Donald Trump: US-Präsident ruft Stromnetz-Notstand aus – Amerika vor neuer Bedrohung

Donald Trump ruft in den USA den Stromnetz-Notstand aus. Ausländische Technik könnte nach Ansicht seiner Regierung versteckte Sicherheitsrisiken bergen. Besonders China steht dabei jetzt im Fokus.

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Donald Trump: US-Präsident ruft Stromnetz-Notstand aus Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Trump verbietet bestimmte ausländische Stromnetztechnik
  • USA fürchten mögliche Hintertüren und Fernsteuerung
  • KI-Boom macht eine stabile Stromversorgung wichtiger denn je

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US-Präsident Donald Trump reagiert mit einem weitreichenden Dekret auf mögliche Sicherheitsrisiken durch ausländische Technik im amerikanischen Stromnetz. Besonders im Blick stehen dabei mögliche Manipulationen und die wachsende Bedeutung einer stabilen Energieversorgung.

Sorge vor versteckten Hintertüren

Die USA verschärfen ihre Sicherheitsvorkehrungen für das Stromnetz. Präsident Donald Trump hat einen nationalen Notstand ausgerufen und damit Maßnahmen gegen bestimmte im Ausland gefertigte Komponenten ermöglicht. Künftig sollen US-Unternehmen technische Bauteile aus Ländern, die Washington als Sicherheitsrisiko einstuft, weder kaufen noch importieren oder in Anlagen zur Stromerzeugung und Stromübertragung einbauen dürfen.
Hintergrund sind mögliche Schwachstellen in der verwendeten Technik. Nach Einschätzung der US-Regierung könnten einzelne Komponenten über sogenannte Hintertüren verfügen. Dadurch wäre es theoretisch möglich, Systeme aus der Ferne zu beeinflussen oder sogar außer Betrieb zu setzen.

KI-Boom erhöht Druck auf Stromversorgung

Trump begründet das Vorgehen laut "Bild" auch mit dem rasanten Ausbau künstlicher Intelligenz. Moderne Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Elektrizität. Gleichzeitig wächst damit die Abhängigkeit von einem zuverlässig funktionierenden Stromnetz. Aus Sicht des Präsidenten gewinnt der Schutz der Infrastruktur deshalb zunehmend an Bedeutung. Eine stabile Energieversorgung sei angesichts des steigenden Strombedarfs wichtiger denn je.

China nicht ausdrücklich genannt

Das Dekret richtet sich gegen Staaten, die unter einem US-Waffenembargo stehen, von amerikanischen Sanktionen betroffen sind oder nach Einschätzung der Regierung gegen die Interessen der Vereinigten Staaten handeln. China wird in dem Erlass zwar nicht ausdrücklich erwähnt. Dennoch dürfte das Land bei den Überlegungen eine wichtige Rolle spielen. In den USA wird bereits seit Jahren über mögliche Gefahren durch chinesische Komponenten in kritischer Infrastruktur diskutiert.

Erinnerungen an Huawei und ZTE

Das Vorgehen erinnert an frühere Maßnahmen Washingtons gegen chinesische Technologiekonzerne. Unternehmen wie Huawei und ZTE wurden wegen Sicherheitsbedenken weitgehend vom Ausbau amerikanischer Mobilfunknetze ausgeschlossen. Nun rückt mit dem Stromnetz eine weitere strategisch wichtige Infrastruktur in den Fokus. Die Regierung will offenbar verhindern, dass ausländische Technik zu einer möglichen Schwachstelle für die Energieversorgung der USA wird.

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