Donald Trump Jr.: Russen-Kontakte im Fokus - Republikaner fordern Untersuchung von Trump-Sohn

In der Republikanischen Partei sorgt ein ungewöhnlicher Vorstoß für Spannungen: Senator John Curtis will Donald Trump Jr. wegen seiner Geschäftsbeziehungen und einer umstrittenen Hochzeitsfinanzierung vor den Senat laden.

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Donald Trump Jr.: Eigene Partei nimmt ihn ins Visier – Senator fordert Untersuchung seiner Russen-Kontakte. (Foto) Suche
Donald Trump Jr.: Eigene Partei nimmt ihn ins Visier – Senator fordert Untersuchung seiner Russen-Kontakte. Bild: picture alliance/dpa/AP | Tony Gutierrez
  • Senator John Curtis fordert eine Untersuchung gegen Donald Trump Jr.
  • Ausschusschef Chuck Grassley reagiert zurückhaltend und kritisiert Curtis
  • Im Mittelpunkt stehen Geschäftsbeziehungen und Berichte über russische Finanzierung

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Innerhalb der Republikanischen Partei sorgt ein Vorstoß von Senator John Curtis für neue Spannungen. Der Politiker aus Utah fordert, Donald Trump Jr. vor den Justizausschuss des US-Senats zu laden. Hintergrund sind Berichte über eine aufwendige Hochzeitsfeier, an deren Finanzierung der russische Geschäftsmann Umar Kremlew beteiligt gewesen sein soll. Curtis will nach eigenen Angaben die geschäftlichen Verbindungen von Trump Jr., dessen Kontakte zu ausländischen Personen und Unternehmen sowie erhaltene Geschenke untersuchen lassen. Gleichzeitig fordert er eine Befragung von Hunter Biden, dem Sohn des früheren Präsidenten Joe Biden. Curtis begründet dies mit dem Anspruch, für Angehörige von Präsidenten beider Parteien dieselben Maßstäbe anzulegen.

Forderung nach Vorladung sorgt für Reibung

Mit seinem Vorstoß stößt Curtis laut "Raw Story" allerdings nicht geschlossen auf Unterstützung. Ausschusschef Chuck Grassley erklärte, er könne derzeit noch nicht sagen, wann es zu einer möglichen Anhörung kommen könnte. Die Entscheidung liege beim Ausschuss und müsse zunächst geprüft werden. Grassley kündigte zugleich an, Curtis' Anliegen ernst zu nehmen. Gleichzeitig kritisierte er, dass der Senator die republikanischen Ausschussmitglieder vorab nicht über seinen Antrag informiert habe. Ein Ausschussmitarbeiter verwies zudem auf den engen Sitzungskalender des Senats und den erheblichen Vorbereitungsaufwand für eine Untersuchung.

Hochzeitsfeier mit russischer Finanzierung im Fokus

Auslöser der Debatte sind Berichte über die Hochzeit von Donald Trump Jr. und Bettina Anderson auf den Bahamas. Nach Recherchen von "ProPublica" soll Umar Kremlew einen Teil der anschließenden Feierlichkeiten finanziert haben. Dazu gehörten demnach unter anderem die Anmietung einer privaten Insel und ein Feuerwerk. Kremlew wird eine enge Verbindung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin zugeschrieben. Curtis sieht darin einen Anlass für eine parlamentarische Prüfung. In seinem Schreiben fordert er eine Untersuchung darüber, ob familiäre Beziehungen zu einem Präsidenten für private finanzielle Vorteile, bevorzugte Behandlung oder Zugang zu einflussreichen Personen genutzt wurden.

US-Präsident Donald Trump verteidigt seinen Sohn

Donald Trump hat die Finanzierung der Feier öffentlich verteidigt. Der US-Präsident erklärte, die Veranstaltung sei zulässig gewesen. Zudem sagte er, sein Sohn habe ihm mitgeteilt, dass er Kremlew die Kosten zurückzahlen wolle. "Es ist völlig erlaubt. Viele Menschen geben Partys", sagte Trump laut "Raw Story". Er bezeichnete die finanzielle Unterstützung zudem als Hochzeitsgeschenk eines Bekannten.

Curtis verweist auf frühere Untersuchungen

Der republikanische Senator argumentiert, seine Forderung müsse unabhängig von der Parteizugehörigkeit der betroffenen Familie betrachtet werden. In seinem Schreiben verweist er deshalb auch auf die früheren Untersuchungen zu Hunter Biden. "Das Land sollte nicht einen Maßstab für die Familie eines republikanischen Präsidenten und einen anderen für die Familie eines demokratischen Präsidenten akzeptieren", schrieb Curtis.

Ob der Justizausschuss tatsächlich eine Untersuchung einleitet und Trump Jr. vorlädt, ist bislang offen. Ausschusschef Grassley hat sich dazu noch nicht festgelegt. Damit dürfte die ungewöhnliche Forderung des republikanischen Senators zunächst für weitere Diskussionen innerhalb der Partei sorgen.

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