Melania Trump: Auf der Flucht vor Donald Trump? Trump-Biograf packt aus

Erst war sie monatelang vermisst, nun meldet sich Melania Trump mit Hohn und Spott zurück, glaubt Trump-Biograf Michael Wolff. Sie hat ihre Rolle als First Lady längst aufgegeben. Eine Analyse untermauert die Vorwürfe.

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Laut Trump-Biograf Michael Wolff soll sich Melania Trump (56) längst von Donald Trump und auch ihren Pflichten als First Lady losgesagt haben. Ihr jüngster Auftritt war auch ein Fingerzeig in Richtung Trump. (Foto) Suche
Laut Trump-Biograf Michael Wolff soll sich Melania Trump (56) längst von Donald Trump und auch ihren Pflichten als First Lady losgesagt haben. Ihr jüngster Auftritt war auch ein Fingerzeig in Richtung Trump. Bild: picture alliance/dpa/AP/Jacquelyn Martin
  • Melania Trump abgetaucht - jetzt sorgt ihr überraschender Auftritt für neue Spekulationen
  • Trump-Biograf erhebt schwere Vorwürfe - First Lady soll ihre Rolle längst aufgegeben haben
  • Wohltätigkeit als Geschäftsmodell? First Lady auf Abwegen
  • Melania soll sich bewusst von den Erwartungen an eine First Lady entziehen

Mehr als einen Monat lang war Melania Trump von der öffentlichen Bildfläche verschwunden. Viel fragten sich in der Tat: Wo ist Melania Trump? Doch keine Panik! Am Donnerstag dann ein kurzer Auftritt im Rosengarten des Weißen Hauses – ihr erster seit Wochen. Für Trump-Biograf Michael Wolff ist das kein Zeichen der Rückkehr, sondern der endgültige Beleg dafür, dass die 56-Jährige ihre Rolle als First Lady faktisch aufgegeben hat.

Die Ehefrau des Präsidenten war erschienen, um die Erweiterung ihrer Bildungsinitiative "Fostering the Future" zu verkünden. Doch Wolff sieht in dem seltenen Auftritt weit mehr als eine harmlose Wohltätigkeitsveranstaltung. Im Podcast "Inside Trump's Head" erhob er schwere Vorwürfe: Melania Trump entziehe sich systematisch den traditionellen Pflichten ihres Amtes und nutze ihre Position stattdessen für private Geschäftsinteressen. Das Weiße Haus reagierte laut "The Daily Beast" zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Trump-Insider sicher: Melania Trump verhöhnt die Öffentlichkeit

Bei ihrem Auftritt im Rosengarten begrüßte Melania Trump die Anwesenden mit den Worten: "Ich habe gehört, ihr habt mich vermisst. Hier bin ich." Dazu ein Lächeln. Wolff interpretiert diesen scheinbar harmlosen Satz allerdings ganz anders.

"Es gibt einen schmalen Grat zwischen Neckerei und Verhöhnung", sagte der Autor im Podcast. "Und ich glaube, sie hat ihn überschritten. Das ist tatsächlich eine Provokation: 'Ihr wisst, dass ich nicht hier bin, ich weiß, dass ich nicht hier bin, alle wissen, dass ich nicht hier bin – aber schert euch zum Teufel.'"

First Lady - verbale Spitze richtet sich auch gegen Donald Trump

Auf die Frage seiner Co-Moderatorin Joanna Coles, ob sich diese Botschaft an den Präsidenten oder an die Öffentlichkeit richte, antwortete Wolff unmissverständlich: "Ich denke, an alle – und auch an den Präsidenten." Melania komme und gehe, wie es ihr passe, völlig unkontrolliert.

