Donald Trump: Staatsbesuch in Irland – doch für Trump geht es auch um die eigene Kasse

Donald Trump reist im September nach Irland und verbindet dabei offizielle Termine mit einem Besuch in seinem eigenen Golfresort. Für Kritik sorgen zudem ein geplantes Bauprojekt und hohe Sicherheitskosten.

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Donald Trump: Präsident macht Auslandsreise zum Geschäftstermin (Foto) Suche
Donald Trump: Präsident macht Auslandsreise zum Geschäftstermin Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • Donald Trump besucht die Irish Open in seinem Golfresort in Doonbeg
  • Geplantes Ballsaalprojekt des US-Präsidenten stößt in Irland auf Widerstand
  • Schon Trumps Schottland-Reise sorgte wegen hoher Kosten für Kritik

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Donald Trump ist immer für eine Überraschung gut. Nachdem der US-Präsident kürzlich erst wieder Ärger mit Sängerin Ariana Grande hatte, steht nun eine Reise nach Irland auf dem Programm. Im September wird Trump das Land besuchen. Offiziell stehen diplomatische Termine auf dem Programm. Gleichzeitig führt die Reise den Präsidenten an einen Ort, an dem auch seine privaten Geschäftsinteressen eine wichtige Rolle spielen.

Trump reist zum Golfturnier nach Doonbeg

Trump soll am 12. und 13. September nach Irland reisen. Anlass für den Besuch sind unter anderem die Irish Open, die auf dem Gelände seines Golfresorts in Doonbeg an der irischen Westküste ausgetragen werden. Dass der US-Präsident eine große Vorliebe für Golf hat, ist längst kein Geheimnis. Seine häufigen Golfreisen sorgten in der Vergangenheit allerdings auch immer wieder für Kritik, insbesondere wegen der hohen Kosten, die dabei für den US-Steuerzahler entstehen.

Nach seinem Besuch in Dublin soll Trump gemeinsam mit seinen Söhnen Eric Trump und Donald Trump Jr. im Fünf-Sterne-Hotel Trump International Golf Links & Hotel unterkommen. Das Resort, zu dem auch der Golfplatz gehört, ist zugleich Austragungsort des Turniers. Mit Rory McIlroy wird dabei einer der bekanntesten Golfspieler der Welt antreten. Der nordirische Profi gehört zu den Sportlern, die Trump besonders schätzt und wird bei dem Turnier versuchen, seinen Titel zu verteidigen.

Präsidentenbesuch mit Trumps eigenen Geschäfte vermischt

Die Reise erinnert an einen ähnlichen Aufenthalt Trumps in Schottland im vergangenen Jahr. Auch damals stand neben offiziellen politischen Gesprächen sein Golfgeschäft im Mittelpunkt. Trump empfing in seinem Golfresort in Turnberry unter anderem die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den damaligen britischen Premierminister Keir Starmer. Anschließend eröffnete er einen weiteren privaten Golfplatz in Aberdeen.
Diese Verbindung von Amtsgeschäften und privaten Unternehmungen brachte Trump bereits damals Kritik ein. Nun könnte sich die Diskussion in Irland wiederholen.

Widerstand gegen Trumps Ballsaal Projekt

In Doonbeg verfolgt Trump zudem weitere Pläne für sein Resort. Auf dem Gelände soll ein großer Ballsaal entstehen. Das Vorhaben stößt jedoch auf Widerstand. Der Aktivist Liam Madden, der landesweit als Gegner umstrittener Bauprojekte bekannt ist, führt eine Kampagne gegen das Projekt. Damit steht Trump in Irland nicht nur wegen der Verbindung von Präsidialamt und Privatgeschäft im Fokus. Auch sein geplantes Ballsaalprojekt erinnert an die umstrittenen Baupläne in Washington. Dort arbeitet Trump ebenfalls an einem großen Veranstaltungsgebäude auf dem Gelände des Weißen Hauses.

Hoher Aufwand für Sicherheitsmaßnahmen erwartet

Der bevorstehende Besuch dürfte für die Sicherheitsbehörden eine erhebliche Herausforderung darstellen. Nach Berichten aus Irland laufen bereits umfangreiche Vorbereitungen. Die Sicherheitsmaßnahmen werden als außergewöhnlich groß beschrieben. Bei Trumps Schottland Reise entstanden bereits erhebliche Kosten für Sicherheitsvorkehrungen, Transport und Unterbringung. Laut "The Daily Beast" belief sich der Aufwand für die US-Steuerzahler damals auf rund zehn Millionen Dollar.

Auch in Großbritannien sorgte Trumps Aufenthalt für Proteste. Kritiker bemängelten unter anderem die hohen öffentlichen Kosten und die enge Verbindung zwischen dem Präsidentenamt und Trumps privatem Golfimperium.

Trumps Vermögen wächst weiter

Während Trump mit seiner Irland-Reise erneut sein Golfgeschäft mit einem offiziellen Aufenthalt verbindet, florieren seine privaten Finanzen. Analysen seiner Finanzunterlagen kommen zu dem Ergebnis, dass Trump im Jahr 2025 rund 2,4 Milliarden Dollar eingenommen haben soll. Damit hätte sich sein Einkommen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht. 2024 soll Trump außerhalb des Weißen Hauses rund 760 Millionen Dollar verdient haben. Der Besuch in Irland dürfte deshalb erneut die Frage aufwerfen, wo bei Trump die Grenze zwischen seinen Aufgaben als Präsident und seinen persönlichen Geschäftsinteressen verläuft.

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