucher reagierten schnell auf Moores Bericht und warfen ihr Lügen vor. Ihren Darstellungen nach gab es kostenlose Wasserflaschen und Stationen, um seine Flaschen mit Wasser aufzufüllen. Moore beharrt auf ihren Beobachtungen und Gesprächen mit Zuschauern. Von einem reibungslosen Ablauf schrieb auch ein anderer Nutzer, der das Event mit neun von zehn Punkten bewertete. Er berichtete, dass die Organisation nicht "schlampig" gewesen sei. Alles von den Ein- und Ausgängen bis hin zu den Sitzplätzen sei normal gewesen.

"Größer und besser" – US-Präsident prahlte

Dabei hatte Trump das Rennen im Vorfeld mit gewohntem Enthusiasmus angepriesen. In einem Interview auf der Strecke vor dem Start erklärte der 80-Jährige gegenüber "Fox Sports", die Organisation sei nach mehreren gescheiterten Anläufen in der Vergangenheit "in etwa 15 Minuten" über die Bühne gegangen. "Es hat sich als viel größer herausgestellt, als wir jemals für möglich gehalten hätten", so Trump. "Viele Leute wollen kommen, also ist es, glaube ich, größer und besser geworden."

Die Wirklichkeit auf dem Veranstaltungsgelände erzählte allerdings eine andere Geschichte. Trumps Formel von "größer und besser" hätte dringend eine logistische Entsprechung gebraucht – denn an der Umsetzung haperte es gewaltig. Weder das Weiße Haus noch IndyCar äußerten sich zu dem Bericht.

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