Melania und Donald Trump - und immer wieder Gerüchte über Eheprobleme

Dass das Verhältnis zwischen Donald Trump und Melania keineswegs das eines glücklichen Ehepaares gleicht, darüber wird seit Beginn der Amtszeit von Trump mehr als nur spekuliert. Immer wieder plaudern Insider aus dem Weißen Haus kuriose Ehedetails aus. So soll es zwischen Donald Trump und Melania zu einem regelrechten Wettstreit gekommen sein beim Einrichten ihrer Schlafgemächer - natürlich getrennt. Auch wenn inzwischen den meisten klar sein sollte, dass die First Lady die meiste Zeit ohnehin abseits von Washington verbringt.

Und auch ihr Kennenlernen gibt immer wieder Rätsel auf. Im Rahmen der Epstein-Ermittlungen gab es immer wieder Hinweise, dass sich die beiden angeblich durch den verurteilten Sexualstraftäter kennenlernten - beide dementierten diese Gerüchte hartnäckig.

Wohltätigkeit oder Werbeveranstaltung für Milliardäre?

Melanias Initiative "Fostering the Future", die seit 2021 Stipendien für Pflegekinder an Hochschulen im ganzen Land vergibt, klingt zunächst nach klassischem First-Lady-Engagement. Am Donnerstag verkündete sie die Ausweitung des Programms – ermöglicht durch eine Zwei-Millionen-Dollar-Spende von Fox Corporation und IndyCar, dem Rennunternehmen des Milliardärs Roger Penske.

Wolff sieht darin allerdings weniger Philanthropie als geschicktes Geschäftsgebaren. "Theoretisch war sie in Washington, um eine Ankündigung über wohltätige Arbeit zu machen, aber es handelt sich um eine seltsame Art von Unternehmensinteraktion, ein Sponsoring", sagte er. In Wahrheit sei die Veranstaltung eine Werbeplattform für die geschäftlichen Interessen der Familie Penske gewesen.

Die First Lady habe ihre offizielle Aufgabe, gemeinnützige Arbeit zu leisten, in ein Privatunternehmen für sich selbst umgewandelt, so Wolff. Den Großteil ihrer Zeit verbringe sie damit, ihre theoretische Rolle als Präsidentengattin zu Geld zu machen.

Melania Trump hat ihre Aufgabe als "First Lady" längst aufgeben

Die Zahlen untermauern Wolffs Kritik eindrucksvoll. Eine Auswertung von "The Daily Beast" ergab, dass Melania Trump bis zum 31. Juli 2026 an lediglich 38 Tagen öffentlich in Erscheinung getreten war. Bei zwei dieser ohnehin raren Anlässe bewarb sie zudem ihren eigenen Dokumentarfilm.

Erstaunlicherweise übertrifft diese magere Bilanz sogar noch das Vorjahr: 2025 zählte man nach der Amtseinführung ihres Mannes gerade einmal 47 öffentliche Auftritte. Im Vergleich dazu hielt Michelle Obama im entsprechenden Zeitraum von 18 Monaten 130 Reden. Selbst Jill Biden, die parallel zu ihren Pflichten als First Lady als Englischprofessorin an einem Community College in Virginia unterrichtete, kam auf 43 Ansprachen.

Melanias Arbeitspensum entspricht damit nur 22 Prozent von Michelles Leistung – und liegt sogar unter dem von Jill Biden, die nebenbei einem regulären Beruf nachging.

"Die First Lady ist keine First Lady"

Wolffs Gesamturteil fällt vernichtend aus. Melania Trump habe nicht nur die traditionellen Pflichten einer Präsidentengattin abgelegt – sie habe die Position in etwas verwandelt, das es in der Geschichte des Weißen Hauses noch nie gegeben habe. "Die First Lady ist hier eine Lobbyistin für Unternehmensinteressen, und die First Lady ist jemand, der nicht die First Lady ist", fasste er zusammen. "Zumindest nicht die First Lady, die das Weiße Haus bewohnt."

Melania Trump hat laut Trump-Biograf Wolff längst aufgegeben. Sie entziehe sich jeder Erwartung und agiere nach eigenem Gutdünken. Und sie wendet sich somit nicht nur von ihren offiziellen Pflichten ab - sondern auch von Ehemann Donald Trump.

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