Donald Trump: Spott aus dem Iran – Außenminister verhöhnt US-Präsidenten

Der Iran spottet über die militärischen Verluste der USA im Krieg. Berichte nennen Schäden an US-Stützpunkten und Flugzeugen sowie massive Munitionsengpässe. Teheran spricht von "nur der Spitze des Eisbergs".

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Donald Trump: Iran macht sich über US-Präsident lustig (Foto) Suche
Donald Trump: Iran macht sich über US-Präsident lustig Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Iran reagiert spöttisch auf die US Militärverluste
  • US-Behörden melden Schäden an Stützpunkten und Flugzeugen
  • Der Krieg hat laut Bericht Milliardenkosten und Munitionsengpässe verursacht

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Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hinterlässt offenbar auch auf amerikanischer Seite deutliche Spuren. Angaben des US-Verteidigungsministeriums zu Schäden an Militärstützpunkten und Verlusten bei Flugzeugen sorgen nun für eine spöttische Reaktion aus Teheran.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi griff die veröffentlichten Zahlen auf und stellte zugleich Darstellungen infrage, wonach der Iran militärisch weitgehend handlungsunfähig sei.
"Die Behauptung, der Iran sei wehrlos, ist Fiktion", schrieb Araghtschi beim Kurznachrichtendienst X.

Zahlreiche US-Anlagen beschädigt

Aus einem Bericht des US-Militärs an den Kongress geht laut "t-online" hervor, dass iranische Angriffe Schäden an zahlreichen amerikanischen Einrichtungen verursacht haben. Betroffen seien demnach Militärstützpunkte in mehreren mit den USA verbündeten Staaten im Nahen Osten. Genannt werden unter anderem Kuwait, Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi Arabien, der Irak, Oman und Jordanien. Insgesamt seien "Hunderte Gebäude und Strukturen" beschädigt oder zerstört worden. Auch amerikanische Flugzeuge wurden nach den Angaben getroffen. Dutzende Kampfjets und weitere Maschinen sollen während des Konflikts beschädigt oder zerstört worden sein.

Araghtschi kommentierte die Zahlen mit Spott und bezeichnete die bekannten Verluste als "nur die Spitze des Eisbergs".

Hoher Verbrauch von Abfangraketen

Besonders deutlich werden die Folgen des Konflikts bei der amerikanischen Munition. Eine Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums stellte in ihrem Bericht erhebliche Lücken bei den Beständen fest. Der hohe Verbrauch habe demnach "strategische Bestandslücken" verursacht. Gleichzeitig seien Probleme bei der Produktion und beim Nachschub sichtbar geworden.

Vor allem teure Abwehrsysteme wurden stark beansprucht. Dazu gehören THAAD und Patriot, die zum Schutz amerikanischer und verbündeter Einrichtungen vor Raketen eingesetzt werden. Laut dem Bericht wurde zudem eine THAAD Radaranlage im Wert von rund 500 Millionen Dollar durch einen iranischen Angriff zerstört.

Iran-Krieg kostet Milliarden

Auch finanziell belastet der Militäreinsatz die USA erheblich. Das Pentagon bezifferte die Kosten des Einsatzes bis Ende Juni auf rund 33,4 Milliarden Dollar. Der größte Anteil entfällt dabei auf verbrauchte Munition. Dafür sollen mehr als 22 Milliarden Dollar angefallen sein.

Trump hatte Iran zuvor für wehrlos erklärt

Die Aussagen aus Teheran stehen in deutlichem Gegensatz zu früheren Äußerungen Donald Trumps. Der US-Präsident hatte kurz nach Beginn der Kämpfe erklärt, der Iran verfüge praktisch über keine funktionierende Verteidigung mehr. Auch die iranische Führung, Marine und Luftwaffe seien nach seiner Darstellung weitgehend ausgeschaltet.

Der Konflikt begann am 28. Februar mit amerikanischen und israelischen Angriffen auf Ziele im Iran. Inzwischen zieht sich der Krieg seit mehr als sechs Monaten hin. Die nun veröffentlichten Angaben zu amerikanischen Schäden und Munitionsbeständen liefern dabei ein deutlich anderes Bild als Trumps frühe Einschätzung.

Für Teheran sind die Zahlen entsprechend willkommenes Material für die eigene Kriegspropaganda. Araghtschi fasste seine Interpretation der Lage mit einer weiteren spöttischen Botschaft zusammen: "Das ist nur die Spitze des Eisbergs."

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