Donald Trump: Streben nach "Aufmerksamkeit"? US-Präsident "tobt und wütet" vor dem Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump widmete sich vor dem Weißen Haus den für ihn wichtigen Themen: den Renovierungsarbeiten am Helipad. Schnell wurde der Vorwurf laut, er könnte nach Aufmerksamkeit streben, während er mit seinen Aussagen viele US-Bürger an den Rand der Weißglut treibt. 

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump spricht erneut ausschweifend über seine aktuellen Bauprojekte am Weißen Haus. (Foto) Suche
Donald Trump spricht erneut ausschweifend über seine aktuellen Bauprojekte am Weißen Haus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump spricht über ein Bauprojekt am Weißen Haus
  • US-Präsident redet schwärmerisch über einen Stein
  • Trump zieht sich den Zorn der Bürger zu - Helipad-Projekt geht an der Realität vorbei
  • Spekulationen um Trumps kognitive Gesundheit

Donald Trumps Bauarbeiten am Weißen Haus gehen weiter. Nachdem vor Kurzem die nach dem früheren US-Präsidenten Thomas Jefferson benannten Säulen renoviert wurden, ist der Helikopterlandeplatz an der Reihe. Darüber sprach der 80-Jährige ausschweifend vor Reportern.

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Bauarbeiten am Weißen Haus – Donald Trump spricht nur über einen Stein

Vor dem Weißen Haus hielt Trump in der Nähe der Baustelle eine kleine Rede vor den versammelten Medienvertretern. Dabei schwärmt er immer wieder von dem verwendeten Stein, der sich auf der Fläche erstreckt. In Bezug auf den Stein spricht er von einem "Millionenleben". Dieser Stein sei speziell, stark, zerbreche nie und habe eine hohe Qualität. "Die Natur ist stärker als das, was die Menschen herstellen können. Seine Ansprache schmückte er mit lobenden Bemerkungen wie "toll" bevor er den Helikopterlandeplatz erwähnte. Dieser besteht ebenfalls aus Stein und wurde mit seinem Namen und seinen Amtszeiten als US-Präsident eingefasst. Die Arbeiten seien fast beendet. "Die harte Arbeit ist getan. Die schöne Arbeit ist erledigt", wiederholte Trump. Am Ende musste er noch das Siegel erwähnen, was für alle US-Präsidenten gedacht sei.

Hubschrauberlandeplatz mit Granit verschönert

Als Grund für den Landeplatz mit Granitboden nannte Trump, dass neue Hubschrauber bislang nicht auf dem Rasengelände landen können. Die Leistung der Triebwerke sei so groß, dass beim Landevorgang Rasenstücke herausgerissen und herumgeschleudert würden. Bislang waren deshalb ältere Modelle im Dienst.

Trump sagte auch, dass der US-Hubschrauberhersteller den Landeplatz finanziere. Medien hatten vor längerem berichtet, dass es bereits seit Jahren Pläne für den Helikopterlandeplatz gegeben habe. Die Anschaffung neuer Hubschrauber hätte wegen der Probleme für den Rasen die Frage nach einem Hubschrauberplatz aufgebracht. In Medienberichten stand auch, dass die Bauweise der neuen Hubschrauber die Gefahr berge, den Rasen durch heiße Luft, die nach unten geleitet werde, in Brand zu setzen. Die ersten Arbeiten gefielen Trump nicht und alles wurde wieder abgerissen, bevor die Bauarbeiter von vorn anfangen mussten.

"Jeden Tag zeigt er seine Verachtung für das amerikanische Volk" - Wut gegen Trump entbrannt

Trump, der die Baustelle zur Bühne machte, musste auf der Plattform X viel Kritik ertragen. Die Menschen sind wütend. Trump kümmert sich für viele Kommentatoren nur um seine Projekte und nicht um die Nöte der Bürger in den USA und um wichtige politische Krisen, wie den Iran-Krieg. Journalist Aaron Rupar vermutet hinter seinem jüngsten Auftritt Trumps Streben nach Beachtung. "Trump, der sich heute offensichtlich nach Aufmerksamkeit sehnt, steht vor dem Weißen Haus und tobt und wütet wie ein Verrückter über seine verschiedenen Eitelkeitsprojekte rund um das Weiße Haus." Andere Nutzer reagierten noch härter:

  • "Er ist da draußen und redet die ganze Zeit über Stein, während unsere Truppen leiden, die Benzinpreise in die Höhe schießen, Menschen hungern und ohne Krankenversicherung sind.
    Und dieser Idiot redet über Stein, der eine Million Jahre hält. Die Midterms können nicht schnell genug kommen."
  • "Jeden Tag zeigt er seine Verachtung für das amerikanische Volk, indem er seine Energie auf Dinge konzentriert, die uns scheißegal sind, und unsere Bitten um Hilfe bei der Bezahlbarkeit ignoriert."
  • "Ich werde eure Steuergelder für belanglosen Mist ausgeben, der nicht lebensnotwendig ist, während ihr euch fragt, ob ihr diese Woche Benzin tanken oder eure Medikamente bezahlen könnt."
  • "Können wir ihm nicht einfach eine eigene Sendung auf HGTV (ein Sender, auf dem viele Renovierungsshows laufen, Anm. d. Red.) geben und ihn endlich aus unserem Leben verbannen?"
  • "Zu wenig Aufmerksamkeit? Oh Mist, jemand soll ihm doch mal sagen, dass er Präsident ist. Das hat früher gereicht."

Gerüchte um Trumps kognitive Leistung

Derweil spekulieren andere über die kognitive Verfassung des US-Präsidenten. Viele teilen Beiträge, auf denen ihm eine frontale Demenz und andere vermeintliche mentale Probleme zugeschrieben werden. Ein Nutzer macht darauf aufmerksam, dass er sich sehr oft nach vorne beugt. Das sei für ihn "beunruhigend". Offizielle Bestätigungen dafür, dass Trump kognitive Probleme aufweist, gibt es nicht. Der letzte Gesundheitsbericht bescheinigt ihm keine derartigen Erkrankungen.

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